In diesem Vortrag von Jón H. Stefánsson wird die historische Entwicklung der adventistischen Auslegung der sieben Posaunen in der Offenbarung beleuchtet. Er erklärt, warum die Posaunen trotz ihrer Bedeutung in der biblischen Prophetie oft wenig Beachtung finden und stellt vier verschiedene Interpretationsansätze vor: die traditionelle, die futuristische, die protentastische und die symbolische. Dabei werden die Ansichten von Pionieren wie William Miller und Josiah Litch sowie die Rolle von Ellen White und späteren Theologen diskutiert.
Die 7 Posaunen: 1. “Warum die Posaunen studieren?” Die Geschichte der adventistischen Auslegung(en)
Jón H. Stefánsson · Die 7 Posaunen ·Themen: Adventgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, Offenbarung, ProphetieWeitere Aufnahmen
Serie: Die 7 Posaunen
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Transkript
[0:44] Heute ist unsere Rede: Warum die Posaunen studieren? Die Geschichte der adventistischen Auslegungen, weil es mehrere als eine gibt.
[1:00] In der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten wissen wir, dass die Offenbarung ganz wichtig für uns ist. Wir reden oft über Themen wie die dreifache Engelbotschaft in Offenbarung 14 oder die 1000 Jahre in Offenbarung 20. Wir denken, das ist ganz wichtig und wir wollen das zu anderen Menschen unterrichten. Aber so geht es nicht mit den Posaunen. Zum Beispiel, in welchem Kapitel sind die Posaunen? Ja, acht und neun. Und wirklich, es gibt eine andere Posaune in Kapitel 11 dazu. Aber warum reden wir so wenig über die Posaunen als Adventisten?
[1:46] Der Grund für diese relative Stille über die sieben Posaunen ist eine interessante Geschichte. In den frühen Jahrzehnten der Adventkirche waren sich alle einig, was die sieben Posaunen bedeuten. Das ist ganz wichtig und ganz einfach, wie A, B, C, wie Daniel 2. Aber dann haben sich die Dinge verändert. Seit mindestens 1950 besteht kein Konsens darüber, was die sieben Posaunen bedeuten. Und wir behandeln sie, als wären sie vielleicht nicht so wichtig. Vielleicht habt ihr das gehört: Die sieben Posaunen, egal was das bedeutet, das ist nicht die Hauptsache. Etwas anderes ist die Hauptsache. Aber das ist interessant. Wir sagen, die Posaunen sind schwierig zu verstehen, aber sie sind auch nicht wichtig. Aber wie kann man wissen, ob etwas wichtig ist oder nicht, wenn du das nicht verstehst? So sagen wir das effektiv. Und von anderen Dingen wissen wir, dass die Offenbarung wichtig ist. Wir sagen normalerweise nicht über die Offenbarung: Das ist nicht wichtig, das ist nicht wichtig, weg mit dieser Seite. Normalerweise machen wir das nicht. Also dann finde ich das ganz interessant, warum finden wir uns in dieser Position, dass wir die Posaunen nicht ganz gut verstehen?
[3:22] Und hier kommen wir an die Hauptfrage. Und das ist: Passen die Posaunen in eine adventistische Interpretation der Offenbarung? Weil wenn wir das nicht verstehen können, vielleicht können wir nicht andere Dinge auch verstehen. Also, ich würde sagen, Adventismus zusammengefasst ist die dreifache Engelbotschaft. Wenn du ein Adventist sein willst, dann musst du am wenigsten ein bisschen von der Offenbarung verstehen. Ja, ihr stimmt zu? Und die sieben Posaunen sind in dem gleichen Buch, in der Offenbarung. Also, wenn du ein Adventist bist, dann solltest du auch die sieben Posaunen analysieren, am wenigsten das versuchen zu tun. Und das werden wir heute Abend tun. Und ein guter Ausgangspunkt für das Studium ist ein Blick auf die Geschichte der adventistischen Interpretation. Daher machen wir das in diesem Symposium erst. Und dann morgen gehen wir durch die sieben Posaunen, eine nach der anderen. Und in diesem Vortrag werden die vier verschiedenen Interpretationen beschrieben. Ich nenne sie die traditionelle, die futuristische, die protentastische und die symbolische. Diese sind meine Begriffe, es gibt keine Wörter hier vor. Also, wenn ihr andere Namen dafür geben wollt, das ist mir egal. Es ist nur ein Name, wir können das unterschiedlich machen. Also, wir fangen mit Miller an und gehen ganz durch die Geschichte zu unserer Zeit. Und am Ende habt ihr hoffentlich einen Überblick darüber, welche Möglichkeiten die Adventisten angeboten haben, um die sieben Posaunen zu interpretieren und welche allgemeinen Vor- und Nachteile diese vier unterschiedlichen Interpretationen haben.
[5:30] Erst fangen wir mit der traditionellen Interpretation an. Wirklich, wir fangen hier mit William Miller an. Aber hinter Miller gibt es eine jahrhundertelange Tradition, die Posaunen als eine Reihe von Angriffen zu sehen, obwohl es keinen klaren Konsens gab. Es war immer unterschiedlich, immer ein Problem, diese Sache zu verstehen. Diese sieben Angriffe waren entweder Häresien gegen die Gemeinde oder sie waren militärische Angriffe, Krieg und solche Sachen. Und das ist der Hintergrund, vor dem Miller kommt.
[6:42] Also, William Miller hat die sieben Posaunen so interpretiert: Schaut zu, die erste Posaune ist der Fall von Jerusalem. Zweite ist der Fall des westlichen Roms. Dritte ist der Fall des asiatischen Königreichs. Ich weiß nicht ganz genau, was er damit meint. Die vierte Posaune ist die Entfernung des Täglichen, sollte hier stehen. Das ist, wenn Katholizismus an die Stelle des Heidentums tritt. Das war ein Ereignis in 538. Dann der fünfte ist Osmanen gegen das östliche Rom. Und er hat die fünf Monate als eine Prophezeiung gesehen. Das sind 150 Jahre und sie sind von 1298 bis 1448. Die sechste Posaune ist weiter die Osmanen. Und dann geht die nächste Prophezeiung von 1448 bis 1839. Und das ist eine interessante Nummer hier, weil Miller hat in dieser Zeit geschrieben und gewohnt. Und er dachte, jetzt kommt das in vielleicht ein, zwei, drei Jahren, das Ende der sechsten Posaune. Und alle die unterschiedlichen Autoren denken ungefähr das Gleiche über die siebte Posaune. Das ist nur das, wenn Jesus kommt, er hat eine Posaune und das ist das Ende der Welt.
[8:27] Also, das ist, was Miller geschrieben hat. Aber Miller war nicht so gut ausgebildet. Er hat nur selber Bücher gelesen, aber er kannte die Geschichte nicht so ganz genau. Aber er hat viele Freunde gehabt, die Theologen waren und Pastoren und Prediger. Und sie haben oft, was Miller gesagt hat, verfeinert, sozusagen. Sie haben das durchgelesen und gedacht: Okay, das ist gut, das könnte ein bisschen besser sein. Hier gibt es einen Fehler, wir machen das klarer und einfacher und so weiter. Und einer von diesen Freunden war Josiah Litch. Er war ein Theologe und ein ganz kluger Mann. Und er hat gedacht: Okay, Miller hat recht mit den sieben Posaunen, ungefähr, aber ich wollte das verbessern.
[9:24] Also, er hat die vier ersten Posaunen... Ah ja, ihr seht keine Sache hier. Das ist ein ganz großer Geduld. Aber leider kann ich das nicht verändern. Ihr müsst nur ganz genau zu mir hören. Also, Josiah Litch hat gedacht: Okay, ungefähr ist das richtig. Die sieben Posaunen sind sieben militärische Angriffe. Aber ich denke, dass die vier ersten unterschiedlich sind von dem, was Miller gedacht hat. Also, er hat gedacht, die vier ersten sind die Barbaren, die das weströmische Reich erobert haben. Also die Westgoten, die Vandalen, die Hunnen und die Ostgoten. Dann hat Litch gedacht, Miller hat etwas recht hier in den fünften und sechsten Posaunen. Weil was Miller getan hat, überall war nicht so originell. Aber in einigen Dingen war er ganz originell.
[10:38] Okay, vielleicht kann ich hier nur das Papier benutzen. Also, normalerweise haben die Protestanten gedacht, die fünfte Posaune bedeutet, dass die Araber, sie kommen gegen das östliche Römische Reich. Und dann später, in die sechste Posaune, kommen die Osmanen. Und in die fünfte Posaune lesen wir über fünf Monate. Und hier dann lesen wir über eine andere Zeitperiode, die 391 Jahre lang ist. Und fünf Monate sind wirklich 150 Jahre, wenn ein Tag ein Jahr bedeutet. Und das war normal in Millers Zeit. Und Miller hat gedacht, aber vielleicht sind diese miteinander verbunden. Und es gab eine Ursache, warum er so gedacht hat.
[12:03] Und das ist, wenn wir eine Bibel haben, dann gehen wir nach Offenbarung 9. Wir können nicht das ganze Kapitel jetzt lesen, aber vielleicht ein bisschen. Also, in die fünfte Posaune lesen wir über Heuschrecken. Zum Beispiel hier in Vers 3: Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde. Und es würde ihnen Vollmacht gegeben, wie die Skorpione der Erde Vollmacht haben. Okay, das ist interessant. Vers 5: Und es würde ihnen gegeben, sie nicht zu töten, also die Menschen, sondern sie sollten fünf Monate lang gequält werden. Und ihre Qual war wie die Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht. Okay, ganz interessant. Wir haben diese Heuschrecke oder Heuschrecken-Skorpione. Und sie können die Leute quälen, aber sie können die Leute nicht töten. Okay, das ist die fünfte Posaune.
[13:23] Dann kommt die sechste Posaune. Und dort lesen wir in Vers 14: Da sagt das Alter wirklich: Löst die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Strom Euphrat. Und die vier Engel wurden losgebunden, die auf Stunde und Tag und Monat und Jahr bereitstanden, den dritten Teil der Menschen zu töten. Also, das ist ein bisschen ähnlich. Erst haben wir eine Macht, die versucht zu töten, aber kann das wirklich nicht. Kann nur als Skorpion, was sagt man, stechen, Schmerzen zufügen oder was. Und warum kann der Skorpion nicht töten? Wenn ein Skorpion hier wäre und würde sagen, ich will diese Sprecher töten, ja, ja, ja. Warum würde ich nicht sterben? Weil er zu klein ist. Wenn ich ein Insekt wäre, dann würde ich sterben. Aber diese Macht ist nicht genug, um mich wirklich zu töten. Um mich zu quälen, ganz genug. Aber nicht zu töten. Das ist die erste Macht. Dann in die sechste Posaune kommt eine andere Macht, die ganz viel Kraft hat und er kann töten. Aber davor war diese Macht gebunden bei Euphrat.
[14:57] Also, Miller hat gedacht, vielleicht sind diese zwei Posaunen miteinander verbunden. Also, sie sind wirklich dasselbe in zwei Phasen. Erst versucht diese Macht zu töten, aber kann das nicht. Aber dann später kann diese Macht töten. Und wenn das die Wahrheit ist, dann vielleicht haben diese zwei Perioden etwas miteinander zu tun auch. Vielleicht sind sie auch zusammen gebunden. Und dann hat Miller gedacht, okay, vielleicht ist das so. Erst haben wir die fünf Monate. Und hier haben wir den Skorpion. Und er versucht zu töten, aber leider kann er es nicht, weil er zu schwach ist. Aber dann, am Ende der fünf Monate, kommt eine andere Zeit. Und dann haben wir eine andere Phase, wo diese Macht töten kann. Und für Miller war das immer das Gleiche. Das waren die Osmanen.
[16:18] Miller hat Geschichtebücher gelesen und hat gedacht: Ah, das ist interessant, weil wenn ich die Geschichte von Türkei lese, dann kann ich sehen, dass wir ungefähr 150 Jahre haben die Osmanen versucht, Rom zu erobern, aber konnten das nicht wirklich schaffen. Aber danach, dann ist es passiert, dass Rom gefallen ist. Also hier versuchen die Türken zu erobern und hier können sie das.
[16:55] Okay, das war Miller. Und dann hat Josiah Litch gedacht: Ganz gute Idee, aber es braucht ein bisschen was. Und das sind die Daten, weil Miller hat das nicht ganz gut genug gelesen. Und Litch hat durch die Geschichtebücher geblättert und entdeckt, dass wir ganz genau wissen können, wann die Osmanen zum allerersten Mal versucht haben, das Römische Reich zu erobern. Und das war am 27. Juli 1299. Das ist diese Linie hier.
[17:50] Okay, und dann leider immer Mathematik. Man würde denken, ja, es gibt keine Mathematik, wenn wir über Jesus und das Heilige Buch reden, aber leider ist das immer Mathematik. Also, hier 5 Monate sind 150 Jahre und dann kommen wir an 1494. Und am Ende 49. Ja, genau. Und dann die zweite Zeitperiode ist 391 Jahre lang. Weitere Mathematik und dann kommen wir an 1840. Warum? Weil in Vers 5, wir haben keine Zeit, das wirklich zu rechnen, aber die zweite Periode könnt ihr in Vers 15 finden. Das haben wir gelesen. Die Stunde, der Tag, der Monat und das Jahr. Und Litch hat dort gesehen, dass es auch wirklich 15 Tage gibt. Und dann hat er gedacht: Okay, das ist interessant. Die Prophezeiung hat das ganz genau gemacht, weil wir Tage haben. Das heißt, wir müssen den Endpunkt auf dem ganzen Tag finden. Wir wissen ganz genau, wann die ganze Zeitperiode angefangen ist. Das ist am 27. Juli. Und dann hat er gerechnet und er hat dann einen Artikel geschrieben in einer Zeitung, die "Science of the Times" hieß. Und dort hat er geschrieben, ich denke, wenn ich das nicht ganz falsch mache, dass die Zeitperiode am Ende ist, am 11. August. Das hat er am 1. August veröffentlicht, nur 10 Tage davor.
[20:22] Und was war die Prophezeiung? Litch hat gesagt: Ich denke, dass am 11. August dann die Osmanen ihre Kraft verlieren, in irgendeiner Form. Erst hat er gedacht, vielleicht wird es Krieg sein. Aber etwas wird in Verbindung mit den Osmanen passieren. Okay.
[20:55] Und zunächst war die Erwartung so: Das Osmanische Reich würde fallen. Wahrscheinlich in Krieg, haben sie erst gedacht, die Milleriten. Was ich weiß, in die Schlacht von Harmagedon steigen würde, und dann würde Jesus zurückkehren. Weil sie haben gedacht, Jesus würde 1844 kommen. Das ist ganz in der Nähe davon.
[21:23] Und was ist dann passiert? Sie haben erwartet, bis am August, den 11. August. Aber in dieser Zeit, dann haben sie keine Handys oder Fernsehen. Sie mussten warten. Weil die Schiffe mit den Nachrichten mussten von Europa kommen. Also, das dauerte ungefähr ein, zwei Wochen immer.
[21:51] Und was passiert ist, ist das folgende: Während dieser Zeit gab es einen Krieg zwischen Ägypten und den Osmanen. Den Zweiten Ägyptisch-Osmanischen Krieg, hieß es. Von 1839 bis 1841, in dieser Zeit. Da das Osmanische Reich lange Zeit im Zerfall war, wurde eines seiner Vasallen, Ägypten, immer rebellischer. Und es wurde eine ernsthafte Bedrohung für die Existenz des Osmanischen Reiches. Im Juli 1839 brach erneut ein Krieg zwischen den Vasallen und seinem Oberherrn aus. Als nichts Ägypten daran zu hindern schien, bald das gesamte Imperium zu erobern, beschlossen vier führende Nationen Europas, einzugreifen. Und Ägypten in Schach zu halten, da die Auflösung des Osmanischen Reiches zu einem allgemeinen Krieg in Europa über das türkische Territorium führen konnte. Und das wollte niemand in dieser Zeit.
[23:01] Am 15. Juli 1840 versammelten sich das Osmanische Reich und die vier europäischen Nationen: England, Österreich, Russland und Preußen. Damals als die Großmächte bekannt. Sie haben sich versammelt in London, wo sie ein Ultimatum unterzeichneten, um an den rebellischen Pascha von Ägypten geliefert zu werden. Und er war Mohammed Ali II. Und so hat das gelautet: Wenn er die Bedingungen nicht akzeptiert und der Krieg gegen den Sultan nicht innerhalb von zehn Tagen beenden würde, würde seine Position als Pascha nicht anerkannt. Und nach weiteren zehn Tagen würde er die Macht Europas fühlen.
[23:53] Am 11. August traf der Botschafter aus Istanbul mit diesem Ultimatum ein und überreichte es dem Pascha. Und das haben die Milleriten als die Erfüllung der Prophezeiung gesehen. Ach, so wie der Kaiser, ja, das muss ich auch erklären, was ist hier passiert, das haben sie auch in dieser Zeit versucht zu verstehen.
[24:24] Also, hier haben wir 150 Jahre, die Osmanen versuchen immer den Krieg zu erobern gegen das Osmanische Reich, aber können das nicht. Dann in 1449 ist etwas Interessantes passiert. Und das ist, dass es einen neuen Kaiser im östlichen Römischen Reich gab. Und er dachte, vielleicht bevor ich anfange zu herrschen, sollte ich den Sultan fragen: Bitte, ist das okay mit dir, ob ich der nächste Kaiser werde. Der Sultan hat gedacht, hat einen Brief geschrieben, das geschickt und gesagt: Das ist okay, du kannst das tun. Und Josiah Litch und Miller und andere haben gedacht, das ist interessant. Normalerweise fragen wir dann nicht andere Länder: Bitte, ist das okay mit dir, dass ich hier herrsche. Und dann haben sie gedacht, das ist wirklich wie eine Verzeihung, dass man nur mit der Erlaubnis der anderen Macht regiert. Wie würde man dann sagen? Ich kann nicht herrschen, wenn du das nicht willst.
[26:07] So, hier können wir nicht mehr sagen, dass die Osmanen versucht haben zu erobern. In der Realität herrschen sie. Weil der Kaiser fragt: Bitte, kann ich herrschen in meinem eigenen Staat. So, Litch hat gesagt, hier gibt es eine Veränderung zwischen diesen zwei Mächten. Und hier am 11. August 1840 gab es eine andere Veränderung. Und das war, wie ich ein bisschen gesagt habe, morgen werden wir ein bisschen mehr darüber reden. In 1840 ist das Gegenteil passiert. Das Gegenteil? Das heißt, der Sultan hat Europa gefragt: Bitte, hilf mir. Ein von meinen Ländern, Ägypten, macht mir viele Sorgen. Ich kann das Problem nicht wirklich von mir selbst lösen. Und was soll ich tun? Und dann kommt Europa und sagt: Wir können das machen oder schauen oder lösen oder schaffen. Habt keine Sorge dafür, wirklich herrschen wir. So, sitzt und gebt dir Ruhe, es ist kein Problem.
[27:35] Und das haben dann die Milleriten und auch viele Zeitungen in dieser Zeit als das Ende des Osmanischen Reiches gesehen. Und das war ganz interessant für die Milleriten, weil die Milleriten haben gesagt: Etwas wird in 1840 passieren. Und auch in 1844. Und wenn Leute haben gesehen: Das ist interessant, das stimmt, vielleicht stimmt das auch. Und deswegen sagen alle alten Adventisten, die ein Teil der Milleriten waren, dass diese Prophezeiung und diese Erfüllung ganz viel Macht zur Adventbewegung gegeben hat.
[28:34] Aber dann, leider, das hat nicht wirklich passiert hier. Jesus ist nicht zurückgekommen. Und die Milleritenbewegung ist vorbei. Leute denken: Was ist wirklich passiert? Was sollen wir jetzt tun? Und in dieser Zeit war Offenbarung 9 nicht wirklich für Leute. Die Gläubigen wollten nur wissen: Was bedeutet das? Warum ist Jesus nicht hier? Was haben wir falsch gemacht oder gedacht? Und die Adventisten, eine von diesen Milleritengruppen, sie haben das reinterpretiert, eine neue Interpretation von hier getan, aber nicht von dieser Sache.
[29:25] So, wir können sagen, dass die Siebenten-Tags-Adventisten die Interpretation von Litch nahezu unverändert beibehalten. Um zu zeigen, wie das geschah, werden wir kurz zwei Namen mehr erwähnen, bevor wir zu den nächsten Interpretationen übergehen. Und diese zwei Namen sind Uriah Smith und natürlich Ellen White.
[29:55] Ja, das Buch hier. Und vielleicht hier ein Slide. Leider könnt ihr nicht den ganzen Text sehen. Also, in dieser kleinen Gemeinde gab es nicht viele Leute. Am Anfang war die Siebenten-Tags-Adventistische Gemeinde nur hunderte Leute und dann wenige tausende Leute. Und dann können wir verstehen, dass es nicht so viele Bücher gab in dieser kleinen Gemeinde. Aber es gab einen Kommentar. Und die ersten von den Siebenten-Tags-Adventisten veröffentlichten Kommentare zu Daniel und der Offenbarung, wurden von Uriah Smith verfasst. Und was er getan hat, ist, dass er Litchs Interpretation im Wesentlichen unverändert beibehalten hat. Mit der Ausnahme, dass das Siegel Gottes der Sabbat war. Das Siegel Gottes könnt ihr in der 5. Posaune finden. Und Litch und Miller haben gedacht, das Siegel Gottes, das Heilige Geist, sowas. Aber Uriah Smith hat gedacht: Nein, nein, nein. Wir Adventisten wissen, dass das Siegel Gottes der Sabbat ist. Aber das ist nicht eine große Veränderung.
[31:21] Und Uriah Smiths Kommentare waren bis Mitte des 20. Jahrhunderts der Standard. Was Uriah Smith sagt, so ist das. Punkt. Wir dürfen nicht mehrere Forschungen machen. Wir wissen, was die Prophezeiungen bedeuten. Jetzt, was wichtig ist, ist der Sabbat, die Wiederkunft Jesu und andere Dinge. Aber die Posaunen verstehen wir ganz gut. Machen wir keine Sorgen darüber.
[31:57] Und warum ist das so? Warum wird Smith der Standard für ungefähr ein Jahrhundert oder so? Ein Grund ist, dass Ellen White diese Kommentare hoch geschätzt hat. Und hat ganz gute Dinge darüber gesagt. Und was auch interessanter ist, ist, dass Ellen White hat über die Posaune ein bisschen geschrieben. Nicht oft und nur in einem Buch. Aber dieses Buch war eines ihrer wichtigsten Bücher, sozusagen. Der große Kampf. Und hier in Deutsch, "Vom Schatten zum Licht". Das ist, glaube ich, der neue Titel hier. Hier ist es auf Englisch, aber ich lese hier einen Teil in Deutsch. Das könnt ihr auf Seiten 305 bis 306 finden.
[33:07] Also, hier sagt es: 1840 erregte eine andere bemerkenswerte prophetische Erfüllung große Aufmerksamkeit. Zwei Jahre zuvor hatte Josiah Litch, einer der führenden Verkündiger der Wiederkunft, eine Auslegung von Offenbarung 9 veröffentlicht und den Fall des Osmanischen Reiches vorhergesagt. Nach seinen Berechnungen sollte diese Macht 1840 irgendwann im August gestürzt werden. Und nur einige Tage vor Erfüllung der Prophezeiung schrieb er: Wenn wir zugeben, dass sich der erste Zeitabschnitt von 150 Jahren genau erfüllt hatte, er Konstantin Palaiologos, auch Dragas genannt, mit der Erlaubnis der Türken den Thron bestieg, und dass die 391 Jahre und 15 Tage am Schluss des ersten Zeitabschnittes anfingen, so müssen sie am 11. August 1840 enden, so dass man erwarten darf, dass die Osmanische Macht in Konstantinopel gebrochen werden wird. Und ich glaube gewiss, dass dies eintreten wird.
[34:29] Und so schreibt White weiter: Genau an diesem Tag akzeptierte die Türkei durch ihre Gesandten den Schutz der alliierten Großmächte Europas und begab sich somit unter die Aufsicht christlicher Mächte. Dieses Ereignis erfüllte genau die Vorhersage. Als das bekannt wurde, kamen viele zur Überzeugung, dass Miller und seine Mitarbeiter die Prophezeiungen richtig auslegten. Dies gab der Adventbewegung einen wunderbaren Auftrieb. Gelehrte und angesehene Männer schlossen sich Miller an, predigten und veröffentlichten seine Ansichten, und von 1840 bis 1844 wurde die Bewegung schnell größer.
[35:22] Man könnte sagen, dass dies ganz positiv ist. In diesem Buch befürwortete Ellen White die Interpretation von Litch, wie wir gelesen haben. Alle in der Millerite-Bewegung haben so gedacht. Uriah Smith hat so geschrieben. Und alle, die in dieser Zeit gelebt haben, haben gesagt: Das war die Erfüllung. Wir haben das mit unseren Augen gesehen, wir haben die Zeitungen gelesen, das ist die Erfüllung. Und auch der Prophet, die Prophetin Ellen White hat auch gesagt: Ja dazu. Wo gibt es dann einen Zweifel? Das ist die Wahrheit. Aber so einfach ist das niemals.
[36:23] Und dann können wir weiter gehen. Das war das Erste. Die anderen drei gehen schneller. Ich würde nicht für mehrere Stunden hier reden.
[36:39] Die futuristische Interpretation, was ist das? Das ist die Idee, dass alle die Posaunen noch in der Zukunft sind, alle sieben. Und das ist wirklich eine alte Idee, von 1880 ungefähr. Vielleicht der Erste, der so gedacht hat, war ein Pastor, der Rodney Owen hieß, in den Vereinigten Staaten. Und das kurz zu machen: Im Jahr 1883, das ist, als Ellen White noch lebend war, brachte dieser Pastor, Herr Owen, der General Conference eine neue Auslegung vor, um sich Rat zu diesem Thema zu holen. Ein Komitee wurde gewählt, um diese Ansichten zu prüfen. Daraufhin bekräftigte der Ausschuss, dass sie keinen Grund sehen, die traditionelle Interpretation aufzugeben und wies die Ideen von Owen als unbiblisch zurück. Sie erklärten, dass sie, wenn sie akzeptiert würden, einige der wichtigsten und grundlegendsten Punkte unseres Glaubens verunsichern würden. Also, sie haben nur: Nein, danke, mein Herr, das ist falsch, davon wollen wir nicht mehr hören.
[38:16] Okay, hat Owen gedacht. Aber wenn man eine Idee hat, dann muss das raus. Also, 20 Jahre später hat Owen ein Buch selbst veröffentlicht. Und in diesem Buch hat er gesagt: Alle die sieben Posaunen sind in der Zukunft. Und es gab andere Leute auch. Und was interessant ist, sie mussten alle ihre Werke im eigenen Verlag herausgeben. Review and Herald, das war unser öffentlicher Verlag. Sie haben nein gesagt, das wollen wir nicht drucken, das ist falsch. Auch Pacific Press hat nein, nein gesagt, oder etwas so.
[39:06] Und sie sind unterschiedlich, diese futuristischen Interpretationen, aber sie haben immer etwas Ähnliches. Und wir können ein, zwei, drei Punkte beschreiben. Erst, und hier können wir in das achte, in Kapitel 8 in die Offenbarung gehen. Und dort haben wir einen Engel. Und er geht nach dem Alter, er macht seine Arbeit. Und dann in Vers 5 lesen wir: Und die traditionelle Interpretation hier war, das ist das Ende der Gnadezeit. Das Vers hier. Und dann haben Autoren wie Owen gedacht: Okay, wenn das das Ende der Gnadezeit ist, müssen die Posaunen nicht in der Zukunft sein. Weil in Vers 6 lesen wir: Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen hatten, machten sich bereit, in die Posaunen zu stoßen. Okay, erst haben wir das Ende der Gnadezeit, Vers 5. Und dann haben wir die sieben Posaunen, Vers 6 und weiter. Okay, das war ein Punkt. Es gibt andere Punkte. Zum Beispiel, wenn man ganz genau liest den Text, dann gibt es viele Dinge, die in den Posaunen sind, und auch in den sieben letzten Plagen. Sie sind ungefähr ähnlich in vielen Details. Und Owen und andere Leute haben gesagt: Warum sind sie so ähnlich? Natürlich, weil sie das gleiche Ding sind. Und wir wissen, dass die sieben Plagen in der Zukunft sind, und dann müssen auch die sieben Posaunen in der Zukunft sein.
[41:20] Aber Review and Herald, Pacific Press, haben keine solche Sache veröffentlicht, bis unsere Zeit. Zum Beispiel, hier habt ihr ein Bild, das heißt "Trumpet after Trumpet". Erwin R. Gane, er war ein Theologe und ein Professor an der Andrews University. Er ist in den Ruhestand gegangen. Aber das ist ein Buch von Review and Herald und Pacific Press. Und das ist eine futuristische Interpretation. Aber warum ist das so durchgestrichen? Vielleicht hasst PowerPoint diese Interpretation.
[42:15] Hier müssen wir einen Teil der Geschichte lernen. Wir müssen hier mit dem großen Kampf anfangen. Wie viel Zeit habe ich noch, Christopher? 15? Ungefähr. Ich kann das schnell machen.
[42:39] Also, ihr wisst, dass es zwei Editionen von "Der große Kampf" gibt: 1888 und 1911. Und was passiert ist, ist das... Als die Druckvorlagen für "Der große Kampf" neu gesetzt werden mussten, bat Ellen White die Wissenschaftler in der Kirche, Verbesserungen vorzuschlagen. Ja, ich wollte gerne, dass die Buchwörter so gut wie möglich werden, hat sie gedacht. Und viele Leute haben gesagt: Ja, ich habe eine Idee. Ist das wirklich richtig auf dieser Seite und hier und hier und hier? Und einer von diesen Männern war W. W. Prescott. Er war ein Professor, ein Theologe und ein Pastor. Und er hatte auch viele Ideen, wie man "Der große Kampf" verbessern könnte. Eine von seinen Ideen war: Unsere Idee von den sieben Posaunen ist falsch. Bitte, kannst du, Ellen White, das beenden.
[44:00] Und was interessant ist, und davor haben wir leider heute Abend keine Zeit, aber Ellen White hat gesagt: Du hast recht, ich sollte das klarer machen. Aber was Ellen White getan hat, ist, dass sie hat das klarer geschrieben: Litch hat recht gehabt. Und dann können wir wissen, dass es 1911 keinen Zweifel für Ellen White gab. Litch war richtig, das war die Erfüllung, ich werde das nicht verändern in meinem Buch.
[44:41] Und heute haben wir viele Leute, die sagen: Ich liebe Ellen White. Und ich glaube, dass sie Prophetin war. Aber hat sie wirklich gesagt, dass Josiah Litch die Erfüllung gefunden hat? Und viele Leute, und das habt ihr vielleicht gehört, viele Leute sagen, sie hat nur gesagt: Litch hat so und so gesagt, so haben die Milleriten gedacht, aber niemals hat sie gesagt, das war die Wahrheit. Aber wie wir gelesen haben, nur einmal mehr, ob ich das finden kann.
[45:41] Das ist in dem Miller-Kapitel. Also, sie fängt mit diesen Worten an: 1840 erregte eine andere bemerkenswerte prophetische Erfüllung große Aufmerksamkeit. Wenn ich eine andere sage, dann bedeutet das, dass es eine erste gab. Dann gehen wir auf die andere Seite hier. Ich habe von hier gelesen und dann gehen wir zu dieser Seite. Hier sagt sie: Zwei Jahre nach Millers erstem öffentlichen Vortrag über die Zeichen, die auf ein baldiges Erscheinen Christi hinweisen, erfolgte 1833 das letzte Zeichen, das Christus als Verbot seiner Wiederkunft angekündigt hatte. Die Sterne werden vom Himmel fallen, hat Jesus gesagt und so weiter. Dann beschrieb sie, wie Leute das gesehen und darüber geschrieben haben. Zwei Seiten und sagt hier: Viele Augenzeugen betrachteten den Sternefall als das Verbot des kommenden Gerichts. So wurde die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Erfüllung der Prophezeiungen gelenkt und viele ließen sich durch die Botschaft von der Wiederkunft warnen. Nächster Satz: 1840 erregte eine andere bemerkenswerte prophetische Erfüllung große Aufmerksamkeit. Wir stimmen zu, dass der Sternefall eine Erfüllung der Prophezeiungen war. Aber dann müssen wir sagen, Ellen White hat dasselbe über Offenbarung 9 gesagt. Das heißt nicht, dass sie richtig war, man kann darüber reden und diskutieren, aber am wenigsten müssen wir sagen, sie hat so geglaubt. Das letzte hat recht gehabt.
[47:52] Kurz gesagt, dann gab es viele Leute, wie dieser Typ hier, Prescott, der gedacht hat: Naja, ich bin nicht überzeugt. Nein, Ellen White kann glauben, was sie will, aber ich glaube, hier gibt es etwas falsch. Und was sie wirklich gemacht haben, kurz gesagt, ist, dass er gesagt hat, die Fehler sind wirklich diese zwei zu verbinden. Sie sind so: Die fünfte Posaune sind die Araber, und hier gibt es eine Zeitprophezeiung, die fünf Monate. Hier haben wir die Osmanen, es gibt keine Verbindung hier. Das ist in, ja, vielleicht sind die fünf Monate von 612 bis 762 passiert. Und die 391 Jahre, sie sind vielleicht von 1443 bis 1844. Das ist ganz anders von Miller.
[49:11] Und, interessanterweise, hat Review and Herald das veröffentlicht, in vielen Büchern. Und Professoren in unseren Universitäten haben so unterrichtet, und einige Professoren haben gesagt, dass Litch recht hat, andere haben gesagt, vielleicht sind beide recht. Das ist immer das Einfachste zu sagen. Wir sind alle recht. Und andere haben gesagt: Nein, das ist falsch, was Litch gedacht hat, wir müssen das beenden. Und dann kann man durch Review and Herald und unsere Zeitungen blättern, und man liest immer weniger und weniger von den sieben Posaunen, bis sie fast verschwinden von unserer Literatur.
[50:02] Und dann kommen wir nach der neuesten Interpretation, und das ist die symbolische. Und was ist das? Also, wir haben gesehen, wie Litch und Miller und auch Uriah Smith, die unterschiedliche Personen interpretiert haben. Sie haben gesagt, der Erste ist dieser Krieg und diese Barbaren, das sind die Hunnen, das sind die Westgoten, aber ganz ähnlich, oder wie sagt man das? Ganz ehrlich. Dann haben sie nicht immer gezeigt, wie sie das so interpretiert haben. Sie haben oft nur gesagt, zum Beispiel in die erste Posaune, das ist Kapitel 8, und das ist Vers 7. Ihr könnt das lesen. Und der erste Engel stieß in die Posaune und es erstand Hagel und Feuer mit Blut vermischt und wurde auf die Erde geworfen und der dritte Teil der Bäume verbrannte und alles grüne Gras verbrannte. Und dann hat zum Beispiel Litch und andere Leute gesagt: Ja, das sind die Barbaren und Hagel ist hier benutzt, weil Hagel ist kalt, das kommt von Norden, sie sind von Norden angekommen. Oft haben sie keinen Grund dafür gegeben.
[51:42] Und dann gab es eine neue Generation und sie hat Fragen gestellt. Sie hat zum Beispiel gefragt: Wie wissen wir das? Wie wissen wir, dass Hagel ist diese Nation und dass dieser Stern hier ist Attila und die Hunnen? Wie wissen wir das? Wie können wir das von der Bibel zeigen? Und dann, leider, gab es wenige Antworten. Und dann haben die Leute gesagt: Okay, dann fangen wir wieder an.
[52:21] Erst haben wir einen Mann in Australien, der Louis A. Thiele hieß, und er hat viele Bücher über eine neue Methode geschrieben. Und er hat gesagt: Prophezeiungen sind immer über Christus und sein Volk. Sie sprechen von geistlichen Dingen. Und es ist wirklich fleischlich zu denken, dass diese Prophezeiungen mit Kriegen und Geschichte zu tun haben. Wir müssen mehr christlich denken. Und für ihn war geistlich und symbolisch dasselbe. Das hieß, wenn ich ein geistlicher Christ sein will, dann muss ich die Prophezeiungen symbolisch verstehen. Und dann hat er versucht, die Symbole zu verstehen vom Alten Testament usw. Und sie haben gesagt, nicht er, aber mehrere Theologen, sie haben gesagt: Ja, das könnt ihr natürlich nicht sehen, der erste ist der Fall von Jerusalem, der zweite bedeutet der Fall des Römischen Reiches, die drei und vier bedeuten Apostasie der christlichen Kirche.
[53:49] Und dann endlich mit neueren Leuten, leider müssen wir hier ein bisschen schneller durchgehen, neuere Theologen haben dasselbe mit Posaune 5 und 6 getan. Sie haben gesagt, das muss auch symbolisch interpretiert werden. Und dann ist Posaune 5 und 6 geistlich verstanden. Und sie sind Ismen und falsche Theologie. Also, hier ist die Plage oder dieser Angriff ist nicht militärisch in Natur, sondern mehr geistlich. Das ist etwas, das die Kirche schädigt oder schädigt.
[54:41] Und wenn ihr mehr von dieser Interpretation lesen wollt, dann würde ich diesen Namen hier geben, und diesen halben Mann hier links, er heißt Hans LaRondelle. Er hat viele Bücher über Exegese und die Methode, die Bibel zu verstehen, geschrieben. Und dann haben wir hier John Paulien. Er hat seine Dissertation über Offenbarung 8 geschrieben. Also, er ist eine Autorität in den Posaunen. Und dann haben wir hier Ranko Stefanovic. Er ist jetzt ein Theologe und Professor an der Andrews University, hat ein schönes Kommentar über die Offenbarung geschrieben. Also, diese sind unsere stärksten Namen in der Offenbarung heute.
[55:45] Also, so hier, nein, leider nicht. Ja, ich habe das gesagt. Wir können darüber springen.
[55:54] Also, wir haben mit der traditionellen Interpretation angefangen, und sie wurde von den Zeitgenossen im Jahr 1840 als eine zeitgemäße Erfüllung angesehen. Frühere Historiker, die Milleriten und Adventisten sagten, dass sie die Adventbewegung stärkte, wie wir auch von Ellen White gelesen haben, und ihr Glaubwürdigkeit verlieh. Sie wurde von allen Anführern der Milleriten, allen Gründern und Pionieren der Siebenten-Tags-Adventisten und von der Prophetin unserer Kirche befürwortet. Aber es gibt auch Nachteile. Nach der Großen Enttäuschung und den Kommentaren von Uriah Smith haben die Adventisten grundsätzlich aufgehört, Prophezeiungen zu studieren. Das ist traurig, aber wahr. Als neue Generationen neue Fragen aufbrachten, wurden ihnen keine Antworten gegeben. Wenn sie selbst keine Antworten auf ihre Fragen fanden, zweifelten sie und gaben die Interpretation auf. Dies zeigt die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Untersuchung und die Gefahr, sich auf die Tradition zu verlassen, sowie auf die Gefahr, dass die Tradition von einem eingehenden Studium aufgegeben wird. Aber ich denke trotzdem, dass die alte Interpretation richtig sein muss.
[57:24] Dann haben wir die futuristische Interpretation. Sie bringt gute Punkte auf, die beantwortet werden müssen. Vielleicht kann Christopher das morgen teilweise tun. Ich springe darüber und gehe nach der protentastischen Interpretation. Sie verlangte historische und exegetische Stränge. Sie hat ganz schwierige Fragen gestellt. Sie hat es jedoch nicht auf sich selbst angewendet. Die Zeiträume in dieser Interpretation funktionieren nicht besser als die in der traditionellen Interpretation.
[58:09] Am Ende haben wir die symbolische Interpretation. Die symbolische Interpretation erfordert Exegese und klare Erklärung dessen, was wörtlich ist und was nicht buchstäblich ist. Das ist gut. Die Schwierigkeit bei diesem Ansatz besteht darin, dass seine Erfüllung, zum Beispiel Ismen, das ganz allgemein ist, grundsätzlich nicht verfälschbar oder überprüfbar ist, da Details des Textes heruntergespielt werden. Es verbindet auch Frömmigkeit und Symbolik, was ein schrecklicher Fehler ist. Wir können die Bibel buchstäblich lesen und trotzdem geistlich sein. Das ist eine Übersimplifikation. Entschuldigung, mein Deutsch.
[59:02] Diese Prophezeiung muss untersucht werden. Hier spreche ich über die sieben Posaunen. Die Tatsache, dass die Kirche keinen klaren Konsens hat und nicht einmal versucht, die Situation zu verbessern, zeigt, wie sehr wir zu einer Institution und Bürokratie geworden sind. Es gibt einfache, andere, dringliche Dinge, über die wir nachdenken. Werden unsere Gelehrten, noch unsere Mitglieder, studieren Prophezeiungen vollmächtig, würde ich sagen. Wir haben grundsätzlich das Gefühl, dass die Prophezeiungen alle bereits fertig interpretiert wurden und dass es nichts mehr zu finden gibt. Mein Pastor weiß, was das bedeutet. Ich brauche das nicht. Selbst wenn es wahr wäre, ist es notwendig, den Boden zu jeder Jahreszeit zu pflügen, damit er nicht mit Unwissenheit überhäuft wird.
[1:00:05] Und hier, was ich denke, ganz wichtig ist, hier am Ende: Jede Generation muss die Wahrheit für sich selbst entdecken. Sonst kennt sie nicht die Wahrheit, sondern nur eine Tradition. Und das ist auch meine Bitte an dich und an euch: Analysiere die Prophezeiungen für dich selbst. Das ist alles heute. Danke für ihre Geduld und Verständnis. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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