In dieser Predigt wird die Geschichte der beiden Dämonenbesessenen aus Markus Kapitel 5 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, wie Jesus selbst die tiefsten und scheinbar hoffnungslosesten Fälle retten kann und wie diese Befreiung nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch die Wahrnehmung der Umstehenden verändert. Die Predigt zeigt auf, dass wahre Erlösung das Äußere und das Innere eines Menschen transformiert und wie selbst die dunkelsten Erfahrungen zu einem Zeugnis für Gottes Kraft werden können.
Der Ersehnte: 124. „Eine große Herde Schweine“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:30] Auch mit hier in den Evangelien kann man ganz viel von lernen. Bevor wir da jetzt weitermachen und heute abschließen, wollen wir Gott einladen, dass er zu unseren Herzen spricht durch sein Wort. Und wenn es möglich ist, dann könnt ihr mit mir dazu hinknien.
[0:48] Lieber Vater im Himmel, hab du so herzlichen Dank für dein Wort und für die Evangelien, die so auf interessante Art und Weise uns geistliche Prinzipien vermitteln durch die Geschichten, die passiert sind, als Jesus auf der Erde gewesen ist. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir das jetzt lesen, wir einen noch klareren Blick vom Charakter Jesu bekommen, von der Art und Weise, wie er mit Menschen umgeht, dass wir Hoffnung bekommen, dass es keinen Fall gibt, der zu hoffnungslos ist, sondern dass Jesus retten kann, selbst die aller hoffnungslosesten, scheinbar hoffnungslosesten Menschen. Und dass wir lernen auch, wie wir mit der Gegenwart Jesu umgehen und dass wir durch das, was du uns sagen möchtest, wirklich in unserem Wesen verändert werden. Darüber nachdenken, wenn wir nach Hause gehen und diese Dinge im Herzen bewegen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:45] Markus, Kapitel 5, haben wir das letzte Mal gesehen vor drei Wochen, als wir hier das letzte Mal uns getroffen haben für dieses Seminar. Ist der ausführlichste Bericht. Wir haben gesehen, Markus, Matthäus gibt einen kurzen Bericht, Lukas einen etwas längeren, aber Markus den mit Abstand längsten Bericht. Markus ist der, der besonders lang ist, nämlich fast 20 Verse und an dem wollen wir uns ein bisschen halten, werden aber ab und zu wieder zu Matthäus 8 und auch Lukas 8 springen, wegen der Parallelen. Fassen wir mal bis dahin zusammen, was ist passiert? Wir haben es davor gesehen, Jesus war mit seinen Jüngern auf dem See, sie sind auf die andere Seite des Ufers, des Sees gefahren, in das Land der Gerasener oder Gaderener oder Gerasener. Und das war die Dekapolis, die Zehn-Städte-Gegend, etwas heidnischer. Warum war Jesus dorthin gefahren? Was hatte er dort gesucht? Er wollte Ruhe. Ganz genau. Und als sie dort ankamen, ich meine, es war schon spektakulär mit dem Sturm, den Jesus gestillt hat. Sie kommen an, haben sie die Ruhe gefunden, die sie gesucht haben? Nein, sondern was haben sie erlebt? Ein Angriff von wie viel? Zwei Besessenen. Obwohl Markus und Lukas nur von einem sprechen, spricht Matthäus von zwei Besessenen. Und wie sahen die aus, die Besessenen? Sie hatten noch so an den Händen und überall hängende Ketten, die waren aber zerrissen, weil man sie oft hatte binden wollen und es war nicht gelungen. Und wie sahen sie noch aus? Sie waren nackt. Ellen White sagt, sie sahen mehr aus wie Tiere als wie Menschen. Sie lebten nämlich nicht mehr in Häusern, sondern in Gräbern, in Höhlen, in Bergen. Und sie stürzten sich jetzt auf die Gruppe. Was haben die Jünger gemacht? Sie hatten Angst und sind geflohen. Und als sie irgendwann dachten, sie sind weit genug, haben sich umgedreht und haben gesehen, Jesus ist gar nicht geflohen. Denn derselbe Jesus, der vor dem Sturm keine Angst hat, der schlafen konnte auf einem Kissen, obwohl das Wasser ihn nass gemacht hat, der hat auch vor diesen beiden Dämonen keine Angst oder vor diesen beiden Menschen, Dämonen waren damit viel mehr, vor diesen Menschen keine Angst gehabt. Und während er dort stand, schreibt Ellen White, kamen sie nicht näher an ihn ran. Sie haben so versucht, an ihn ranzukommen und er stand ganz ruhig und hat sie auf Abstand gehalten und dann hat er den Dämonen befohlen, auszufahren. Weiß man noch, wie viele oder wie viele Dämonen da in den beiden waren? Eine Legion. Und wir haben gelernt, eine Legion, zumindest nach römischer Sollstärke, sind wie viel ungefähr? Ne, das wäre ein bisschen viel. 5.500, das ist die Sollstärke einer römischen Legion. Kann natürlich ein bisschen weniger gewesen sein, aber so ungefähr so in den in den Tausenden. Und verteilt auf zwei Leute gibt es unfassbar viele Dämonen pro Person. In der ganzen Bibel gibt es keine zwei Menschen, die so tief in den Fängen Satans waren, wie die beiden. Niemand ist so, also das sind fast keine Menschen mehr, die sind fast nur noch Tiere. Wir haben ja gelernt, die Rufe, die sie machen, sind zum Teil gar nicht mehr verständlich gewesen, wie Tiere gebrüllt. Und man würde denken, da ist wirklich alle Hoffnung verloren. Dagegen war Manasseh noch ziemlich gesittet. Aber Jesus zeigt an der Geschichte, dass es möglich ist, jeden Menschen zu retten. Und er befiehlt, den Dämonen auszufahren. Die sagen ja von Anfang an, die identifizieren ihn von Anfang an: Du bist der Sohn des Höchsten, quäle uns nicht. Denn für die Dämonen war die Gegenwart Jesu eine Qual. Sie wissen, dass sie einmal tausend Jahre auf der Erde in der Finsternis sein müssen, sie wissen, dass sie einmal mit Feuer gequält werden, bis sie am Ende dann verbrennen. Aber sie hatten Angst, dass sie jetzt schon gequält werden. Und dann haben sie eine Bitte an Jesus gehabt, damit haben wir aufgehört. Was war die Bitte, die sie an Jesus gehabt haben? Das haben sie auch gefragt, aber als Jesus dann gesagt hat, fahrt hinaus, haben sie eine Bitte an ihn gehabt. Die Bitte war erst einmal, dass sie nicht, können wir lesen in Vers 10 nochmal, er bat ihn sehr, sie nicht aus dem Land zu verweisen. Ja, also sie haben gesagt, wenn du uns aus den Dämonen raustreibst, schick uns nicht außer Landes. Und wir haben im Parallelbericht gesehen in Lukas, dass sie sagen, sie baten, dass sie nicht in den Abgrund getrieben werden. Da haben wir gelernt, der Abgrund in der Bibel bedeutet durchaus auch einfach sozusagen die Ferne, dort, wo man nicht mehr zu Hause ist, wo es Wüste ist. Also die Idee sozusagen, man hat eine Stadt, da wohnt man und da ist draußen die Wüste, das ist unbewohnt. Und wenn die Bibel davon spricht, von dem Abgrund, wie zum Beispiel Offenbarung 20, dann ist es halt unbewohnte Wüste oder Offenbarung 9, wo die Dämonen aus der unbewohnten Wüste kommen. Und Abgrund oder zum Beispiel in Offenbarung in 1. Mose 1, sie sind wüst und leer. Ja, und sie wollen also nicht außer Landes geschickt werden. Was meint ihr, hat Jesus diese Bitte, dieser Bitte stattgegeben? Also hier sind tausende Dämonen, die bitten Jesus etwas und was sagt Jesus? Sagt Jesus nein, ich schicke euch außer Landes? Nein, Jesus ist dieser Bitte nachgekommen. Schaut mal in Vers 11, dort heißt es in Markus 5, Vers 11: Es war aber dort an den Bergen eine große Herde Schweine zur Weide. Nun, wozu hält man Schweine? Zum Verkaufen, zum Essen. Also Schweine geben meistens, es gibt ein paar Wollschweine, aber in der Regel sind die zum Essen da. Nun, was sagt die Bibel über Schweine und Essen? Es sind unreine Tiere. Das steht wo? 3. Mose 11, sehr gut. Und in 5. Mose 14, das wird nochmal wiederholt. 3. Mose 11, 5. Mose 14. Und in Jesaja kommt das mehrmals vor. Da können wir eine Stelle mal lesen, das ist ganz interessant. Lasst euren Finger in Markus 5, in Markus 5 und dort in Jesaja 65. Das ist ganz interessant wegen der Formulierung da. In Jesaja 65 und dort Vers 4. Jesaja 65, Vers 3. Es ist ein Volk, das mich beständig ins Angesicht beleidigt, indem es in den Gärten opfert und auf Ziegelsteinen räuchert, das in Gräbern wohnt und in Höhlen übernachtet. Halt, Moment mal, wo haben wir das gerade gehabt? Gräber wohnen? Die beiden Besessenen, nicht wahr? Aber dann geht es weiter: Schweinefleisch isst und Gräuelbrühe in seinen Schüsseln hat. Auf den ersten Blick würde man ja sagen, es gibt einen großen Unterschied zwischen den beiden Besessenen, die da nackt mit Eisenketten in den Gräbern wohnen und den gesitteten Gadarenern. Aber wenn die wirklich Schweinefleisch gegessen haben und dann, dieser Vers bringt die beiden Dinge zusammen. Das Wohnen in den Höhlen und das Schweinefleisch essen, das ist ganz interessant. Da gibt es irgendwie eine Parallele. Also jemand, der das Markus-Evangelium liest und Jesaja kennt, der muss sagen, Moment mal, die wohnen in den Höhlen, aber die verkaufen Schweinefleisch? Merkwürdig. Also die Dämonen bitten, dass sie jetzt in die Schweine fahren dürfen. Gehen wir zurück zu Markus und Vers 12 heißt es jetzt: Und die Dämonen baten ihn alle und sprachen: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie fahren. Die Dämonen haben eine Bitte, die sagen nicht nur, schick uns nicht in den Abgrund, sondern sagen: Schick uns bitte in die Schweine. Und jetzt, wie geht es weiter? Wer mag mal lesen? Vers 13. Und er erlaubte es ihnen, und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte in den Abhang hinab in den See, etwa 2.000, und sie ertranken in dem See. Was hast du für eine Übersetzung? Die Schlachter. Die gibt es hier noch. Das Lieblingswort von Markus dazu: Und sogleich erlaubt er es ihnen. Markus sagt immer sogleich. Man mag das mal schnell. Jesus hat nicht lange überlegt. Jesus hat nicht gesagt: Oh, ich muss erst überlegen, ich weiß nicht genau. Jesus hat es ihnen sofort erlaubt, und sie sind ausgefahren und in diese Herde hinein. Warum erlaubt Jesus den Dämonen das? Warum sagt er nicht einfach: Ihr habt gar nichts hier zu wollen, ihr haut einfach ab. Warum erlaubt er ihnen, in die Schweine zu fahren? Das ist ein interessanter Punkt. Hätte Jesus das auch mit Schafen gemacht? Man vernichtet nicht mutwillig Essen. Das kriegt man schon als Kind von der Mama beigebracht. Essen wird nicht mutwillig vernichtet. Jesus hat offensichtlich Schweine nicht als Essen betrachtet. Das ist auch ein interessanter Punkt. Manche Leute sagen, ja, im Neuen Testament kommt das mit dem Schweinefleisch nicht mehr vor, aber hier kommt es ziemlich deutlich vor. Warum noch? Warum hat Jesus es ihnen erlaubt, in die Schweine zu fahren? Hat er gewollt, dass die Schweine sterben? Eigentlich nicht. Die Schweine sind ja nicht ohne Grund von Gott geschaffen. Wofür sind eigentlich die Schweine da, wenn man sie nicht essen darf? Zum schönen Anschauen, ja vielleicht. Also sie sind Mülleimer der Natur. Ellen White sagt das. Sie sind dafür geschaffen, dass sie auch dann so ein bisschen aufräumen und so weiter. Das ist ihre Aufgabe. Also Gott hat keine Freude daran, wenn 2.000 Schweine ertrinken. Das ist nicht, dass Gott sich freut. Also warum erlaubt das trotzdem? Warum erlaubt Jesus den Dämonen das? Kennt ihr andere Stellen der Bibel, wo Gott irgendwie Dämonen oder Satan etwas erlaubt? Hiob zum Beispiel. Da erlaubt Gott auch dem Satan in gewissen Grenzen Dinge zu tun. Warum? Ein Test für Hiob. Und es zeigt sich auch, dass wahre Wesen des Satans dadurch sind. Also Gott erlaubt manchmal dem Satan in gewissen Grenzen bestimmte Dinge, weil sich dadurch noch mehr das Wesen zeigt. Und interessanterweise zeigt sich jetzt an den Schweinen auch wieder das Wesen Satans. Was passiert mit den Schweinen, sobald sie mit den Dämonen besessen sind? Sterben. Das heißt, jeder, der das anschaut, also das sind ja Schweinehirten, die sehen jetzt sozusagen diese Dämonen, die Besessenen, die sind plötzlich ganz normal. Dafür werden die Schweine ganz unnormal. Die kriegen so eine Panik. Ellen White beschreibt das. Sie sagt, eine Panik ist in der Herde ausgebrochen und alle sind jetzt auf diesen Abhang zu. Also man muss sich das nicht so vorstellen, dass jetzt quasi irgendwie so eine große Steilküste ist und die alle da weg rüber gesprungen sind, sondern eigentlich war das mehr wie so ein steiler Abhang. Und die sind alle diesen steilen Abhang runter, so schnell, dass Ellen White sagt, die konnten auf dem, als sie dann unten am Ufer waren, konnten nicht mehr bremsen und sind alle ins Wasser rein. Das ist ganz interessant, dieses Bild. Wenn man sich dem Satan hingibt, dann geht man auf eine Abwärtsspirale, die so schlimm ist, dass man irgendwann von alleine nicht mehr bremsen kann. Und dann stirbt man. Das ist die Lektion, die dahinter steht. Aber wer hat die Schweine umgebracht? Die Dämonen, Satan. Dahinter steckt eine Idee, die wir alle aus dem Neuen Testament kennen. Schaut mal in Johannes 8, lasst mir ein Finger hier, Johannes 8, Vers 44. Johannes 8, Vers 44, da geht es zwar um Menschen, aber das Prinzip ist natürlich irgendwo dasselbe. Wer mag mal lesen, Johannes 8, Vers 44. Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater desselben. Genau, also was ist die Intention vom Satan immer schon gewesen, seit er Satan ist? Menschenmörder. Jetzt natürlich, die Schweine sind keine Menschen, aber man sieht sofort, sobald sie vom Satan besessen sind, ist es nicht mehr weit her mit ihrem Leben. Und zwar, sie werden verrückt und rennen wild auf ihr eigenes Unheil zu. Was eine Illustration ist, was Satan eigentlich mit allen Menschen vorhat. Das hat auch mit den zwei Menschen vorgehabt, den beiden Besessenen. Warum sind die noch nicht gestorben? Warum sind die beiden Besessenen noch nicht gestorben? Warum waren die noch nicht tot? Die hätten ja vorher schon sterben können, die waren ja eine lange Zeit nackt in den Höhlen. Warum waren die noch nicht tot? Aus einem einzigen Grund, weil Gott sie noch am Leben erhalten hat. Weil Gott wusste, es kommt noch eine Chance für sie. Menschen bleiben am Leben, weil es noch eine Chance gibt. Gott erhält Menschen am Leben eigentlich nur aus zwei Gründen. Entweder sind sie so abgefallen, dass er an ihnen nur noch sie als Illustration gebrauchen kann. Beim Pharao war das der Fall, das ist ein Extremfall. Oder aber, was viel häufiger ist, es gibt noch Hoffnung. Und für die beiden gab es auch noch Hoffnung. Aber diese Schweineepisode ist sehr interessant. Nur Markus berichtet uns, wie viele Schweine es waren, nämlich es waren 2.000. Also es müssen mindestens 2.000 Dämonen gewesen sein. Wenn es 6.000 waren oder so, dann kommen drei Dämonen pro Schwein. Also die waren ganz schön wild. Und Ellen White sagt was Interessantes. Sie sagt, es war eine Gnade für die Schweinebesitzer, dass erlaubt worden war, dass sie diese Schweine verlieren. Denn sie waren so sehr darauf bedacht, durch die Schweine irgendwie Gewinn zu machen. Jesus hat das erlaubt aus mehreren Dingen. Er wusste, dass durch den Tod der Schweine die Menschen vielleicht zum Nachdenken kommen können und überlegen könnten, wohin führt das, wenn man sich mit Satan abgibt. Und es war eine Gelegenheit, mal aufzuwachen und zu sagen, warum verschwenden wir so viel Zeit mit der Zucht von Schweinen, wenn das doch vielleicht gar nicht Gottes Wille ist. Nun, jetzt gucken wir mal, was weiter passiert. Das muss eine ganz dramatische Szene gewesen sein. Also 2.000 Schweine, die da den Berg runterlaufen, sich nicht mehr aufhalten können, wahrscheinlich übereinander noch fallen, weiß ich nicht. Und alle diesen See hinein plumpsen und dann sterben. Ist auch fast so eine Art wie Abgrund. Sie wollten nicht in den Abgrund, die Dämonen, aber irgendwie stürzen sie doch in den Abgrund. Aber jetzt Vers 14. Wer mag mal Vers 14 lesen? Die Schweinehirten aber flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land. Und sie gingen hinaus, um zu sehen, was da geschehen war. Okay, fällt euch noch eine Geschichte ein aus dem Leben Jesu oder aus dem Neuen Testament, wo Hirten hingehen und erzählen, was sie gesehen haben? Das ist ganz interessant. Das sind Hirten, die erzählen überall, was sie gesehen haben. Und das heißt nicht, alle Leute waren erstaunt und verwundert und so weiter. Hier haben wir auch Hirten, nur in einer anderen Situation. Die Hirten erzählen das überall. Und ich kenne noch eine Geschichte, Vers 15, da heißt es: Und sie kamen zu Jesus. Ich kenne noch eine Geschichte im Neuen Testament, wo jemand erzählt, was er erlebt hat und die ganze Stadt kommt zu Jesus. Die Frau am Jakobsbrunnen, die kommt in die Stadt und sagt: Das und das habe ich mit Jesus erlebt. Und die ganze Stadt kommt zu Jesus. Was macht die ganze Stadt? Die glauben alle an Jesus. Die glauben alle an Jesus. Und hier kommt jetzt auch die ganze Stadt. Und was denkt ihr, was ist das größere Wunder? Dass Jesus einer Frau, die Stadt bekannt war für ihre Untreue, gesagt hat, dass sie untreu ist, oder dass zwei von tausenden Dämonen besessene Menschen frei geworden sind? Was ist das größere Wunder? Ich meine, das ist auch toll, oder? Aber das ist das größere Wunder. Das ist das, wo man sagt, also das ist das größte Wunder, den Jesus gemacht hat. Die kommen zu Jesus. Und das ist interessant. Merkt euch, die kommen zu Jesus. Und dann heißt es hier: Und sie sahen den Besessenen, oder mit Matthäus dann natürlich, wenn wir Matthäus wissen, beide Besessene, der die Legion gehabt hatte, da sitzen, bekleidet und vernünftig, und sie fürchteten sich. Das Griechische sagt, die haben nicht einfach nur gesehen, sie haben sich angeschaut. Also sie haben genau hingeschaut. Was ist mit dem? Den genau unter die Lupe genommen. Weil, wie haben wohl die Menschen vorher über die beiden Besessenen gedacht? Die haben Angst gehabt. Ellen White sagt, man hat sich gar nicht getraut, dort in der Gegend spazieren zu gehen, weil jeder, der spazieren gegangen ist, der musste um sein Leben fürchten. Und jetzt sehen die zum ersten Mal, also wie sind die beiden jetzt anzusehen? Was wird über sie gesagt hier? Sie sind bekleidet. Zum ersten Mal seit Langem haben die Sachen an. Und was noch? Sie sind vernünftig. Übrigens, es gibt immer wieder so auch Fragen über das Thema Dämonenaustreibung und okkulte Belastung und so weiter. Hier habt ihr ein sehr gutes Beispiel. Wenn Jesus Menschen frei macht, sind die dann vernünftig und adrett. Ja, also keine irgendwie großen emotionalen Zappeleien oder so, sondern Menschen, die von Dämonen frei gemacht sind, sind ganz normale, vernünftige Menschen. Und es hat bei Jesus hier nicht Stunden gedauert und hat auch keine wilde Musik gebraucht und auch keine langen, die mussten auch keine Absagegebete sprechen hier übrigens. Die kamen einfach zu Jesus. Jesus hat sie befreit. Und die sehen eines der größten Wunder von Jesus. Hatten die mal Kontakt mit denen gehabt? Haben die die mal irgendwie von nahem gesehen, die beiden Besessenen? Klar, sie mussten ja die irgendwie Ketten anlegen, oder? Immer wenn sie, das haben sie versucht und es hat nie was funktioniert. Das heißt, sie wussten aus Erfahrung, wer die sind, was das Problem ist. Und jetzt zu sehen, dass Jesus die Kontrolle über die hatte, musste ihn ja sagen, Jesus hat eine Kraft, die wir nicht haben. Wir haben immer versucht, dieses Problem in den Griff zu kriegen und wir sind gnadenlos gescheitert. Kennt man vielleicht aus dem eigenen Leben auch, oder? Wenn man Probleme versucht in den Griff zu kriegen, man versucht mit dem Satan zu kämpfen, mit den Dämonen, die ihn immer wieder versuchen und man scheitert und scheitert und scheitert und dann kommt Jesus. Und Jesus löst das Problem. Dann merkt man, dass Jesus mehr Kraft hat, als man selbst. Übrigens, schaut mal mit mir in Matthäus 12. Matthäus 12, das war ja, genau, Matthäus 12 Vers 29. Das ist ganz, ganz toll. Matthäus 12, Vers 29. Wer mag den mal lesen? Matthäus 12, Vers 29. Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht vorher den Starken bindet und dann wird er sein Haus berauben? Okay, also das war die Idee. Ihr erinnert euch, Jesus wurde angeklagt, dass er die Dämonen mit dem Baal-Zebub austreibt. Und Jesus sagt, man kann die Dämonen nur austreiben, wenn man stärker als sie ist. Damals war das wahrscheinlich nur ein Dämon, aber diesmal sind es Tausende und Jesus hat völlige Kontrolle über sie. Und das zeigt, wer er ist. Er ist der Michael, der Fürst über die Engel. Er ist der, der allen gebietet. Sogar die abgefallenen Engel fragen ihn um Erlaubnis, ob sie in die Schweine dürfen oder nicht. Übrigens, wann hat er das gesagt hier, Matthäus 12? Ein Tag vorher. Ganz genau. Ein Tag vorher. Die Jünger müssen das in Erinnerung gehabt haben, als sie gehört haben, wie Jesus sagte: Wenn er nicht zuerst den Starken bindet. Jetzt sehen die Jünger, was für eine unfassbare Kraft Jesus hat. Schaut mal, Jesaja 49, auch eine ganz, ganz, ganz, ganz tolle Verheißung. Solltet ihr euch gut merken, Jesaja 49 und dort Vers 24 und 25. Da wird die Frage gestellt, Jesaja 49, Vers 24 und 25: Kann wohl einem Starken die Beute genommen werden und können rechtmäßig Gefangene entfliehen? Da wird die Frage gestellt, also wenn jemand richtig mächtig ist und er Beute gemacht hat, kann die ihm entrissen werden? Wenn jemand sogar rechtmäßig gefangen genommen worden ist, also gegen besseres Wissen sich hat vom Satan einfangen lassen, kann er noch gerettet werden? Was ist die Antwort? Vers 25: Ja, so spricht der Herr. Auch die Gefangenen des Starken sollen ihm genommen werden und die Beute des Tyrannen soll entfliehen, denn nun werde ich mit dem kämpfen, der gegen dich kämpft und ich werde deine Kinder erretten. Das ist eine ganz tolle Verheißung, dass Gott sagt, ich werde kämpfen, auch für die, die sich durch eigene Dummheit, durch eigene Nachlässigkeit, durch eigene Rebellion, durch eigene Sünde in die Fänge des Satans begeben haben. Es gibt Hoffnung. Wenn die beiden gerettet werden konnten, dann kann prinzipiell jeder gerettet werden, wenn er es denn möchte. Nun, also die Heilung von Jesus, die Heilung durch Jesus hat die Besessenen verändert und zwar ziemlich radikal und zwar ziemlich schnell. Schaut mal in Kolosser 1, Vers 29, Kolosser 1, Vers 13. Das ist der Vers, der sich hier eigentlich buchstäblich erfüllt hat. Kolosser 1 und dort Vers 13. Wer mag das mal lesen? Kolosser 1, Vers 13. Und uns errettet hat von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes. Genau, also mir steht, er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. Und das sieht man an kaum einer anderen Geschichte so drastisch wie an der. Die waren bis vor kurzem im Reich des Satans, oder? Die waren so tief drin, niemand war tiefer drin. Also ich weiß, ich kenne keine andere Person, von der ich jemals gehört habe, dass sie von Tausenden Dämonen besessen sind. Die waren so tief drin, tiefer kann man gar nicht drin sein und durch die eine Begegnung mit Jesus sind sie versetzt worden aus dem Reich des Satans. Die waren direkt bei Jesus, direkt beim Sohn Gottes, direkt. Ellen White sagt, eine wunderbare Veränderung war über die beiden gekommen. Licht hatte in ihr Denken hineingeschienen, ihre Augen strahlten mit Intelligenz, ihre Angesichter, die so lange in das Angesicht Satans und das Bild Satans verformt waren, wurden plötzlich milde. Die blutbefleckten Hände wurden ruhig und mit fröhlichen Stimmen priesen sie Gott für ihre Befreiung. Echte Erlösung verändert immer auch das Äußere. Wenn Leute wirklich Jesus finden, da glänzen die Augen, die freuen sich. Da verändert sich sogar das Äußere. Leute, die vorher halbnackt rumgelaufen sind, die ziehen sich wieder richtig an. Leute, die vorher die dümmsten Entscheidungen getroffen haben, die werden plötzlich vernünftig. Übrigens, das geht in beide Richtungen, wenn vernünftig. Aber was, jetzt kommen diese ganzen Menschen da und schauen sich das an und sie sehen jetzt plötzlich diese beiden Leute, die der Schrecken der Welt, der Schrecken der Gegend waren, angezogen, vernünftig und die singen Lieder. Die singen Lieder aus dem Gesangbuch und freuen sich. Und was ist die Reaktion der Leute? Die rufen Halleluja, preis den Herrn, mehr davon. Nein, was heißt es? Sie fürchteten sich. Hier sind Menschen, die mit der Kraft Gottes in Kontakt kommen und sie fürchten sich. Kennt ihr noch andere Stellen der Bibel, wo die Kraft Gottes sich manifestiert auf gigantische Weise und die Leute fürchten sich? Zehn Gebote am Sinai. Als Jesus seine ganze Liebe zeigt, da fangen die Menschen an, sich zu fürchten. Kommt die Furcht von Gott? Furcht kommt nicht von Gott. Das heißt, hier findet der nächste Kampf statt. Gerade war der Kampf zwischen Jesus und 6.000 Dämonen. Jetzt Achtung, Jesus kämpft hier gegen 6.000 Dämonen und wie lange hat es für ihn gedauert, sie zu besiegen? Ein Wort. Aber jetzt kämpft er nicht gegen Dämonen, jetzt kämpft er gegen menschliche Herzen. Menschen, die nicht fremdgesteuert sind, sondern ihren eigenen Willen haben. Vers 5, Vers 16. Und die, die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie es mit dem Besessenen zugegangen war und von den Schweinen. Da waren ja die Hirten. Die Hirten müssen ja gesehen haben, dass da zwei Leute wie verrückt, ich meine, jeder kannte die nicht mehr. Wahrscheinlich hatten die deswegen auch in etwas Entfernung ihre Schweine. Wie die auf Jesus zugelaufen sind, mit den Rufen. Die Hirten haben gesehen, wie die Jünger geflohen sind. Die Hirten haben gesehen, wie Jesus stehen geblieben ist. Die erzählen das jetzt alles. Übrigens, sagt Ellen White, die Jünger haben auch angefangen zu erzählen, was sie in der Nacht erlebt haben, mit Jesus auf dem See. Und was ist die Reaktion? Jetzt schaut man Vers 17. Da begannen sie ihn zu bitten, er möge aus ihrem Gebiet weggehen. Das ist wirklich traurig. Was hatten die Dämonen Jesus gebeten? Die Dämonen hatten Jesus gebeten und gesagt: Könntest du uns bitte nicht aus diesem Gebiet vertreiben? Was hat Jesus gemacht? Jesus hat gesagt: Okay, ihr könnt die Schweine, wenn ihr wollt. Selbst Jesus hat die Dämonen nicht aus der Gegend vertrieben, aber diese Menschen vertreiben Jesus aus ihrer Gegend. Die Menschen behandeln Jesus schlechter als Jesus die Dämonen. Jetzt versucht euch das mal vorzustellen. Jesus hat die Dämonen besser und freundlicher behandelt, als die Menschen Jesus behandelt haben. Hatte Jesus ihnen irgendwas getan? Außer, dass er ihnen 2.000 Schweine weggenommen hat, von denen sie sich viel Geld erhofft haben. Wenn sie es vielleicht nicht mal selbst gegessen haben. Sie haben gesagt, wir essen das nicht, aber vielleicht kann man ja davon Geld machen. Die Kraft Gottes war für sie eine Qual, so wie die Dämonen auch. Das ist ein geistlicher Kampf und für sie, als sie plötzlich merken, hier ist jemand, der wirklich Probleme lösen kann, da hatten sie Angst um ihre schönen Probleme, die sie gerne behalten wollten. Erinnert euch, was sagen die Israeliten, als Gott spricht am Sinai? Herr, hör auf zu reden. Wir können nicht weiter, wenn du weiter redest, werden wir sterben. Nicht weiter reden. Kennt ihr noch jemand, der sagt: Geh weg von mir? Petrus sagt das, aber es gibt einen Unterschied. Wann sagt Petrus das? Ja, genau, ich geh weg von mir, ich bin ein sündiger Mensch. Das sagt er wann? Als er diesen Fischfang macht, nicht wahr? Und dann sagt er: Geh weg von mir, aber er macht etwas, was den Unterschied macht. Er hält ihn fest. Er sagt: Geh weg von mir, weil er feststellt, ich bin eigentlich nicht würdig. Das ist ein Kampf, aber er hält ihn fest und sagt: Bleib eigentlich, bleib, bleib, verändere mich. Und das macht den Unterschied. Die Leute sagen: Geh weg und meinen wirklich: Geh weg. Während Petrus gesagt hat: Geh weg, aber bleib eigentlich bei mir. Jemand, der mit der, jeder Mensch, der mit der Kraft Gottes in Kontakt kommt, merkt, das ist zu viel für mich. Das ist, was hat Jesaja gesagt? Er war ja schon Prophet. Was hat Jesaja gesagt in Jesaja 6, als er, als er die Vision sieht? Wehe mir. Ich bin ein sündiger, ich habe sündige Lippen, ich wohne unter einem Volk mit sündigen Lippen. Immer und immer wieder sind Menschen, die mit Jesus, für Jesus gewirkt haben, gebeten worden, zu gehen. Erinnert euch vielleicht an Paulus und Silas, als sie in Philippi waren und dann im Gefängnis saßen und das Gefängnis dann die Erde gebebt hat. Da ist es auch, dass die Stadt sie gebeten hat: Bitte geht, bitte geht. Ellen White sagt, diese Darstellung von übernatürlicher Kraft hat den Aberglauben der Menschen erweckt und ihre Furcht erregt. Sie haben Angst gehabt, dass es noch mehr Unglück gegeben könnte, so wie mit den Schweinen. Sie hatten finanziellen Ruin gesehen und entschieden, sich von seiner Gegenwart befreit zu werden. Ihr Lieben, manchmal tut Gott die größten Wunder in unserer Gegenwart und alles, was wir sehen, ist, dass wir dann etwas dadurch verlieren können. Sei es unser Beruf, sei es Geld, sei es vielleicht Freunde und wir denken: Meine Güte, das kann ich nicht aufgeben, dann soll lieber Jesus gehen. Das ist, was hier passiert ist. Im Schrecken, sagt sie, die Menschen haben im Schrecken Jesus umzingelt. Ich meine, Jesus war es ja gewohnt, umzingelt zu sein, oder? Warum haben die Menschen normalerweise Jesus umzingelt? Sie wollten ihm zuhören und vor allem wollten sie ihn berühren, um gesund zu werden. Jetzt wird er umzingelt, nicht, weil sie ihn berühren wollen, sondern weil sie ihn wegtreiben wollen. Jesus kam hier eigentlich her, nur um auszuruhen, hat in Wirklichkeit ihnen einen größten Segen getan und wird wieder vertrieben, wird vertrieben. Und jetzt kommt was ganz Interessantes. Schaut mal, Vers 17, Vers 18. Und als er in das Schiff trat, was macht Jesus? Der Schöpfer der Welt, der Erlöser der Menschheit, der noch nicht eine einzige Predigt überhaupt hätte predigen können, der, bevor er etwas sagen kann, abgelehnt wird. Was macht er? Sagt er: Hey, gib mir eine Chance, lass mich wenigstens eine Predigt halten, dann könnt ihr entscheiden. Was macht er? Er geht. Die Dämonen bitten Jesus, in die Schweine zu fahren und er erlaubt es. Die Gadarener bitten ihn: Könntest du bitte gehen? Und Jesus sagt: Okay. Wie nennt man diese Eigenschaft, wenn man gebeten wird, zu gehen und man geht einfach? Das ist Höflichkeit. Er ist höflich. Er will sich nicht aufdrängen. Er geht einfach. Nun, ist es ihm leicht gefallen zu gehen? Wäre er gerne geblieben? Er war extra gekommen. Und das ist eine der vielleicht schwersten Lektionen: Menschen gehen zu lassen und darauf zu hoffen, dass Gott eine zweite Chance hat für sie. Jesus ist gegangen. Jesus hat gewusst, er hätte die Lösung für ihre Probleme, aber er wusste auch, sie wollen nicht. Und er ist wieder gegangen. Jesus zwängt sich niemandem auf und wenn wir mit Jesus sind, werden wir uns auch niemandem aufdrängen. Und das kann einem das Herz brechen. Aber Jesus ist höflich und er geht, er geht wieder zurück. Und jetzt heißt es weiter in Vers 18: Und als er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, denn besessen ist er nicht mehr, dass er bei ihm bleiben dürfe. Im Griechischen ist das ganz, ganz bildlich ausgedrückt. Im Griechischen ist es, während Jesus gerade in das Boot steigt. Er sagt: Okay, alles klar, ich gehe. Während er also geht, bittet ihn, der gerade, die beiden Erlösten es, die beiden, hier steht nur von einem, das sind beide, die fallen auf die Knie und sagen: Dürfen wir bitte, bitte mit dir gehen? Dürfen wir bitte, bitte bei dir bleiben? Du hast bestimmt ganz viele tolle Sachen, die du uns beibringen kannst. Du hast uns erlöst. Wir möchten unbedingt in deiner Gegenwart sein. Ist das ein guter Wunsch? Schaut mal in Psalm 116. Ich meine, ich weiß nicht, ob es mal Menschen gab, die dankbarer waren als die beiden. Das kann man sich gar nicht vorstellen, aus welchem Abgrund die gerettet worden sind. Psalm 116 und dort Vers 12, da wird es so ausgedrückt, dieser Wunsch, Gott etwas aus Dank zurückzugeben. Psalm 116 und dort Vers 12, wer mag das mal lesen? Wie soll ich dem Herrn vergelten all seine Wohltaten an mir? Genau, das ist eine Frage, die wir uns alle stellen können. Wenn wir mal darüber nachdenken, denkt ihr mal ab und zu darüber nach, was Gott alles euch Gutes getan hat? Machen wir, glaube ich, zu wenig. Denkt mal darüber nach, was Gott alles Gutes getan hat. Da kommt man irgendwann zu dem Punkt: Wie soll ich das eigentlich zurückgeben? Und die wissen ganz genau, die beiden, das können wir niemals zurückbezahlen. Alles, was wir wollen, wir sollen in deiner Gegenwart sein, wir wollen irgendwie für dich da sein, wir wollen von dir lernen, wir möchten aus Dankbarkeit bei dir sein. Ein Mensch, der wirklich von Jesus erlebt hat, der möchte bei Jesus bleiben. Jemand, der wirklich erlebt hat, wie Jesus ihn frei gemacht hat, der möchte bei Jesus bleiben. Uns bitten Sie: Können wir mitgehen? Ja, können wir mitgehen. Was sagt Markus? Markus 5 und dort Vers 19. Aber Jesus ließ es ihm nicht zu. Das ist die vielleicht größte Pointe in der Geschichte. Als die Dämonen Jesus etwas gebeten haben, was hat Jesus gemacht? Jesus hat gesagt: Okay, ihr dürft es machen. Als die gottlosen Gadarener ihn bitten: Kannst du gehen? Was hat Jesus gemacht? Er hat ihnen die Bitte erlaubt. Als der Erlöste ihnen etwas bittet, was macht Jesus? Er sagt: Diese Bitte erfülle ich dir nicht. Manchmal denken wir, dass das Beste daran besteht, dass Jesus unsere Bitten erfüllt. Aber hier mein gutes Beispiel, dass die beiden Gruppen, die eine Bitte an Jesus hatten und die Bitte wurde erfüllt, denen war das gar nicht zum Segen. Aber die beiden, die eine Bitte an Jesus hatten und die wurde nicht erfüllt, das war das Beste, was ihnen passieren konnte. Könnt ihr das sehen? Die Dämonen hatten eine Bitte und Jesus hat sie erfüllt, aber das war nicht gut für sie. Für die Dämonen kann es eh nicht so gut sein. Und die Gadarener hatten eine Bitte und Jesus hat sie erfüllt, aber das war nicht gut für sie. Die beiden haben eine Bitte und Jesus erfüllt sie nicht, weil er das Beste für sie will. Und das macht den Unterschied aus, ob man mit Jesus ist oder ohne Jesus. Wenn man ohne Jesus ist, wenn man Jesus nicht anerkennt und ihm sagt: Hey, ich möchte das und das, sagt Jesus: Okay, das kriegst du. Auch wenn es zu seinem ewigen Ruin ist, aber du kriegst, was du möchtest. Aber wenn ich mit Jesus bin, dann ist er mein Herr. Und dann hat er auch die Autorität, mir Dinge mal nicht zu geben, weil er das Beste für mich will. Interessanter Gedanke, oder? Wenn ich ohne Jesus bin und ich sage: Ich möchte ohne dich leben, ich möchte das und das machen, wird mir Gott das alles geben, was ich haben möchte und es wird mein ewiger Ruin sein. Wenn ich immer mit Jesus bin, dann werde ich nicht mehr meinen Willen bekommen, sondern seinen Willen und der wird der viel bessere sein. Denn was war Jesu Wille? Vers 19. Aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welche großen Dinge der Herr an dir getan hat und wie er sich über dich erbarmt hat. Jesus hatte einen Plan mit ihm. Jesus hatte keinen Plan, also solange die Gadarener ohne Jesus waren, war Gottes Plan für sie ja nicht relevant. Aber wenn wir bei Jesus sind, Gottes Plan für unser Leben ist nicht verhandelbar. Jesus sagt nicht: Okay, eigentlich wollte ich das, aber jetzt mach mal das. Nein, er sagt: Ich habe diesen Plan und jetzt möchte ich, dass du das machst. Was heißt das? Warum hat Jesus die beiden zurückgelassen? Denk mal scharf nach. Warum brauchte er dort Missionare? Genau, die Gadarener hatten gesagt: Hau ab. Er sagt: Okay, alles klar, ich gehe. Aber er hat nichts von Missionaren gesagt, oder? Er lässt zwei Zeugen da. Jesus geht, aber er lässt ein Zeugnis zurück. Als die Israeliten gesagt haben: Hör auf zu reden, hat Gott gesagt: Okay, ich höre auf zu reden. Aber macht mir ein Heiligtum. Das Heiligtum werde ich immer noch zu euch sprechen. Übrigens, das Heiligtum war quasi Sinai to go, mit Wolke und mit Feuer und mit Schofarhorn und alles, mit Engeln, war quasi das Heiligtum in eine kleine Box gepackt, der Sinai. Jesus geht zwar, aber er lässt uns nicht allein. Wenn wir Jesus aus unserem Leben vertreiben, dann zieht er sich zurück. Aber er gibt uns immer noch eine Möglichkeit zurückzufinden. Und in dem Fall die beiden. Denn wer hätte besser Mission machen können als die beiden? Jeder kannte sie. Niemand konnte ihre Geschichte leugnen. Jeder wusste, hier ist was wirklich Dramatisches passiert. Wie viele Predigten hatten die gehört? Keine einzige. Wie viele Bibelstunden haben die bekommen? Keine einzige. Die sind ja noch nicht mal getauft gewesen. Oder? Auf wie viele Bibelstunden sind die gewesen? Und trotzdem konnten sie etwas für Jesus tun. Also, wie viele Bibelstunden brauchen wir? Wie viele Missionseinheiten? Wie viele Seminare? Wie viele Ausbildungseinheiten brauchen wir, bis wir mal was für Jesus tun können? Alles, was wir brauchen, ist eine tatsächliche, reale Erfahrung mit Jesus. Jesus hat mich freigemacht von dem. Ich kann für ihn arbeiten. Ich kann erzählen, was er erlebt hat. Ellen White sagt, sie konnten nicht so toll predigen wie die Jünger, weil die Jünger kannten ja die Bergpredigt, die haben die Gleichnisse gehört. Die Jünger konnten schon viel mehr predigen. Die hatten so richtig Einsichten, das Alte Testament. Davon hatten die keine Ahnung. Die haben die ganzen letzten Jahre nur grummelnd, nackt in Höhlen verbracht. Die wussten wahrscheinlich gar nicht mal, wie die Bücher heißen in der Bibel. Aber sie konnten erzählen, was sie mit Jesus erlebt haben. Und das hat schon gereicht. Wenn die beiden Missionare sein konnten, kann jeder von uns über Jesus erzählen. Jeder Einzelne. Wenn wir was mit Jesus erlebt haben, können wir über Jesus erzählen. Und das ist Gottes Plan. Wie war das mit der Frau am Jakobsbrunnen? Genau das Gleiche, oder? Eine Erfahrung mit Jesus. Eine Begegnung mit Jesus. Und sie hat eine ganze Stadt zu Jesus gebracht. Das ist mehr, als wir alle gemacht haben, oder? Ich glaube, niemand von uns kann sagen, dass er eine ganze Stadt zu Jesus gebracht hat. Die hat eine ganze Stadt zu Jesus gebracht. Durch ihre Erfahrung mit Jesus. Vers 20. Und er ging hin und fing an, im Gebiet der Zehn Städte zu verkündigen, welche großen Dinge Jesus ihm getan hatte. Und jedermann verwunderte sich. Er hat nicht nur in der Stadt gepredigt, sondern in der ganzen Provinz, in der ganzen Umgegend. Er ist von einer Stadt zur nächsten gegangen. Wahrscheinlich systematisch, als die Jünger zu dem Zeitpunkt gemacht hätten. Und hat die Erfahrung erzählt. Wir werden später sehen, dass zu einem späteren Zeitpunkt Jesus mal wieder in diese Gegend zurückkommt. Und der Same, den diese beiden Männer gesät haben, der geht dann auf. Ellen White sagt, sie konnten erzählen, was sie wussten. Was sie selbst gesehen und gehört haben. Die Kraft Jesu, die sie gefühlt haben. Das ist, was jeder tun kann, dessen Herz durch die Gnade Gottes berührt worden ist. Ist dein Herz durch die Gnade Gottes berührt worden? Dann kannst du erzählen, was Jesus für dich getan hat. Und dann sagt sie etwas Interessantes. Satan hatte gehofft, durch die Zerstörung der Schweine, die Menschen vom Erlöser abzulenken und das Evangelium in der Region zu verhindern. Aber genau dieses Ereignis hat am Ende doch das Interesse erweckt. Und das ganze Land war irgendwie so in Erregung. Die wussten nicht, was passiert ist. Und alle haben jetzt darüber nachgedacht, was das mit Christus zu tun hat. Obwohl der Erlöser selbst abreiste, waren die Männer, die er geheilt hatte, die Zeugen seiner Kraft. Sie, die die Medien des Fürsten der Finsternis gewesen waren, wurden jetzt Kanäle des Lichts, Boten des Sohnes Gottes. Die beiden werden mal ganz nah am Thron Jesu stehen. Oder? Wie wirst, Ellen White sagt, die, die im tiefsten Finsternis waren, werden am nächsten zu Jesus stehen. Die beiden haben einen Ehrenplatz. Wahrscheinlich ganz, ganz oben noch, noch vor den Märtyrern. Was lernen wir aus dieser Geschichte? Wir lernen aus dieser Geschichte, dass es keinen Menschen gibt, der so tief gefallen ist, dass Jesus ihn nicht verändern kann, retten kann und sogar zu einem Missionar machen kann, zu einem Pionier für das Evangelium. Und wir sehen hier, dass es einen Kampf gibt zwischen Jesus und dem Satan. Wir haben gesehen, dass Jesus kein Problem hat, tausende Dämonen zu besiegen. Aber Jesus wird nicht das sündige Herz, das sagt: Nein, einfach übergehen. Er zieht sich zurück. Für Jesus ist es einfacher, 6.000 Dämonen auszutreiben, als wenn ein Mensch sagt: Ich will dich nicht. Das heißt, ein Mensch mit 6.000 Dämonen, der nackt in den Höhlen sitzt, aber in seinem Denken, in der letzten Synapse, die er noch hat, die noch vernünftig ist, sagt: Ich möchte eigentlich geheilt werden. Für den besteht mehr Hoffnung, als für den, der bei bestem Verstand sagt: Ich brauche Jesus nicht. Was wir gesehen haben: Jesus ist höflich. Er drängt sich nicht auf, aber er lässt doch ein Zeugnis zurück. Und für jeden Menschen besteht Hoffnung. Und wenn die beiden gerettet werden konnten und etwas von Jesus erzählen konnten, dann kann ich das auch, oder? Dann kannst du das auch. Und in dem Sinne wollen wir uns vornehmen, zu erzählen, was Jesus an mir getan hat. Amen. Und auch gemeinsam niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du so eine ermutigende Geschichte in der Bibel hast für uns aufschreiben lassen. Dass es keinen Menschen gibt, der so tief gefallen ist, dass du ihn nicht wieder retten kannst. Diese beiden Männer sind durch eigenes Verschulden so tief gefallen. Und doch hast du diese eine kleine Ecke in ihrem Herzen gesehen, die noch gesagt hat, sie möchten geheilt werden. Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du Menschen so völlig umformen kannst. Und danke, dass wir sehen dürfen, dass du sie nicht nur geheilt hast, sondern sie sogar benutzen konntest als ein Zeugnis. Und Herr, wir lernen dadurch, dass wir dir am nächsten sind. Nicht, wenn wir in deiner physischen Nähe sind, sondern wenn wir für dich arbeiten. Denn die beiden waren am Ende näher bei dir durch die Arbeit, die sie gemacht haben, als wenn sie bei dir, Herr Jesus, im Boot geblieben wären. Lass uns das verstehen, dass, wenn wir für dich sprechen, wenn wir für dich eintreten, dass wir am allernächsten bei dir sind. Mehr als wenn wir einfach buchstäblich neben dir stehen würden. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, dass die Lektionen, die wir heute durchdacht haben, in unserem Herzen bleiben. Dass wir sie im Herzen bewegen. Dass der Heilige Geist uns an sie erinnert, wenn wir sie brauchen. Dass diese Höflichkeit, die du gehabt hast, Herr Jesus, unser Leben bestimmt. Und dass dieser Freimut, den die beiden gehabt haben, unser Zeugnis kräftig macht. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Im Namen Jesu. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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