In diesem Vortrag von Christopher Kramp geht es um die tiefere Bedeutung von Krieg, nicht nur auf weltlicher Ebene, sondern als kosmischen Konflikt zwischen Gut und Böse. Er beleuchtet die Ursprünge des Bösen, beginnend mit dem Fall Satans im Himmel, und wie dieser Konflikt sich bis in unser persönliches Leben hinein erstreckt. Der Vortrag erklärt biblische Symbole und Prophezeiungen, um die Natur des Kampfes zwischen Gott und Satan sowie die Rolle des Gesetzes und der Liebe in diesem universellen Konflikt zu entschlüsseln.
Ausweg 2012: 3. Der Krieg
Christopher Kramp · Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel) ·Themen: Altes Testament, Bibel, Gesetz, Großer Kampf, Grundlehren der Bibel, Hesekiel, Hesekiel 28, Jesaja, Jesaja 14, Jesus, Michael, Neues Testament, Offenbarung, Offenbarung, Offenbarung 12, Prophetie, Theologie, VersuchungWeitere Aufnahmen
Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)
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Transkript
[0:00] Und ein wenig über das nachgedacht, was wir gerade besprochen haben, möchte ich Sie auch herzlich begrüßen, die Sie jetzt wieder live zugeschaltet sind, auf www.ausweg2012.de, auf Amazing Discoveries und auf Joel Media TV. Schön, dass Sie auf uns gewartet haben.
[0:25] Die Pause ging ein paar Minuten länger als gedacht, bis das letzte Glas ausgetrunken war und der letzte Kuchen noch heruntergeschluckt war, hat es halt noch zwei Minuten länger gedauert. Ich hoffe, vielleicht haben Sie auch ein bisschen die Zeit genutzt, um sich zu stärken für unseren zweiten Vortrag, der jetzt auf uns wartet.
[0:39] Bevor wir das tun, möchte ich Sie einladen für ein ganz kurzes Gebet, dass wir dann hineingehen können in dieses so wichtige Thema: Der Krieg. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für alles, was wir schon lernen durften. Wir möchten dich bitten, dass du uns jetzt Weisheit schenkst, um zu verstehen, was du uns zu sagen hast und dass wir erkennen können, auf welcher Seite wir stehen und dass wir die richtige Wahl treffen, die du uns anbietest. Hab Dank dafür und sei du bei uns. Amen.
[1:04] Der Krieg. Der Titel scheint falsch gewählt zu sein, denn in Wirklichkeit gibt es nicht einen Krieg, sondern viele Kriege, oder? Wenn man in die Welt hineinschaut, dann schätzt man, dass es zwischen 3600 vor Christus und heute sage und schreibe 14.531 Kriege gekämpft wurden und in dieser Zeitperiode gab es 5305 Kriegs- und nur 292 Friedensjahre. Mit anderen Worten, wir können daraus schließen, unsere Welt ist mehr oder weniger ein Kriegsschauplatz.
[1:40] Und wir werden heute Abend auch über Krieg sprechen, über nicht diese Kriege, sondern über einen Krieg, und dieser Krieg hat etwas damit zu tun, mit dem, was wir gerade angedeutet haben in unserem ersten Vortrag. Wenn Sie nicht zugeschaut haben, wir haben uns gerade ein wenig mit Daniel 7 beschäftigt, einer zweiten Prophezeiung dieses interessanten Propheten in der Bibel. Wir haben gesehen, dass dort wiederum die einzelnen Reiche der Weltgeschichte – Babylon, Medo-Persien, Griechenland, Rom usw. – vorhergesagt worden sind, aber dass dort auch angedeutet wurde, dass auf das Römische Reich, mitten in Europa, eine Macht entstehen würde, die christlich kämpft, die sich christlich gibt, aber doch ein falsches Spiel treibt. Und wir haben dort den mittelalterlichen Kirchenstaat gesehen.
[2:30] Und die letzte Frage, die noch übrig blieb, mit der wir quasi aufgehört haben, ohne sie aufzulösen, war die Frage: Was ist passiert nach diesen 1260 Jahren? Und wir hatten ja schon gesehen, das endete im Jahre 1798. Und die Frage ist, ist da irgendetwas Signifikantes geschehen? Die Bibel hat ja gesagt, nach genau 1260 Jahren sollte etwas passieren. Und die Frage ist, ist da etwas passiert?
[2:54] Und die Wahrheit, die geschichtlich ist: Ja, denn genau just in diesem Jahr, nicht im Jahre 1797 und nicht im Jahre 1799, sondern im Jahre 1798 hat General Berthier im Auftrag der französischen Revolutionskommandos, im Auftrag von Napoleon, mit seinen Revolutionstruppen Rom gefangen genommen und Papst Pius den Sechsten dann später, einige Tage später, ins Exil geschickt. Und das hat damals, zu der Zeit, einen unheimlichen Run auf das Bibelstudium ausgelöst, weil plötzlich deutlich wurde: Über Jahrtausende weg – und verändern Sie sich, das, was wir hier studieren, das ist ja schon zweieinhalbtausend Jahre alt, das hat Daniel ungefähr 600 vor Christus, 550 vor Christus aufgeschrieben – und bis auf das Jahr genau hat sich das erfüllt.
[3:42] Nun, was hat die französische Revolution mit unserem Thema zu tun? Der Krieg. Die französische Revolution ist bekannt dafür, dass sie etwas wiedergebracht hat, was scheinbar während des Mittelalters fast verloren gegangen war, nämlich den Atheismus, den Kampf gegen Gott. Und bis heute sind viele Menschen der Meinung, so wie die französischen Revolutionisten: Im Grunde genommen ist Gott gar nicht existent. Ich habe schon Menschen getroffen, die sagen, es gibt keinen Gott. Die meisten von ihnen nennen sich Atheisten.
[4:12] Obwohl, ehrlich gesagt, es schwierig ist, zu beweisen, dass es keinen Gott gibt. Haben Sie mal darüber nachgedacht, was man tun müsste, um zu beweisen, dass es keinen Gott gibt? Um zu beweisen, dass es keinen Gott gibt, müssten Sie durch das ganze Universum gehen, nicht wahr? Irgendwo könnte er sein, nicht wahr? Aber jetzt wird es noch besser: Um zu beweisen, dass es keinen Gott gibt, müssen Sie nicht nur durch das gesamte Universum absuchen, Sie müssen eigentlich auch im gesamten Universum zur gleichen Zeit präsent sein. Denn angenommen, Sie gehen zu einer Ecke des Universums und finden Gott dort nicht, dann könnte er in der anderen Ecke sein, nicht wahr? Und wenn Sie zur anderen Ecke gehen, dann könnte er ja dort sein, nicht wahr? Also, um zu beweisen, dass es Gott nicht gibt, müssen Sie im ganzen Universum gleichzeitig präsent sein. Und wer wären Sie dann? Gott. Das heißt, jemand hat mal gesagt, man muss ein Gott sein, um zu beweisen, dass es keinen Gott gibt. Das könnte man fast schon als Gottesbeweis durchgehen lassen, nicht wahr?
[5:06] Aber wie auch immer, viele Menschen glauben, es gibt keinen Gott, nicht so sehr aus diesen philosophischen Gründen, sondern aus einem sehr praktischen, einem sehr existenziellen Grund. Sie stellen eine sehr einfache Frage, die Millionen von Menschen schon kopfzerbrechend bereitet hat. Nämlich die Frage, die Sie bestimmt auch schon gehört haben: Wenn es einen liebenden Gott gibt, vollenden Sie den Satz für mich: Warum gibt es all dieses Böse, all dieses Leid auf der Welt? Und jemand hat ja tatsächlich gestern diese Frage gestellt, und jetzt wird sie beantwortet. Wir werden versuchen, dieser Frage uns zu nähern.
[5:45] Wenn es einen liebenden Gott gibt, ist er unfähig, das Böse aufzuhalten? Dann wäre er nicht allmächtig, wäre er nicht Gott, oder? Wenn er aber in der Lage ist, es aufzuhalten und es nicht tut, will er dann vielleicht das Böse gar nicht aufhalten? Dann ist er aber nicht gut, oder? Also, es ist wirklich eine schwierige Frage. Und ich bin so dankbar, dass wir diese schwierigen Fragen des Lebens nicht alleine beantworten müssen.
[6:09] Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Diese Frage kann man als philosophische Frage irgendwo für sich analysieren und übernachdenken und dann zu einer Antwort kommen. Es ist ja auch Gegenstand der berühmten Theodizee-Frage geworden, die Rechtfertigung Gottes angesichts des Leides. Und viele Philosophen, viele Theologen, viele Geisteswissenschaftler haben sich mit diesem Thema beschäftigt. Aber ich glaube, dieses Thema wird erst wirklich relevant, wenn es uns ganz persönlich trifft, oder? Die Frage: „Warum Gott?“ wird erst dann relevant, wenn ich selbst die Krebsdiagnose bekommen habe. Wenn ich selbst den Arbeitsplatz verloren habe nach 30 Jahren guter Arbeit. Wenn mein Kind im Autounfall unschuldig gestorben ist. Dann ist die Frage: „Warum Gott? Warum lässt du das Böse zu?“ eine ganz andere Frage. Es ist nicht nur eine philosophische Frage, oder?
[7:08] Wenn die Frage ganz persönlich an mich herankommt, dann brauchen wir eine Antwort, die wirklich durch die Krise durchtritt. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, vielleicht haben Sie eine ähnliche Erfahrung gemacht und stellen sich auch diese Frage: Warum Gott? Warum passiert das mir? Warum passiert das meinem Freund? Warum passiert das uns als Familie? Wir haben doch nichts Böses getan. Kannst es nicht verhindern, willst es nicht verhindern, warum? Warum?
[7:30] Und ich bin dankbar, dass die Bibel solche existenziellen Fragen aufgreift. Die Bibel ist nicht nur ein theologisches Buch, wo irgendwelche abstrakten philosophischen Ideen diskutiert werden. Die Bibel stellt genau die Fragen, die Sie und ich in unserem Herzen bewegen. Und hier können Sie das sehen: In Matthäus 13 lesen wir von einem Gleichnis, das Jesus gesagt hat: „Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigt sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten dazu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät?“
[8:23] Und jetzt achten Sie auf die Frage, es scheint ganz genau unsere Frage zu sein: „Woher hat er denn das Unkraut?“ Wenn du guten Samen gesät hast, wenn du gute Dinge hier hineingebracht hast, woher kommen dann die Dornen und Disteln in meinem Leben? Woher kommen sie? „Woher hat er denn das Unkraut?“
[8:45] Und die Frage ist eine berechtigte Frage: Jesus, wenn du uns so liebst, Gott, wenn du so ein liebender Gott bist, wo warst du, als die Bombe über Hiroshima abgeworfen wurde? Wo warst du in Auschwitz? Wo warst du in Ruanda? Wo warst du, als mein Kind an Leukämie gestorben ist? Gott, wo bist du, wenn die Menschen in der Wüste und in Hungersgebieten sterben? Wo bist du, wenn ich meinen Arbeitsplatz verliere und nicht mehr weiß, wie ich meine Familie ernähren soll? Und wir könnten die Liste einen ganzen Abend fortsetzen. Gott, wo bist du? Warum?
[9:26] Und diese Frage, die Wissenschaftler und Theologen und Philosophen angeregt hat, Bände zu schreiben, Vorträge zu halten, Bücher zu verfassen, die manchmal so kompliziert sind, dass man Kopfschmerz davon bekommt, sie zu lesen. Diese durch das ganze Zeitalter hindurch ringende Frage hat niemand anders beantwortet als Jesus. Und halten Sie fest in fünf Worten: Dieser Jesus war in der Lage, diese unfassbar wichtige Frage in fünf prägnanten Worten zu beantworten. Wissen Sie, was diese fünf Worte sind? „Das hat der Feind getan.“ Fünf Worte.
[10:14] Wenn Sie sagen: „Moment mal, Jesus, das ist ein bisschen einfach. Das können wir nicht mehr glauben. Das Böse ist zu komplex, es ist zu tief in uns, als dass das alles zurückgeführt werden könnte auf eine Person. Das würde das Böse zu sehr verniedlichen, oder? Das Böse ist doch ein allgemeines Prinzip, das kann man doch nicht auf eine einzelne Person zurückführen, oder?“
[10:39] Frage: Wenn Sie mit Überlebenden des Holocaust reden würden, Überlebenden von Auschwitz, und diesen Menschen erklären würden: „Wissen Sie, der Nationalsozialismus war einfach ein Prinzip, hat nichts mit einer Person zu tun, das war einfach da.“ Was würden die denken? Menschen, die den Zweiten Weltkrieg gelebt haben, wissen, all die Verbrechen, all die Gräuel, die verübt worden sind in Auschwitz und all den anderen KZs und all den Kriegsschauplätzen, gehen letztendlich, lassen sich zurückverfolgen. Ja, es waren viele Menschen, die beteiligt waren, viele aktiv, manche passiv, ja, viele sind schuldig, aber man kann alles zurückverfolgen auf einen einzigen Menschen zurück, richtig? Auf Adolf Hitler, der andere infizierte, der andere infizierte mit seinem perversen Gedanken. Und ja, man kann alles zurückverfolgen, letztendlich auf ein paar Gehirnwindungen dort oben in dem Gehirn von Adolf Hitler, da ging es los. Und einer der schrecklichen Fratzen des Bösen ist es, dass es eine Person braucht, die in ihrem Denken plötzlich sozusagen geistlichen oder geistigen Krebs bekommt. Wir haben heute über Krebs gesprochen, oder? Und Krebs im Wesentlichen ist ja nichts anderes als eine Zelle, die sich krankhaft verändert und dann anfängt, sich zu verbreiten. Und so könnte man das nationalsozialistische Gedankengut von Adolf Hitler in seinem Genren wie einen Krebs bezeichnen, der sich verbreitet hat. Natürlich, und er war nicht alleine schuld, das wollen wir nicht sagen. Aber es lässt sich zurückverfolgen auf eine Person, auf ein Gehirn, das sich dann verbreitet hat.
[12:12] Und so sagt die Bibel, dass all das Böse, Jesus sagt, all das Böse in der Welt, noch viel mehr als das, was Hitler verbrochen hat, geht letztendlich zurück auf ein Gehirn, auf einen Feind, der offensichtlich noch perverser und noch schlimmer ist als Adolf Hitler. Und er nennt ihn einfach: den Feind. Im Hebräischen hat das Wort Feind folgenden Klang, es heißt Schatan. Sagen wir das gemeinsam: Schatan. Mit anderen Worten, das war ein Wort, das man verwendet hat, angenommen, wir sind im Kampf miteinander, Sie sind mein Feind, dann würde ich sagen: „Diese Frau ist mein Schatan.“ Ist mein Feind, ja? Der Schatan.
[12:51] Und um etwas mehr zu erfahren über diesen Schatan, wollen wir uns begeben auf die Insel Patmos. Übrigens, bevor wir das tun, lassen wir uns eine Frage stellen: Wenn man einen Feind hat, was hat man automatisch auch? Das habe ich schon oft gehört, einen Fürsprecher. Aber nicht unbedingt. Es könnte sein, dass ich nur Feinde habe. Aber wenn ich einen Feind habe, worum befinde ich mich automatisch auch? In einem Krieg, in einem Kampf. Das heißt, die Bibel sagt, Gott hat einen Feind, hat einen Schatan, und damit wissen wir, dass sich Gott in einem Krieg befindet. Es ist der Krieg, den wir sprechen wollen.
[13:31] Und dazu wollen wir uns 2000 Jahre zurück beamen auf diese Gefängnisinsel Patmos, wo alle Staatsgefangenen des Römischen Reiches, oder viele von ihnen, gefangen gehalten wurden. Und auch dieser Mann hier, kennt ihr seinen Namen? Johannes. Johannes war ein Gefangener des Römischen Reiches, nicht, weil er viele Menschen ermordet hat oder weil er viel Geld gestohlen hat, sondern weil er Christ war. Das war damals Grund genug, Staatsgefangener zu sein. Er war auf dieser Insel und ähnlich wie Daniel im Danielbuch bekam auch er Visionen. Wir wollen heute eine Vision anschauen, die uns verdeutlicht, wie es zu diesem Kampf kam, zu diesem Krieg kam, der auch beantworten kann, warum das Böse in der Welt da ist.
[14:17] Er beschreibt hier eine Vision, die er gehabt hat und es heißt hier: „Ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau mit der Sonne bekleidet und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen. Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: Siehe, ein großer feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen. Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte. Sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der aller Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.“
[14:56] Drei Fragen wollen wir uns stellen: Erstens, wer ist der Drache? Zweitens, wer ist das Kind? Und drittens, wer ist die Frau? Und dazu wollen wir wieder sozusagen den Code anwenden, wir wollen die Bibel sich selbst erklären lassen. Wir wollen verstehen, was verbirgt sich hinter diesen Symbolen, denn nicht nur Daniel ist in Symbolen geschrieben, sondern auch die Offenbarung. Und wir wollen verstehen, was sind diese einzelnen Elemente hier, wofür steht der Drache? Und wieder kommt uns die Bibel zu Hilfe. Und Sie sehen, eigentlich, alles, was wir tun, wir vergleichen ein Bibelvers mit dem anderen. Auch wenn Sie live zuschauen, im Grunde genommen ist Bibelstudium ziemlich einfach. Wir müssen einfach nur einen Text finden, der uns erklärt, was genau stellt der Drache dar. Und wir finden einen Text schon in Offenbarung 12. Das heißt es in Offenbarung 12, Vers 9: „Und es wurde geworfen, der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan, Satan, der Feind, der Teufel, der Satan. Wir sagen heute Satan, der große Drache genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt. Geworfen wurde er auf die Erde und seine Engel wurden mit ihm geworfen.“ Also, der Drache ist Satan, der Feind.
[15:58] Gut, jetzt, wer ist das Kind? Wir haben ja diese drei Hauptpersonen in dieser großen Vision, in diesem Akt, diesem Drama: der Drache, das Kind und die Frau. Wer ist das Kind? Über das Kind wird gesagt: „Sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird.“ Gestern haben wir folgenden Text gelesen, können Sie sich an den Text noch erinnern? Da haben wir über die Wiederkunft gesprochen, über den Stein, der kommen wird, nicht wahr? Da haben wir von Jesus gesagt, er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt das Wort Gottes. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor. Und jetzt schauen Sie, wie es weitergeht: „damit er die Heidenvölker mit ihm schlage und er wird sie mit eisernem Stab weiden.“ Genau das, was es hier heißt: die Heidenvölker mit eisernem Stab weiden. Das heißt, dieses Kind ist wer? Wenn man die Bibel einfach miteinander vergleicht, kommt man zu keinem anderen Schluss. Die Bibel erklärt sich selbst. Dieses Kind ist Jesus.
[16:52] Und jetzt kommen wir zur letzten Frage für diesen Abschnitt: Der Drache ist Satan, das Kind ist Jesus, und die Frau ist ja offensichtlich die Frau, die das Kind gebiert. Also logischerweise, wenn das Kind Jesus ist, die Frau ist also wer? Maria, oder? Richtig? Logisch, oder? Einige von Ihnen schon skeptisch? Schauen wir ganz kurz. Es heißt hier, dass diese Frau bekleidet war mit zwölf Sternen, nicht wahr? Mond und Sonne. Schon ein bisschen merkwürdig, nicht wahr? Und dann heißt es hier, dass diese Frau in die Wüste geflohen ist. Frage: Ist Maria, soweit wir wissen, jemals in die Wüste geflohen? Wissen wir es nicht, nicht wahr? Und dann heißt es, da hat sie einen von Gott bereiteten Ort gehabt, die Frau, damit man sie dort wie lange ernähre? 1260 Tage. Jetzt brauche ich sie ja gar nicht mehr groß fragen, nicht wahr? Das haben Sie schon mal gehört heute, oder? 1260 Tage? Wo haben wir das gehört? Eben gerade, vor wenigen Minuten, nicht wahr? 1260 Tage sind in Wirklichkeit nach dem biblischen Code, nach der Auslegung, 1260 Jahre. Frage: Hat Maria 1260 Jahre auf dieser Erde in einer Wüste gelebt? Definitiv nicht. Das heißt, diese Frau muss eine symbolische Frau sein, genauso wie auch dieses Kind symbolisch für Jesus steht und dieser Drache kein buchstäblicher Drache ist, sondern für den Satan steht. Es muss also eine symbolische Frau sein.
[18:14] Und die Frage ist natürlich, was genau symbolisiert eine Frau in der Bibel? Und zum Glück hilft uns die Bibel dort. In 2. Korinther 11, Vers 2 lesen wir: „Denn ich eifere um euch.“ Frage: Wer hat den Korintherbrief geschrieben? Paulus. Schreibt den Korintherbrief, an wen schreibt er ihn? Einfache Frage: An die Korinther. Genau. Denn er sagt: „Ich, Paulus, eifere um euch, Korinther, mit göttlichem Eifer, denn ich, Paulus, habe euch, Korinther, einem Mann verlobt, um euch, Korinther, als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen.“ Also, wie wird die Gemeinde der Korinther beschrieben? Als eine Frau. Mit anderen Worten, in der biblischen Prophetie steht eine Frau für eine Gemeinde, für ein Volk, für eine Kirche sozusagen, für die Gemeinde Gottes. Interessanterweise gibt es also eine Gemeinde Gottes während dieser 1260 Jahre des Mittelalters. Wenn wir noch in einem der Vorträge mehr darüber zu sagen haben.
[19:11] Aber wir wollen uns jetzt zur nächsten Szene des Kampfes bewegen, denn die Bibel sagt hier: „Es entstand ein Kampf.“ Wo? Im Himmel. Jetzt Frage: Wenn Sie an Himmel denken, woran denken Sie? Frieden, Engel. Und wo sitzen die Engel in den meisten unserer Vorstellungen? Auf den Wolken und spielen Harfen. So denken wir im Himmel. Frieden. Was noch? Freude, ewiges Leben. Wer von uns denkt schon an Krieg, wenn es um den Himmel geht? Aber die Bibel sagt: „Der Krieg begann im Himmel.“
[19:46] „Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften. Und dann heißt es aber: Sie siegt nicht der Drache, und ihre Städte wurden nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“
[20:11] Nun, wollen wir uns diesen Text ein bisschen genauer anschauen, um zu verstehen, was uns die Bibel hier wirklich sagen möchte. Das erste, was wir feststellen wollen: „Es entstand ein Kampf im Himmel.“ Das Wort Kampf im Griechischen heißt Polemia. Welches deutsche Wort klingt so ähnlich wie Polemia? Polemik. Aber was heißt Polemik? Streit. Wenn man polemisch mit jemand redet, eine Polemik, dann redet man, dann kämpft man nicht mit Fäusten, sondern mit Worten. Das heißt, dieser Kampf im Himmel war kein Kampf wie bei Star Wars, wo die Engel, oder die Beteiligten, dann Laserschwerter genommen haben und sie die Köpfe eingeschlagen haben. Dieser Kampf im Himmel war ein Kampf von Ideen, ein Kampf von Vorstellungen, von Konzepten, von Worten, so eine Polemik.
[21:10] Der Krieg, der über allen anderen Kriegen steht, der hinter allen Kriegen steht, ist nicht so sehr ein Krieg mit Maschinengewehren, mit Panzern und mit anderen großen Geschützen. Es ist ein Krieg von Ideen und Gedanken und Worten. Und wie viele Parteien gibt es offensichtlich in diesem Krieg? Genau, zwei. Und die eine Seite wird angeführt von jemandem, der genannt wird Michael, die andere Seite wird angeführt von jemandem, der genannt wird Drache. Wer ist der Drache? Haben wir schon gesagt? Satan.
[21:39] Die Frage, die wir uns stellen wollen, ist: Wer ist dieser ominöse Michael? Und dazu wollen wir die Bibel befragen. Schon viele interessante Theorien dazugehört, aber wir wollen wissen, was sagt die Bibel, wer ist Michael? Die Bibel sagt in Judas 9, dass Michael, wer ist er? Er ist der Erzengel. Jetzt, wie viele Erzengel gibt es? Nicht vier, zwei, drei, vier? Sie lesen die Bibel durch von 1. Mose bis zur Offenbarung, Sie werden finden, es gibt in der Bibel nur einen Erzengel. Denn das Wort Erzengel meint, der über den Engeln steht, Archangelos, der Kommandant, der Kommandeur, der himmlischen Herrscher, der Erzengel. Nicht nur ein Engel, sondern der, der über den Engeln steht. Behalten wir es im Kopf.
[22:29] Also, Michael ist der Erzengel, das wissen wir schon mal. Gehen wir in den nächsten Schritt. Der Erzengel, so sagt uns die Bibel, hat eine Stimme. Und wenn der Befehler geht und die Stimme des Erzengels ertönt, dann wird der Herr selbst vom Himmel herab kommen und die Toten in Christus werden auferstehen. Das heißt, durch die Stimme des Erzengels, wie heißt der Erzengel? Michael, werden die Toten auferstehen bei der Wiederkunft. Frage: Durch wessen Stimme stehen denn die Toten wirklich auf? In Johannes 5, 26 heißt es: „Weil ich euch sage, die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören werden, werden leben.“ Also, haben wir eine ganz einfache Gleichung: Michael ist der Erzengel, der Erzengel weckt die Toten auf bei der Wiederkunft, und die Toten werden aufgeweckt durch Jesus. Zufolge ist Michael wer? Jesus.
[23:21] Frage: Warum sagt die Bibel nicht einfach Jesus? Warum sagt sie Michael? Wäre doch viel einfacher, wenn da stehen würde: „Es entstand ein Kampf im Himmel zwischen Jesus und Satan.“ Da wüssten wir alle, alles klar, hier geht es mal wieder um Jesus, nicht wahr? Warum steht da Michael? Okay, er hieß damals noch nicht Jesus. Das stimmt, das ist ein gutes Argument. Er hieß noch nicht Jesus. Aber vielleicht hätte da stehen können: „Das Wort.“ Es entstand ein Kampf zwischen dem Wort. Auf dem Baum ist ja geschrieben worden von Johannes, richtig? Und Johannes hat ja auch das Johannesevangelium geschrieben, da steht: „Am Anfang war das Wort, das Wort war Gott.“ Nicht wahr? Am Anfang, da war ein Kampf im Himmel zwischen dem Wort und Satan. Hätte auch stehen können, oder? Warum steht da Michael?
[24:15] Es hat einen Grund offensichtlich, denn alles in der Bibel hat einen Grund. Jetzt, wie viele Namen hat Jesus? Wie viele? Zählen wir ein paar Namen auf, die Jesus hat, die Sie kennen: Immanuel, Messias, der Zweig, der Gesalbte ist Messias natürlich, Christus, Joshua – das ist sozusagen die hebräische Form von Jesus, genau – Friedefürst, ganz genau, Menschensohn, Fels, sehr gut, das gefällt mir, was noch? Erlöser, Gottessohn, Tür, Weg und so weiter. Ja. Und wie viele Namen hat? Jesaja sagt ganz deutlich: „Und seine Namen werden genannt werden: Wunderbarer Ratgeber, Friedefürst, starker Gott.“ Die Bibel sagt: „Und sein Name wird genannt werden.“ Wie viele Namen hat er? Einen. Er hat nur einen Namen. Und was ist sein Name? Jesus. Michael, Immanuel, Wort, Schilo, Fels. Warum? Weil dies alles offensichtlich Charaktereigenschaften sind. Immanuel heißt Gott mit uns. Jesus heißt der Retter. Messias heißt der Gesalbte. Alles sind verschiedene Charaktereigenschaften von Jesus, die wie ein Edelstein, von welcher Seite man ihn betrachtet, das sieht ein bisschen anders aus, nicht wahr? Keine Buchstabenkombination auf dieser Welt könnte den vollständigen Charakter wiedergeben. So gibt es einen Namen. Und wie ist sein Name? Jesus.
[25:46] Michael, all diese verschiedenen Namen sind ein Name. Und einer dieser Namen ist Michael. Wir wollen uns also fragen, was bedeutet Michael? Es gibt also einen Grund, warum dort nichts entsteht. Es entstand ein Kampf zwischen Jesus und dem Satan, oder dem Wort und Satan, oder Immanuel, weil der Grund offensichtlich, warum dieser Kampf entstand, hängt zusammen mit einem bestimmten Charakterzug, den Jesus hatte. Und was ist dieser bestimmte Charakterzug, der in dem Namen Michael sich ausdrückt? Michael heißt: „Wer ist wie Gott?“ Der Kampf im Himmel bezog sich auf die Tatsache, dass Jesus so war wie Gott. Nicht, dass er der Retter war, nicht, dass er Gott mit uns ist, nicht, dass er der Fels ist, nicht, dass er gesalbt ist. Das waren alles nebensächliche Dinge im großen Kampf. Im großen Kampf im Himmel, der entzündete sich aufgrund der Tatsache, weil Jesus so war wie Gott.
[26:42] Welche Frage müssen Sie jetzt stellen? Wie ist Gott, nicht wahr? Wenn ich sage, Paul ist wie Markus, wie ist Markus, nicht wahr? Wenn ich also sage, Jesus war wie Gott, dann müssen wir uns die einfache Frage stellen: Wie ist Gott eigentlich? Wie Jesus? Ja, danke. Das ist natürlich wenig hilfreich, das stimmt natürlich, das ist richtig, aber bringt uns nicht so viel weiter. Wie ist Gott, nach der Bibel? Wie ist er? Es sind viele Eigenschaften, aber eine Eigenschaft sticht hervor: Die Bibel sagt, wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. Das heißt, Satan im Himmel begann seinen Kampf gegen Jesus, weil Jesus so war wie Gott, weil Jesus die Liebe ist. Das heißt, der Kampf im Himmel war ein Kampf gegen den Charakter Gottes, ein Kampf gegen die Liebe.
[27:41] Frage: Welche Frage muss ich mir jetzt stellen? Was ist Liebe, oder? Denn Liebe kann heute eine ganze Reihe von Dingen bedeuten. Liebe kann bedeuten, ich habe Schmetterlinge im Bauch, nicht wahr? Manche Leute verstehen sogar unter Liebe etwas, was vielleicht einfach schon außerhalb unserer moralischen Vorstellung wäre, nicht wahr? Also, was ist jetzt eigentlich nach der Bibel Liebe?
[28:04] Und auch da gibt uns die Bibel einen Hinweis. So schön, dass die Bibel sich immer selbst erklärt. Muss man gar nicht viel weiter dazu sagen: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses.“ So ist nun die Liebe die was? Die Erfüllung des Gesetzes. Halten Sie sich fest: In diesem einen Vers entstand ein Kampf im Himmel zwischen Michael und Satan, steckt schon im Kern der ganze große Kampf. Satan kämpft gegen Jesus, weil er ist so wie Gott. Wie ist Gott? Gott ist die Liebe. Und die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Das heißt, der Hauptgrund in diesem großen Kampf ist der Kampf gegen das Gesetz. Und wir müssen das verstehen. Das ist ein grundlegendes Thema der ganzen Bibel. Und wenn Sie die Bibel besser verstehen wollen, wenn Sie verstehen wollen, was auf uns zukommt, wenn Sie verstehen wollen, was der Ausweg ist, wenn Sie die Zukunft entdecken wollen, dann müssen wir verstehen, worum es in diesem großen Kampf geht. Und es geht um das Gesetz.
[29:04] Jesus hat ja gesagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken. Und dann sagt er später: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen, wie viele Geboten? Zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Jesus sagt, alle zehn Gebote kannst du zusammenfassen mit Liebe Gott und Liebe deinen Nächsten. Und demzufolge, wenn du sie erfüllst, was tust du? Dann hast du Liebe, nicht wahr?
[29:24] Die Frage nun, die wir uns stellen wollen, ist: Wie kam es zu diesem Krieg? Wie begann dieser himmlische Kampf? Was ist passiert, damit dieser Satan aus dem Himmel heraus befördert werden musste? Wir haben ja gesagt, es war ein Kampf von, was hat er miteinander gekämpft? Konzepte und Ideen, nicht wahr?
[29:55] Das heißt, wir müssen verstehen, was war da im Gehirn vom Satan und was war da im Gehirn von Jesus? Und hier steht: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte?“ Also hier im Lateinischen steht das Wort Lucifer. Da kommt dieser Gedanke, dass er Lucifer hieß. „Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nation?“ Und jetzt achten Sie genau auf die nächsten Worte: Da heißt es: „Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen.“
[30:22] Jetzt, die Bibel sagt, dass im Herzen unsere Gedanken und Gesinnungen wohnen. Das heißt, wenn die Bibel von dem Herzen Satans spricht, spricht sie von seinen Ideen, von seinen Konzepten, von dem, was ihn antreibt. Und schauen Sie, was er gesagt hat, was war in seinem Herzen drinnen? „Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Und dann heißt es weiter: Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen.“
[30:52] Was ist das Schlüsselwort hier? Ich. Hinauf. Erhöhen. Dem Höchsten gleich machen. Hinaufsteigen auf dieser Leiter. Ich, ich, ich. Das Kernproblem, die Kernidee in der Rebellion gegen Gott besteht aus einem einfachen Wort mit drei Buchstaben, und das heißt: Ich. Und übrigens, haben Sie es bemerkt? Gehen wir mal kurz zurück. Was hat er hier gesagt? Er sagt: „Ich will meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen.“ Jetzt, Sterne Gottes ist deswegen interessant, weil wir lesen in der Offenbarung, dass Sterne ein Symbol sind in der Bibel für Engel. Ich möchte meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen. Welche Position wollte er haben? Erzengel. Denn der Erzengel ist derjenige, der über den Engeln ist, richtig? Wer ist der Erzengel? Jesus. Aber wie heißt Jesus hier in dieser Prophezeiung? Michael. Und Michael ist, der so ist wie Gott. Und was wollte Satan sein? Er wollte so sein wie Gott. Ich.
[32:01] Wenn es ein Kampf von Ideen war, der zu diesem großen Krieg geführt hat, dann müssen wir verstehen, was ist die andere Seite? Was ist die Seite? Was ist das Gedankengut von Jesus? Was sind die Ideen, die Jesus angetrieben haben von Anfang an? Und hier finden wir diesen Ausschnitt in Philipper 2, Vers 5-7: „Denn ihr sollt so gesinnt sein.“ Jetzt, was bedeutet gesinnt? Gesinnt bedeutet, so wie ich denke, meine Gesinnung. Er sagt: „Ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.“ Und was kommt jetzt offensichtlich? Wenn ich sage: „Ihr sollt so gesinnt sein, wie es auch Jesus Christus war.“ Jetzt kommt die Gesinnung Jesu. Macht das Sinn?
[32:52] Wir lesen in den nächsten Versen: „Das, was Jesus gedacht hat, wie er gelebt hat. Der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden.“ Was ist das nächste Wort? „Erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn auch über alle Maßen erhöht.“
[33:26] Jetzt, was ist die Idee von Jesus? Kurz zusammengefasst: Was ist die Idee von Jesus? Die Idee von Jesus ist: Hinab. Die Idee von Satan war: Hinauf. Die Idee von Satan war: Ich. Die Idee von Jesus war: Du. Gott. Liebe Gott und liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Deswegen sagt er an diesen zwei Geboten: Liebe Gott und deinen Nächsten. Aber die Idee von Satan war: Ich. Und vielleicht bekommen Sie jetzt eine leise Ahnung, dass dieser Kampf nicht nur im Himmel stattfand, sondern auch in unserem Herzen tobt, oder?
[34:11] Es gibt im ganzen Universum nur zwei Prinzipien, und jeder von uns zeigt durch sein Leben, durch seine Gedanken, durch seine Worte, nach welchem Prinzip er lebt. Entweder wir erhöhen uns auf Kosten von anderen, oder wir erniedrigen uns zugunsten anderen. Und die Frage ist, die Sie sich stellen müssen, ist: Erhöhe ich mich auf Kosten von anderen? Das kann sehr viele Formen annehmen. Das kann bedeuten, dass ich über andere schlecht rede, damit ich in einem besseren Licht erstehe. Oder bin ich bereit sogar, Spott oder Strafe zu ertragen, unschuldig für andere? Manche Leute haben den Eindruck, Satanismus, das bedeutet, dass ich schwarze Kutte gehüllt, komische satanische Rituale ausführe. Ich möchte Ihnen heute sagen, ob es Sie schockt oder nicht: Satanismus ist Ich. Das ist die ureigenste Form von Satanismus. Alles andere sind dann spätere Auswüchse. Aber der Kampf im Himmel begann mit Ich. Und wann immer das in unserem Herzen regiert, wann immer das anfängt zu steigen, dann merken wir, dass wir Teil sind dieses großen, gewaltigen, kosmischen Konfliktes.
[35:31] Nun, wie kam dieser Luzifer dazu auf diese Idee? Was ist da passiert, dass sich dieses Krebsgeschwür in seinem Gehirn gebildet hat? Welche Gedanken-Synapsen haben sich da verknüpft, dass plötzlich diese Fehlfunktion sich entbildet? Dieses Ich, Ich, hinauf, hinauf, hinauf. Was ist da schief gelaufen? Hat Gott ihn so geschaffen?
[35:49] Die Bibel sagt in Hesekiel 28: „Stimme du einen Klagelehrer über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott der Herr: Oh, du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit. In Eden, im Garten Gottes warst du, mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt, mit Sardis, Topas, Diamanten, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir am Tag deiner Erschaffung, waren sie bereitet. Und dann heißt es: Du warst ein gesalbter, schützender, was ist das nächste Wort? Cherub.“
[36:27] Und jetzt wissen Sie auch, warum ich gesagt habe, dass es von Satan spricht, denn der buchstäbliche König von Tyrus war niemals im Garten von Eden und schon gar nicht war er ein schützender Cherub. Das Wort Cherub steht für eine Sorte von Engeln. Und wir können feststellen, dass in der ganzen Bibel Satan nicht ein einziges Mal beschrieben wird, wie er buchstäblich aussieht. Ist Ihnen das mal aufgefallen? Vielleicht haben Sie die Bibel schon mal durchgelesen. Sie können die Bibel durchlesen von 1. Mose 1 zur Offenbarung 22. Sie finden nicht eine einzige Beschreibung, wie Satan buchstäblich aussieht. Aber immer versteckt er sich. Hinter wem versteckt er sich? Hinter der Schlange, nicht wahr? Hinter dem König von Babylon, dem König von Tyrus, hinter dem Symbol eines Drachen. Er ist immer ein wenig versteckt und man erkennt ihn nicht an seiner äußeren Gestalt, sondern an den Prinzipien, an denen er wirkt.
[37:18] Aber die Bibel sagt, dieser Engel war einmal was? Vollendet, weise, schönheitlich. Jetzt, was ist ein Siegel? Wenn es heißt: „Du Siegel der Vollendung.“ Wo tut man ein Siegel drauf? Das ist ein Kennzeichen, ja? Aber ein Brief, wann tut man ein Siegel auf einen Brief drauf? Wenn er fertig ist, nicht wahr? Niemand tut ein Siegel auf etwas, was halbfertig ist. Mit anderen Worten, Gott sagt: „Ich habe alles getan für dich, was überhaupt nur möglich war. Du warst der Schönste und der Weiseste und der Klügste. Du warst das Siegel der Vollendung.“ Man hat fast den Eindruck, als möchte Gott sagen: „Weißt du was, ich hätte auch selbst irgendwie nicht noch einen besseren Engel schaffen können.“ Das Siegel der Vollendung.
[38:13] Und übrigens, haben Sie es bemerkt? Da liest man leicht drüber. Was steht hier? „Stimme ein Klagelied an.“ Wenn man ein Klagelied singt, wann singt man ein Klagelied? Wenn man traurig ist, nicht wahr? Wenn Gott sagt: „Ich habe dich erschaffen, dann spricht hier Gott, oder?“ Das spricht nicht Hesekiel. Hesekiel sagt nur die Worte, die Gott ihm aufgetragen hat. Stellen Sie sich das vor, wenn Gott im Himmel über den Fall des Luzifers nachdenkt, dann gibt er nicht einfach einen Bericht und sagt: „Übrigens, das ist passiert vor so und so vielen tausend Jahren. Hier sind die Fakten. Das, das, das. Hier haben wir das Protokoll. So und so habe ich mit ihm gesprochen. Das hat er gesagt. Das hat er nicht haben wollen. Ich war deswegen aus dem Himmel entlassen.“ Wenn Gott über den Fall Luzifers nachdenkt, dann singt er ein Trauerlied, ein Klagelied. Welchen Eindruck bekommen Sie da von Gott? Stellen Sie sich vor, Gott sitzt im Himmel und er ist nicht nur traurig, er drückt seine Traurigkeit in einem Lied aus. Was sagt uns das? Das Gefühl. Gott ist nicht einfach nur ein kalter, objektiver Gott, der einfach nach Gerechtigkeit, einfach nach Fakten entscheidet. Gott liebt seine Geschöpfe. Und wenn seine Geschöpfe gegen ihn rebellieren, dann bricht es ihm das Herz so sehr, dass er singen muss, und zwar ein Klagelied. Ich würde gerne das hören. Bin gespannt, ob wir im Himmel das einmal hören werden, wie dieses Klagelied singt.
[39:41] Und dann heißt es: „Er war ein gesalbter, schützender Cherub.“ Und das ist ein wichtiges, wichtiges Wort. Wir werden am Dienstag einen ganz, ganz wichtigen Vortrag haben. Der wird heißen: „Das zählt.“ Da werden wir, das wird jetzt andeutend, noch ein bisschen weiter vertiefen. Nur so viel: Im alten Israel gab es ein Zelt, und in diesem Zelt befand sich, was man nannte, die Bundeslade. Haben Sie vielleicht schon davon gehört. Und an dieser Bundeslade gab es zwei Engel, zwei Cherubim, die an dieser Bundeslade standen, so wie das hier auch sehen können. Und diese beiden Cherubim nannte man die gesalbten, die schützenden Cherubim.
[40:21] Nun, diese Bundeslade und diese Cherubim waren aus Gold gemacht. Aber dieses Zelt war im Prinzip so was wie ein Modell. Kennen Sie eine Modelleisenbahn? Schon eine Modelleisenbahn gesehen? Aus welchem Stoff sind die Bäume auf der Modelleisenbahn? Aus Plastik, nicht wahr? Oder aus Pappmaché. Jetzt, wofür stehen diese Plastik- oder Pappmaché-Bäume? Wofür stehen die? Für echte Bäume. Sind die echten Bäume aus Pappmaché? Nein, die sind aus Baum, nicht wahr? Genauso sind auch die Engel dort, die aus Gold gemacht waren, als ein Modell von dem, was sich im Himmel befindet. Nur ein Modell, denn im Himmel gibt es keine goldenen Engel, im Himmel gibt es richtige Engel.
[40:57] Und ich würde sagen, so wie dort an dieser Bundeslade zwei Engel standen, die, wie es heißt, das können wir gemeinsam lesen hier. Hier ist das Bild schöner zu sehen, die Bundeslade aus Gold und da waren zwei Engel. Und schauen Sie, wohin schauen die beiden Engel? Können Sie es sehen? Schauen sie voneinander weg oder zueinander? Sie schauen zueinander. Und wenn man es genauer hinschauen würde, könnte man sehen, dass sie sich nicht von Angesicht zu Angesicht schauen, sondern dass sie beide nach unten schauen in das, was sich in der Bundeslade befand. Die Bundeslade übrigens war ein Symbol für den Thron Gottes. Und im Thron Gottes befand sie etwas Interessantes, nämlich die Zehn Gebote. Mit anderen Worten, dieser Luzifer, dieser Engel, dieser Cherub, dort war offensichtlich ein Engel, der direkt am Thron Gottes stand und dessen Augen gerichtet waren auf das Gesetz. Wohin hat er angekämpft? Gegen das Gesetz. Derjenige, der den Kampf gegen das Gesetz begonnen hatte, kannte das Gesetz wie kein anderer. Tag und Nacht hat er im himmlischen Heiligtum auf dieses Gesetz geschaut. Er war ein schirmender, schützender Cherub. Und das ist eine erstaunliche Tatsache.
[42:27] Die Frage ist nun, wenn Gott ihn geschaffen hat als einen Engel, als den schönsten Engel, den weisesten Engel, warum? Und alles in der Welt hat angefangen gegen das Gesetz zu kämpfen, das doch nur Liebe ausdrückt. Was ist da passiert? Gibt es einen Grund dafür?
[42:47] Frage: Als er dort stand und auf das Gesetz hinabschaute, hatte er die Option, woanders hinzuschauen? Ja oder nein? Warum hat Gott ihn nicht mit einer Genickstarre geschaffen, so mit zwei Ketten, die ihn zwingen, nach unten zu schauen? Jetzt stellen Sie sich vor, ich würde Sie an jeden Stuhl ankette. Wie glücklich könnte ich mich schätzen, dass Sie am Ende des Vortrags alle noch da sind. Warum kette ich Sie nicht an bei diesem Vortrag? Weil ich hoffe, dass Sie freiwillig hierbleiben, oder? Denn nur, wenn Sie freiwillig hierbleiben, habe ich das Gefühl, es hat Ihnen wenigstens ein bisschen was gebracht und Sie hatten ein Interesse daran. Wenn ich Sie ankette und Sie bleiben hier, kann ich mich rühmen. Ja, es waren so viele Leute da, sind alle geblieben bis zum Schluss. Muss wohl sehr spannend gewesen sein. Aber tief im Hinterkopf weiß ich, wenn ich zu einer Frau, wenn Sie zu einer Frau gehen, auf einer einsamen Insel, in Mikronesien oder Makronesien oder Polynesien, irgendwo umgeben von der Weite des Ozeans und auf dieser Insel befindet sich nichts weiter als ein paar Kokosnüsse und ein paar Affen auf der Kokosnusspalme. Und Sie sagen zu dieser Frau: „Du bist die schönste Frau auf dem ganzen, die ich jemals gesehen habe und die ich jemals sehen werde.“ Was wird die Frau sagen?
[44:21] Wie sehr kann sich der Diktator von Nordkorea rühmen, dass sein Volk ihn liebt? Er kriegt 99,99 Prozent aller Stimmen. Sehen Sie, Gott, wenn er Liebe ist, dann lebt er auch von Liebe. Jemand, der die Liebe ist, möchte auch die Liebe erfahren von anderen. Es wäre gegen sein Wesen, gegen seine Natur, gegen seinen Charakter, andere zu zwingen, denn Liebe kann nur auf dem fruchtbaren Boden der Freiheit entstehen. Und so hat er den Luzifer geschaffen als Engel und hat ihm gesagt: „Schau auf dein Gesetz.“ Aber er hat ihn mit der Möglichkeit geschaffen, seinen Hals zu bewegen, sozusagen im übertragenen Sinne.
[45:14] Nun, dort in diesem Gesetz, dort in dieser Bundeslade sollten die Angesichter Cherubim hinaufschauen und es sollte das Zeugnis in der Bundeslade sein. Und dann heißt es: „Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.“ Wir haben schon darüber gesprochen. Was ist Sünde? Die Bibel definiert: „Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“ Der, der auf das Gesetz geschaut hat, hat angefangen, sich vom Gesetz wegzubewegen. Warum? Was um alles in der Welt ist da passiert?
[45:56] Und übrigens, warten wir ganz kurz, bis das Handy aus ist. Die Bibel sagt, dass Sünde eine enorme Konsequenz hat. Es heißt in Jesaja 59, Vers 2: „Sondern eure Missetaten, was ist das nächste Wort, trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört.“ In dem Moment, wo ich das Gesetz Gottes übertrete, bin ich getrennt von ihm. Mit anderen Worten, ich habe keine Verbindung mehr zu Gott. Und das ist eine wirklich enorme Konsequenz, denn Jesus sagt schon, dass in ihm das Leben ist. Er sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Jetzt, wenn ich mich von Gott trenne, von Jesus trenne, der die Liebe ist, der Weg, die Wahrheit und das Leben, wovon trenne ich mich dann? Ich trenne mich vom Leben. Und wenn ich mich vom Leben trenne, welche Konsequenz hat das für mich? Wenn ich mich vom Leben trenne? Tod. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod. Es ist die natürliche Folge. Nicht, weil Tod die Strafe ist, die Gott sich ausgedacht hat für die Betretung des Gesetzes, sondern weil Tod die natürliche Folge ist, wenn ich mich vom Leben trenne. Und wie kann ich beim Leben bleiben? Indem ich mich auf Gott konzentriere. Indem ich auf sein Wort, auf sein Gesetz schaue. Denn Gott ist Liebe. Er ist das Leben.
[47:40] Nun, was ist passiert? Die Bibel macht das ganz deutlich und sehr einfach. Sie sagt: „Dein Herz hat sich überhoben.“ Was war die Agenda? Die Agenda war: Ich. Ich, ich, ich. Hinauf, hinauf, hinauf. Als dieser Luzifer auf das Gesetz schaute, muss es einen Moment gegeben haben, wo er anfing, wegzuschauen von den Geboten Gottes auf sich selbst und sich überlegt hat: „Mensch, warum immer auf die Gebote schauen? Warum immer auf Gottes Gesetze schauen? Ich bin doch selbst so schön. Ich bin doch selbst so vollkommen. Ich bin doch selbst so gut. Lass mich mal mehr über mich selbst nachdenken.“ Und vielleicht ist das etwas, was Sie auch von sich selbst kennen. Sie sagen: „Ja, die Bibel, gut und schön. Aber warum immer sich mit der Bibel beschäftigen? Warum sich mal mit dem Glauben beschäftigen? Wir müssen auf uns selbst achten. Wir müssen auf uns selbst konzentrieren. Ich muss mich erst mal selbst lieben.“ Nicht wahr?
[48:42] Nun, nichts gegen Selbstachtung und gegen Selbstwertgefühl. Aber in dem Moment, als mit seinem Kopf sozusagen, im übertragenen Sinne, Luzifer anfing, sich von dem Gesetz zu trennen und sich zu überheben, in dem Moment, sagt die Bibel, war Sünde gefunden in ihm. Und dann heißt es hier, interessanterweise: „Durch deine vielen, was? Was steht hier? Handelsgeschäfte.“ Jetzt, woran denken Sie bei Handelsgeschäften? Handelsgeschäfte, woran denken Sie? Wirtschaft, nicht wahr? Man denkt an Handeltreiben, nicht wahr? Da hat man ein Geschäft.
[49:19] Jetzt hat der Satan im Himmel angefangen, Handel zu treiben, ein Geschäft zu machen. Hat er angefangen, was zu verkaufen? Hat er eine Würstchenbude aufgemacht und einfach jetzt mit Würstchen gehandelt? Oder mit Währungen? Oder mit was auch immer? Souvenirs?
[49:45] Hast du mal den Satz gehört: „Das kaufe ich dir nicht ab?“ Wenn ich ihm erzähle, gestern ist ein Wal gestrandet im Neckar. Was würden Sie sagen? „Kaufe ich dir nicht ab“, nicht wahr? Warum? Weil das ziemlich unwahrscheinlich ist, oder? Wenn ich aber Ihnen sage, der Neckar hat sich in den letzten zehn Jahren um drei Prozent verschmutzt. Was würden Sie sagen? Warum? Weil das, was ich gesagt habe, so viel näher an der wahrscheinlichen Wahrheit liegt. Glauben Sie, der Luzifer hat seine Rebellion begonnen, wenn er gesagt hat: „Übrigens, wer möchte noch alles aus dem Himmel ausgestoßen werden? Wer möchte eine Rebellion starten? Wer möchte irgendwie dazu führen, dass viele Milliarden Menschen umkommen?“ Ich glaube, niemand hat sich gemeldet, oder? Niemand wäre darauf reingefallen. Luzifer begann seine Handelsgeschäfte, denn wenn ich Handel treibe, brauche ich jemanden, mit dem ich Handel treibe, richtig? Ich brauche jemanden, der es mir abkauft. Und so gab es Menschen, nicht Menschen, Personen, die es ihm abgekauft haben.
[51:04] Die Bibel sagt, er zog den dritten Teil der Sterne. Und Sterne stehen für Engel. Den dritten Teil aller Engel mit sich. Jetzt, ich weiß nicht, ob Sie verstehen, was das bedeutet. Nehmen wir an, wir alle sind Engel. Was würde das bedeuten? Eins, zwei, verloren. Eins, zwei, verloren. Eins, zwei, verloren. Eins, zwei, verloren. Eins, zwei, verloren. Und wir können immer so weitermachen. Jeder dritte Engel wurde aus dem Himmel ausgestoßen. Das heißt, jeder dritte Engel hat diese Idee, dieses Krebsgeschwür des Satan aufgegriffen.
[51:44] Frage: Was war der Zustand der Engel, bevor sie das aufgegriffen haben? Vollkommen sündlos. Die haben noch nie was von einer Sünde gehört. Und wenn das so ist und jeder dritte sündlose Engel auf diese Sache reingefallen ist, dann möchte ich Sie herausfordern: Wie wahrscheinlich ist es dann, dass wir, die wir schon so viele Fehler in unserem Leben gemacht haben, die wir so viel schwächer sind, so viel, sagen wir mal, unklüger, als die Engel im Himmel, dass wir auf die Ideen Satans dann doch immer mal wieder hereinfallen. Dieses Thema ist kein Thema, wo ich sage: „Ah, jetzt habe ich verstanden, was Satan, was er so tut, und jetzt weiß ich, und jetzt kann ich mich davor wappnen.“ Dieses Thema ist ein wichtiges Thema, denn es zeigt uns, auf welch dünnem Eis wir uns bewegen, wenn wir glauben: „Naja, mir kann das nichts anhaben.“
[52:48] Frage: Kann der Satan Ihnen was anhaben? Ist er clever genug, um Sie zu verführen? Oder schließen wir das kategorisch aus? Ja, mich auf keinen Fall. Und dann sagt es hier, dass der Schwanz den dritten Teil mitgezogen hat. Warum der Schwanz und nicht die Krallen oder die Zähne oder was auch immer? Warum der Schwanz?
[53:05] Die Bibel sagt, dass der Schwanz ein besonderes Symbol hat. Das finden wir hier: „Das Geheimnis der sieben Sterne, die du meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind sieben Engel.“ Genau. „Der Älteste und Angesehen ist das Haupt und der Prophet, der was lehrt? Der Lügen lehrt.“ Was ist der Schwanz also? Lügner. Gibt es einen Unterschied zwischen Lügnern und Lügen-Propheten? Was ist der Unterschied zwischen einem Lügner und einem Lügen-Propheten? Das könnte auch ein Lügner sein. Ich könnte auch ein Lügner sein und sagen: „Gott existiert nicht.“ Bin ja auch ein Lügner. Sage ich etwas Falsches über Gott. Was ist das Wesentliche an einem Propheten? Ein Prophet sagt: „So spricht der Herr.“ Ein Prophet ist sozusagen das Mundstück für Gott, richtig? Ein Lügner sagt so und so, und es ist falsch. Ein Lügen-Prophet sagt: „Das ist die Meinung Gottes“, und er lügt immer noch. Ein Lügen-Prophet lügt, aber behauptet, dass das, was er sagt, im Einklang ist mit dem Willen Gottes.
[54:23] Und was hat also ein Drittel aller Engel zu Fall gebracht? Es war eine Theorie, von der gesagt worden ist, dass sie im Wesentlichen sogar mit Gott übereinstimmt. Und wenn wir nicht verstehen, worum es wirklich geht in diesem Krieg, dann werden wir den gleichen Fehler machen. Übrigens, aus welchem Grund haben die Engel wahrscheinlich diesem Luzifer geglaubt? Viele der Engel. Warum?
[54:55] Nehmen wir an, der Luzifer im himmlischen Königreich ruft eine große Vortragsserie ein mit dem Titel: „Neuigkeiten, neue Erkenntnisse über das Gesetz Gottes, vorgetragen von Luzifer.“ Warum würden wahrscheinlich viele Engel zu dieser Veranstaltung kommen? Ist ein bisschen fiktiv, aber nur um das zu verdeutlichen. Er ist nicht der Erzengel. Aus freiem Willen, okay. Aber warum würden die freiwillig gerne kommen, wenn jemand wie Luzifer über das Gesetz Gottes redet und sagt: „Das ist neues Erkenntnis über das Gesetz.“ Weil er der Experte ist. Weil er der ist, von dem man meinen könnte, dass er am besten Bescheid weiß. Er ist ja da gewesen. Er hat doch Tag und Nacht drauf geschaut. Er ist doch der schirmende, schützende Cherub. Er kennt es doch. Wenn jemand das besser kennen sollte, wer dann sonst als er?
[55:58] Meine sehr verehrten Damen und Herren, hier ist eine sehr, sehr wichtige, praktische Lektion, die wir lernen wollen. Wir können uns in den entscheidenden Fragen unseres Glaubens nicht von Experten abhängig machen. Ein Drittel aller ungefallenen Engel hat das teuer bezahlt, weil sie nicht zu Gott selbst gegangen sind, sondern gesagt haben: „Naja, wenn das Luzifer sagt, das ist der größte Experte, den es gibt, wen sollen wir sonst noch fragen? Das reicht uns.“ Nun, wir freuen uns über Experten, oder? Aber zwei Drittel der Engel sind gerettet gewesen, weil sie zu Gott gegangen sind, weil sie ihn selbst gefragt haben.
[56:36] Als Luzifer anfing zu sagen: „Ja, das Gesetz Gottes ist zwar schön und gut, aber wir brauchen es nicht unbedingt. Wir sind ja selber gut, nicht wahr? Wir sind selber so schön. Wir sind selber so. Wir brauchen ein bisschen mehr, mehr Anerkennung im Reich Gottes. Wir müssen uns ein bisschen mehr erhöhen, nicht wahr? Der Gott, der lässt uns so weit unten. Wir wollen uns erhöhen, nicht wahr?“
[56:57] Und hier kommen wir zur letzten Frage des Abends: Warum wurde der Satan nicht gleich vernichtet? Hast du dich mal die Frage gestellt? Warum hat Gott nicht einfach den Satan genommen, die Ecke, nicht wahr? Hinter den Vorhang, dass keiner es sieht und dann erschossen. Schnell das aus dem Weg geräumt. Warum nicht?
[57:18] Freie Welle, Angst? Ja. Wenn heute jemand aufsteht hier und sagt: „Christopher Kramp ist ein Menschenmörder. Ich habe Beweise dafür, dass er das nicht ist.“ Und ich sage jetzt der Person, die steht vielleicht irgendwo auf hier und spricht in den Livestream, vielleicht sogar noch mal. Und ich sage dann: „Person XY, bitte verlassen Sie sofort, ohne weitere Umschweife, den Raum. Gehen Sie. Raus mit Ihnen.“ Was würden Sie denken? Zumindest würden Sie denken, das wäre doch kein Beweis dafür, dass er recht hat. Aber zumindest würden Sie anfangen, ein bisschen noch mal darüber nachzudenken und zu denken: „Ja, also, das sollten wir genauer anschauen, oder?“ Der Zweifel wäre da.
[58:26] Schauen Sie, Sünde ist nicht einfach eine Person, obwohl Sünde in der Person begann. Sünde ist ein Gedanke. Gehen wir zurück zu einer Idee mit Hitler. Wäre Hitler 1933 bei seiner Machtergreifung erschossen worden, wäre er mehrmals mit Attentaten konfrontiert gewesen, nicht wahr? Hätte das den Nationalsozialismus ausgerottet? Denn der Kampf beginnt noch mit einer Person, aber der Kampf wie eine Krebszelle geht weiter, und zwar über Gedanken. Und Gedanken kann man nicht einfach auslöschen, indem man Personen auslöscht, richtig? Und das haben alle totalitären Regime bisher erlebt. Man kann noch so viele Menschen auslöschen und sie töten. Die Gedanken leben irgendwie doch weiter. Und das ist das Problem, mit dem Gott sich konfrontiert sieht. Er stellt fest, das Sündenproblem ist ein Gedanke. Und er kann das Sündenproblem erst lösen, wenn dieser Gedanke sich aufgelöst hat.
[59:29] Interessante Gedanke, oder? Der ganze Plan Gottes seit dem Sündenfall, wir werden im nächsten Vortrag mehr darüber erfahren, hängt damit zusammen, dass Gott irgendwann an den Punkt kommen möchte, dass das Sündendenken, die Polemia, sich auflöst. Nicht einfach nur die Person.
[59:49] Und hier kommt die Antwort von Jesus auf die Frage: „Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammen, äh, lehnen? Willst du, dass wir es rausreißen, dass wir das Unkraut, das der Feind gesät hat, dass wir es rausreißen, die Dornen und die Disteln?“ Und Jesus sagt: „Nein, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne. Den Weizen aber sammelt in meine Scheune.“
[1:00:18] Im Griechischen steht hier für das Wort Unkraut Lolli oder Afterweizen, eine Art Unkraut, die so nah am Original ist, dass man den Unterschied kaum erkennen kann. Erst wenn es sich zur reifen Frucht entwickelt, sieht man deutlich, was echter Weizen ist und was unechter Weizen ist. Und Gott hätte keinen Gefallen gehabt, wenn die Engel dort dagestanden hätten und gesagt hätten: „Ja, Gott, wir lieben dich. Ja, wir haben völlige Liebe für dich und wir werden niemals zweifeln.“ Gott wollte nicht, dass die Menschen, dass die Engel ihn lieben aus Zwang. Gott möchte auch nicht, dass wir ihn aus Zwang lieben. Er möchte uns zeigen, wohin diese beiden Systeme führen.
[1:01:08] Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Der allererste und primäre Grund, warum Jesus in die Welt kam, war noch nicht einmal, um Menschen zu retten oder dies und jenes zu tun oder ein großer Soziallehrer zu sein oder viele andere Dinge anzustoßen. Der erste und primäre Grund, warum Jesus auf die Welt kam, war, um das Werk, um die Gedankenwelt Satans zu zerstören, um einen Gegenbeweis zu liefern, dass Gott gerecht und gnädig ist. Denn dieser Kampf fand auf der Erde nochmal statt. Diesmal nicht im himmlischen Universum, nicht im Garten Eden, umgeben von tausenden von Engeln, sondern in der staubigen und trockenen Wüste von Judäa.
[1:01:46] Das heißt hier, als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: „Wenn du Gottes Sohn bist, was ist das für ein Gedanke?“ Zweifel. „So sprich, dass diese Steine Brot werden.“ Er beantwortet und sprach: „Es steht geschrieben.“
[1:02:07] In diesem geistlichen Kampf, wo Zweifel am Wort Gottes auf der einen Seite kämpft, da gibt es nur eine wirksame Waffe auf der anderen Seite, und das ist ein bedingungsloses Festhalten an dem Wort Gottes. Ein freiwilliges Schauen auf das Gesetz, ein freiwilliges Schauen auf das Wort Gottes, ein Festhalten im Glauben. „Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“
[1:02:35] Darauf nimmt ihn der Teufel mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu ihm: „Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab, denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinen Wegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt.“ „Wenn du Gottes Sohn bist.“ Und diesmal zitiert er sogar die Bibel, nicht wahr? Denn Satan, haben wir gesehen, ist ein Meister darin, so wahrheitsgetreu wie nur irgendwie möglich zu erscheinen. Aber es ist trotzdem ein Krebsgeschwür. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn etwas christlich daherkommt, wenn etwas biblisch daherkommt, sondern das Einzige, die einzige Sicherheit, die wir haben, ist, wenn wir so wie Jesus uns völlig uneingeschränkt auf das Wort Gottes berufen.
[1:03:18] Da sprach Jesus zu ihm: „Wiederum steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Jesus hat gesagt: „Deine Interpretation des Bibeltextes kann nicht stimmen, denn es gibt einen anderen Text, der etwas anderes sagt.“ Da sprach Jesus zu ihm: „Wiederum steht geschrieben.“
[1:03:32] Ein drittes Mal hat der Teufel es noch versucht. Er nimmt ihn auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und spricht zu ihm: „Dieses alles will...“
[1:03:42] ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Und was hat Jesus gesagt? Ein drittes Mal antwortet er mit dieser einfachen Waffe: „Es steht geschrieben.“ Und wissen Sie, was die Bibel sagt? Das finde ich sehr interessant, denn alles, was in der Welt ist. Was bedeutet alles? Ohne Ausnahme, nicht wahr? Alles, was in der Welt ist. Jetzt werden diese Dinge aufgezählt, die in der Welt sind: die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens sind nicht von dem Vater, sondern von der Welt.
[1:04:10] Und wenn wir die drei Versuchungen Jesu anschauen, können wir feststellen, dass Satan genau diese drei Dinge versucht hat, ihm anzudrehen. Die Fleischeslust, als er gesagt hat: „Nimm diese Steine und mach sie zu Brot“, nicht wahr? Du hast Hunger, 40 Tage nicht gegessen. Der Hochmut des Lebens, als er gesagt hat: „Stürz dich hinab, Gott wird dich auffangen, sei so mutig und tu das einfach.“ Hochmut des Lebens und Augenlust, als er all die Königreiche der Welt sah. Und es sah schön aus, es sah gut aus. Und er war versucht, das anzunehmen. Und in allen Versuchungen, die es gibt in der Welt, nämlich Fleischeslust, Augenlust und Hochmut des Lebens, konnte Jesus überwinden. Wie? Was war sein Geheimrezept? „Es steht geschrieben.“
[1:04:57] Frage: Können Sie das auch sagen? Können Sie diese Worte auch sagen? Was wäre gewesen, wenn Jesus gesagt hätte: „Satan, du weißt, ich bin der Sohn Gottes, wir haben im Himmel schon gekämpft, ich habe dich im Himmel schon aus dem Himmel geschmissen, du weißt es ganz genau, hör auf, mich zu ärgern.“ Dann hätten wir gesagt: „Wow, was für einen tollen Jesus wir haben“, nicht wahr? Aber das können wir nicht. Aber Jesus hat nicht gesagt, dass was ein Recht gewesen wäre, mit einem Lichtstrahl den Satan in Asche zu verbrennen. Das hätte er ja machen können, er war ja Gott. Aber er hat sich ja erniedrigt. Er kam in den Staub der Wüste Juda, um die Versuchung zu ertragen und zu sagen: „Es steht geschrieben“, um Ihnen und mir einen Weg zu zeigen, wie wir in diesem Krieg Sieger sein können.
[1:05:44] Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. Durch sein Leben hat Jesus gezeigt, dass es möglich ist, Sieger zu sein. Wir lesen in Johannes 8, Vers 44, als Jesus zu den Pharisäern sagt: „Ihr habt den Teufel zum Vater und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun.“ Jetzt achten wir auf die nächsten Worte: „Der war ein was? Ein Menschenmörder von Anfang an.“ Das heißt, von dem ersten Moment an. Jetzt achten wir darauf, von dem ersten Moment an, als er angefangen hat, wegzuschauen von dem Gesetz, auf sich selbst, sagt Jesus, habe ich gesehen, als Gott im Himmel. Und Gott, der Vater hat es auch gesehen. Wir haben bereits gesehen in ihm, er würde Menschen umbringen. Glauben Sie, das hätten die Engel geglaubt, hätte Jesus jetzt gesagt: „Übrigens, haltet euch von Satan, von Luzifer fern, er ist ein Menschenmörder.“ Hätten das die Engel geglaubt? Aber Jesus hatte es vorher gesehen und hier am Kreuz offenbart sich der ganze Hass Satans und die ganze Liebe Jesu.
[1:06:48] Denn Wahrheit ist nicht in ihm. Und dann heißt es: „Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr daran wohnt.“ Wie ihr denen, die auf der Erde wohnen, auf dem Meer. „Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.“ Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgt er die Frau. Was ist nun mal die Frau? Die Frau steht für die Gemeinde. Er verfolgt die Gemeinde, die offensichtlich den Glauben Jesu weitertragen möchte. Das heißt, der Kampf, der im Himmel stattfand, ist auch ein Kampf, ein Krieg, der sich gegen uns richtet.
[1:07:33] Denn es heißt hier: „Der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Und jetzt schließen wir den Bogen heute Abend. Wer hat schon einmal heute gegen diejenigen gekämpft, die die Gebote Gottes befolgen und den Glauben Jesu haben? Der Kirchenstaat im Mittelalter, der sich wie ausgab, als christlich, um in Wirklichkeit gegen Gott Krieg zu führen.
[1:07:57] Und genau in diesem Sinne arbeitet Satan. Aber Satan arbeitet in den allerseltensten Fällen mit offener Konfrontation. Er arbeitet verdeckt, infiltrierend. Und es gibt nur eine Möglichkeit, ihn zu erkennen: Wenn man die Prinzipien erkennt, die beiden Prinzipien, die Selbsterhöhung und die Selbsterniedrigung. Diese beiden Prinzipien zu erkennen, bedeutet den Unterschied zu erkennen und eine kluge und entscheidende Wahl zu treffen. Denn wir können überwinden. Die Bibel sagt: „Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.“
[1:08:40] Und hier ist eine wunderbare Verheißung. Vielleicht sagen Sie: „Ich weiß nicht, ob das möglich ist, zu überwinden.“ Hier steht in Offenbarung 3, Vers 21: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe.“ Hat Jesus überwunden? Wie hat er überwunden? „Es steht geschrieben.“ Wie oft hat er überwunden? Dreimal. Gegen welche Versuchung? Augenlust, Fleischeslust und Hochmut.
[1:09:04] Und diese drei Dinge konstituieren alles, was in der Welt ist. Das heißt, egal welche Versuchung wir haben, ich weiß nicht mehr, welche Versuchung Sie kämpfen, wie der Satan Sie angreift. Aber egal, ob es um das Fleisch geht, um unsere Augen geht oder um unseren Stolz geht. Egal, was es ist, es kann ein „Es steht geschrieben“ sein, das uns rettet, im Glauben an Jesus. In diesem kosmischen Krieg, der sich auch in unserem Leben erfüllt, in unserer Familie, in unseren Kirchen, in unseren Nachbarschaften, da müssen wir die gleiche Waffe anwenden, die Jesus angewendet hat.
[1:09:45] Und was ich so toll finde, in Lukas 4 steht, dass da, als der Satan seine Versuchung vollendet hatte, als er alles getan hat, was er hatte, als er keinen Ass im Ärmel mehr hatte, da ist er geflohen für eine Zeit lang. Und Jakobus sagt uns: „So unterwerft euch nun Gott, widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“ Können Sie sich vorstellen, dass der Satan Sie versucht, angreift und er rückt an und er kommt in Ihre Nähe und er merkt: „Meine Güte, Hilfe, diese Person ist verschmolzen mit der Bibel. Sie redet nur: ‚Es steht geschrieben.‘ Da habe ich keine Chance, ich muss fliehen.“
[1:10:22] Ich habe meistens den Eindruck, in meinem Leben, so sehr flieht der Satan nicht von mir, oder? Oftmals habe ich den Eindruck, dass wir in unserem Leben ihn zu oft sogar einladen. Nicht nur, dass wir da stehen und er kommt, sondern wir gehen fast zu seinem Territorium und sagen: „Satan, bitte, bitte komm noch zu mir“, nicht wahr? Aber die Bibel sagt, wenn wir überwinden, wie Jesus überwunden hat, dann wird er von uns fliehen.
[1:10:48] Ich möchte schließen heute Abend mit einer Geschichte, einer kurzen Geschichte. Eine Geschichte wird erzählt von einem Soldaten im Vietnamkrieg. Er war Christ und er liebte seine Bibel. Jetzt, Soldaten sind nicht dafür bekannt, dass sie die Bibel lesen, oder? Zumindest nicht alle. In der US-Armee, in seiner Einheit, einer der großen, taffen Einheiten, da gab es viele starke Männer. Viele von ihnen waren sogar Verbrecher in ihrer ehemaligen Zeit gewesen. Also wirklich raue Jungs sozusagen. Und dieser Christ in seinem Bataillon, er las jeden Tag die Bibel und den anderen hat das nicht gefallen. Sie haben ihn gehasst, sie haben ihn ausgelacht, sie haben ihn verspottet. Irgendwann haben sie ihn getreten, angespuckt.
[1:11:35] Eines Tages haben sie gesagt: „Wenn du nicht aufhörst, in dieser Bibel zu lesen, dann werden wir folgendes tun: Wenn wir in der Schlacht sind, dann werden wir dir in den Rücken schießen.“ Dieser junge Mann hat weiter in der Bibel gelesen, jeden Tag. Denn für ihn war es überlebenswichtig, das Wort Gottes im Leben zu haben. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Für mich ist es auch überlebenswichtig, das Wort Gottes in meinem Leben zu haben. Dieser junge Mann las jeden Tag.
[1:11:59] Der Tag der Schlacht kam, sie wurden nach Vietnam verschifft, kamen dann in den Dschungel dort in Vietnam und es kam zur Schlacht irgendwo im Urwald. Auf der einen Seite die Amerikaner, die haben geschossen mit den Maschinengewehren, auf der anderen Seite die Vietnamesen. Und während sie so schossen, passiert es, dass unser junger Freund getroffen wird. Aber nicht nur getroffen wird, sondern durch die Druckwelle meterweise in den Busch, in den Dschungel hineingeschleudert wird. Selbst die Kameraden waren erschrocken, haben geguckt, was passiert. Einige Minuten später, das Gefecht vorbei, die Kameraden suchen nach ihm. Und es gab nur eine Möglichkeit: Dieser Mann ist tot. Er war meterweise durch die Druckwelle zurückgeschleudert worden.
[1:12:51] Und da lag er irgendwo. Und sie sahen, wie er lag. Und als sie zu ihm kamen, da stand er schon wieder fast. Und wie die Geschichten so gehen, er zog aus seiner Uniform ein Buch. Was für ein Buch ist das wohl gewesen? Er hatte seine Bibel genau hier unter der Uniform am Herzen getragen. Aber jetzt halten Sie fest. Die Soldaten wollten wissen, wo genau ist die Kugel. Denn offensichtlich muss die Kugel hineingegangen sein in die Bibel. Und sie suchten die Kugel. Und raten Sie, in welchem Buch die war? Die Kugel befand sich in Psalm 91. In Psalm 91. Und die Kugel war exakt in Psalm 91, Vers 7: „Ob tausend Pfeilen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es dich doch nicht treffen.“
[1:13:57] Meine Damen und Herren, heute Abend möchte ich Ihnen was vorschlagen. Wir sind alle in einem Krieg. Und wir kämpfen mit einem Feind, der schärfer schießt und stärker schießt, als alle Vietnamesen auf dieser Welt, nämlich Satan und seine Armee. Und ja, manchmal haut es uns um. Manchmal haut es uns von den Socken. Manchmal liegen wir im Gras. Aber wenn wir ein „Es steht so geschrieben“ in unserem Herzen haben, dann kann der Satan schießen aus allen Kanonenrohren, wie er nur möchte. Er kann mit allen Prinzipien und Ideen und Versuchungen uns versuchen. Es wird ihm nicht gelingen, uns zu überwinden.
[1:14:46] Meine Frage heute Abend ist ja einfach: Für welche Seite werden Sie sich entscheiden? Werden Sie das Wort Gottes zur Hand nehmen und sagen: „Ja, ich möchte es in meinem Herzen haben. Ich möchte in diesem Krieg, der sich nicht nur in der Geschichte entfaltet hat, wie wir gesehen haben im Mittelalter, wo sich das deutlich entfaltet hat, sondern ein Krieg, der weit hinausgeht vor die Anfänge der Menschheit im Universum, einem kosmischen galaktischen Krieg, der aber ganz real in meinem Herzen tobt.“ In diesem Krieg möchte ich auf der richtigen Seite sein. Ich möchte auf der Seite Jesu sein. Ja, vertrau auf Jesus ganz allein. Für welche Seite wollen Sie sich entscheiden?
[1:15:22] Der Kampf tobt. Wahrscheinlich haben Sie heute Abend gemerkt: „Mensch, in meinem Leben gibt es Dinge, da sehe ich, wie der Kampf tobt“, oder? Ich, du, Gott vertrauen, Gott nicht vertrauen. Aber wir können überwinden, wenn wir dieses Wort weiter studieren. Wir werden in den nächsten Abenden noch mehr darüber erfahren und studieren. Wir wollen heute uns diese Frage stellen. Wir haben gesehen, es gibt genau wie viele Parteien? Zwei. Und da gibt es keinen Mittelgrund, da gibt es keine dritte Partei, wo man erstmal so neutral stehen kann und sagen kann: „Naja, ich schaue mal, was passiert.“ Wir müssen uns entscheiden, auf welcher Seite wollen wir stehen.
[1:15:54] Und wenn Sie sagen: „Ja, ich möchte auf der Seite Jesu stehen mit seiner Hilfe und ich weiß vielleicht noch nicht viel“, dann ist es Ihre Möglichkeit, jetzt zu sagen: „Ja, das möchte ich tun.“ Ist das Ihr Wunsch? Zu sagen: „Ich möchte.“ Ich kann die Handzeichen sehen, wenn Sie das sagen. Das ist mein Wunsch. Gott sei Dank, auch Sie da hinten. Ganz wunderbar. Dann lassen wir uns gemeinsam aufstehen für ein Abschlussgebet und dann werden wir den Abend beenden.
[1:16:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort und dass wir verstehen können, dass es eine Antwort gibt. Eine Antwort, die man verstehen kann auf eine Frage, die seit Jahrtausenden die Menschen fast ohnmächtig gemacht hat: Warum gibt es das Leid in der Welt? Und wir haben gesehen, es gibt einen Kampf. Wir haben gesehen, vieles der Dinge, die passieren in der Welt, die liegen nicht daran, weil du schlampig mit der Welt umgehst, sondern weil wir in unserem Herzen durch Rebellion uns von dir entfernt haben. Weil wir durch die Sünde uns von dir getrennt haben. Und weil die Sünde sich wie ein Krebsgeschwür durch das Universum weiterentwickelt hat.
[1:16:58] Aber wir danken dir, Herr Jesus, dass durch deinen Kreuztod offenbar geworden ist, welche Agenda Satan wirklich verfolgt und welche du verfolgst. Und dass du ein Gott der Liebe bist, Herr Jesus. Und dass du der bist, der so ist wie Gott. Und wir möchten durch deine Kraft überwinden, wo immer wir angegriffen werden vom Satan. Und wenn wir in den nächsten Themen das weiter studieren, was das für uns persönlich bedeutet, dann hilfst du uns, dir zu folgen in jedem einzelnen Schritt. Ich habe Dank, dass du uns hier zusammengebracht hast und führe uns nächsten Montagabend wieder gesund hier zusammen. Und lass uns weiter dein Wort studieren. Im Namen Jesu. Amen.
[1:18:31] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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