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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird der Vers Offenbarung 21:12a behandelt, der von den Mauern und Toren des Neuen Jerusalems spricht. Christopher Kramp erklärt, warum die detaillierte Beschreibung der Stadt wichtig ist und wie die Mauern Schutz, Gottes Gegenwart und die Bedeutung des Gesetzes symbolisieren. Anhand von biblischen Beispielen wie Jericho, Jerusalem und den Psalmen wird die Verbindung zwischen Sünde und zerstörten Mauern sowie die Notwendigkeit des Wiederaufbaus verdeutlicht. Die Predigt ermutigt die Zuhörer, sich aktiv am Aufbau geistlicher Mauern in ihrem eigenen Leben und in der Gemeinde zu beteiligen.

In dieser Predigt wird der Vers Offenbarung 21:12a aus der Bibel behandelt, der die Mauern und Tore des Neuen Jerusalems beschreibt. Christopher Kramp erklärt, dass die Details der Stadt nicht nur zur Veranschaulichung dienen, sondern auch die Glaubwürdigkeit und Sehnsucht nach dieser ewigen Heimat wecken sollen. Die Bedeutung von Mauern als Schutz und Symbol für Gottes Gegenwart wird anhand biblischer Beispiele wie Jericho und Jerusalem beleuchtet.

Die Predigt thematisiert auch die metaphorische Bedeutung von Mauern im geistlichen Leben, insbesondere im Hinblick auf das Gesetz Gottes und die Notwendigkeit, Risse im Glauben zu reparieren. Anhand von Beispielen aus Jesaja, Ezechiel und Nehemia wird die Bedeutung des Wiederaufbaus von Mauern als Symbol für die Wiederherstellung des Gesetzes und des wahren Gehorsams gegenüber Gott verdeutlicht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, schön, dass ihr da seid und dass wir jetzt gemeinsam den nächsten Vers in Offenbarung 21 betrachten können und da werden wir einiges Interessantes studieren. Bevor wir beginnen, wollen wir immer Gott einladen, dass er unsere Gedanken leitet und wir wollen dazu hinter den Knien, wo es möglich ist. Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir, weil wir dich brauchen. Wir brauchen dich, um dein Wort zu verstehen. Wir brauchen dich, damit du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Wir möchten dich von Herzen bitten, dass du durch die Offenbarung zu uns sprichst, dass wir etwas erkennen, was unseren Glauben stärkt, dass wir eine frische Erfahrung mit dir machen. Hilfe, wir danken dir, dass du jeden Tag aufs Neue zu uns sprichst, dass du immer derselbe bist, dass wir uns auf dich verlassen können. Wir möchten dich bitten, dass wir das lernen können von Neu-Jerusalem, von unserer ewigen Heimat, auf die wir warten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Schlag mit mir auf, Offenbarung 21. Offenbarung 21 und wir lesen heute Vers 12.

[2:12] Das letzte Mal gesprochen über, erinnert euch, über die Stadt Jerusalem, über das Licht, die Herrlichkeit Gottes, die die Stadt erleuchtet und wir wollen jetzt mal weiterlesen in Vers 12. Wer mag mal lesen, Vers 12. Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten.

[2:50] Genau, also wir haben jetzt Johannes, der steht auf diesem Berg, er kommt im Geist auf diesen hohen Berg und er sieht das neue Jerusalem und wir haben letztes Mal gesehen, das Erste, was er gesehen hat, war die Herrlichkeit Gottes. Ja und jetzt, nachdem er die Herrlichkeit Gottes betrachtet hat, die hell wie ein Spieß, wie ein Kristall dort scheint, schaut er sich die Details ein bisschen genauer an und die nächsten Verse, wir sprechen jetzt eine ganze Reihe von Details. Jetzt könnte man sich natürlich erst einmal fragen, warum gibt die Offenbarung jetzt hier am Ende so viele Details von der Stadt Jerusalem? Ist das einfach nur um den Platz zu füllen? Was denkt ihr, warum beginnt jetzt die Offenbarung eine sehr genaue Beschreibung der einzelnen Details? Also ich glaube, dass es um die Glaubwürdigkeit der Stadt geht, das heißt, es ist etwas, was kommt, was wahr wird und was auch kommt. Es geht um die Glaubwürdigkeit, also darum, dass wir wirklich auch wissen, das ist real, nicht nur eine Idee. Also Johannes hat es gesehen, real. Ja, dass wenn die Details so ausgeschnappt werden, wir uns das besser vorstellen können, nicht nur, dass wir wissen, dass es real ist, sondern, dass wir auch das wollen. Ja, ihr wisst, es gibt einen Unterschied, ob ich nur weiß, dass es wahr ist oder ob ich es auch möchte. Das ist übrigens in der Evangelisation ganz wichtig, dass man den Menschen nicht nur die Wahrheit zeigt, sondern dass man ihnen auch vermittelt, wie schön es ist, die Wahrheit anzunehmen. Also Gott möchte eine Sehnsucht in uns fördern. Das hat er ja schon Anfang an gemacht, hat schon bei Adam und Eva diese Sehnsucht geweckt, nach der Eva. Guter Punkt. Was noch? Was denkt ihr noch? Warum diese Details? Dass es real ist, die Sehnsucht danach. Gibt es vielleicht noch Gründe? Ja, vielleicht durch diese Details möchte uns Gott etwas offenbaren, etwas zeigen, etwas sagen, etwas näher sagen. Also in der Bibel steht eigentlich nichts umsonst. Nichts ist einfach nur, um den Platz zu füllen. Manchmal gibt es relativ viele Details, wo man sich auf den ersten Blick fragt, was genau soll das jetzt mir sagen. Dann denkt man an anderer Stelle, da hätte ich gern mehr gewusst, ja beim Leben von Henoch zum Beispiel. Und dann gibt es so eine Geschichte von Abraham, ganz viele Details und dann fragt man sich, warum. Aber wenn man genauer hinschaut, quasi unter das Mikroskop mal die Bibelstelle legt und mal genau forscht und studiert, stellt man fest, da sind echte Schätze vergraben. Und ich glaube, so ein bisschen ist das hier auch am Ende, dass die letzten Verse der Bibel nicht einfach nur eine schöne Beschreibung sind, sondern dass sie noch echte Schätze enthalten. Da wollen wir heute mal ein bisschen beginnen, da hineinzuschauen und diese Schätze zu heben.

[5:52] Also das Erste, was er sieht, nachdem er den Lichtglanz sieht, er sieht, da gibt es eine hohe Mauer. Und das bringt uns gleich zu der Frage, warum braucht Neu-Jerusalem eine Mauer? Also bei Mauer denkt man ja der heutige Mensch vielleicht erstmal an eine Trump und seine Mauer oder an die Mauer, die die Ostdeutschland und Westdeutschland getrennt hat. Und dann mauern eher etwas Negatives. Die Babylonische Mauer. Also was soll das hier uns sagen, dass er diese Mauer beschreibt? Er sagt, es gibt eine Mauer, sondern sie ist, wie sagt er hier, sie ist groß und hoch. Große und hohe Mauer.

[6:41] Das Wasser, meinst du? Ja, das stimmt. Ja, da heißt es, das Wasser, das stand wie eine Mauer. Oder von Sacharja. Ja, sehr gut. 2 Vers 9. Den wollen wir mal lesen, ganz genau. Wenn du den schon hast, kannst du gleich lesen. Das wäre der nächste Vers gewesen. Sacharja 2 Vers 9 gibt uns so einen ersten Hinweis darauf, was eigentlich auch mit so einer Mauer mitgedacht werden soll. Sacharja 2 Vers 9? Oder welchen Vers hast du?

[7:30] Vers 9. Ja, genau. Also ihr meint den Vers, und ich selbst, sprich der Herr, will eine feurige Mauer um es sein und Herrlichkeit in seiner Mitte. Meint ihr den Vers? Ja, genau. Aber halten wir fest, hier in Sacharja 2 sagt Gott, er wird für Jerusalem eine Mauer geben. Das Problem war ja, wenn ihr euch erinnert an das Studium von Esra und Nehemia, die Israeliten kommen zurück und sie bauen den Tempel, aber die Mauer ist noch gar nicht gebaut. Und Gott gibt ihnen hier die Zuversicht, den Zuspruch, ihr könnt an dem Tempel bauen, ihr braucht keine Angst zu haben, denn ich sorge für eine Mauer. Wer wird die Mauer sein? Er selbst. Also Sacharja 2 Vers 9 deutet an, Gott selbst ist eine Mauer. Und welches andere Wort in dem Vers erinnert uns auch an Offenbarung 21? Welches andere Wort in dem Vers? Herrlichkeit. Also wir haben in Offenbarung 21 eine Stadt voller Herrlichkeit und eine Mauer drumherum. Und jetzt sagt Gott hier, ich werde eine Mauer sein und Herrlichkeit wird in Jerusalem sein. Also da sieht man eine deutliche Parallele. Aber die Mauer ist hier auch verbunden mit Gott selbst. Er selbst ist wie eine Mauer. Ja, wir kommen noch zu Ezechiel.

[9:26] Ja, genau. Genau, kommen wir jetzt dazu. Jetzt überlegen wir mal. Also halten wir fest, in Neu-Jerusalem gibt es eine reale, wirkliche Mauer. Johannes hat sie gesehen. Aber auch das, was dort auf der neuen Erde sein wird, hat ja eine Bedeutung. Wenn Gott etwas schafft, dann ist es nie sinnlos, sondern hat immer einen Sinn. Auch die Erde, als sie geschaffen war, das war ja voller Bedeutung, was Gott gemacht hat. Und auch die Mauer, die er schafft, ist voller Bedeutung. Er selbst steht oder die Mauer steht für ihn selbst. Und ihr habt schon gesagt, eine Mauer, was ist der hauptsächliche Sinn einer Mauer? Warum baut man eine Mauer um die Stadt? Schutz. Ja, also wenn man denkt, die Stadt könnte angegriffen werden, man möchte sie verteidigen, dass sie nicht fällt, dann baut man eine Mauer als Schutz vor dem Feind.

[10:26] Jetzt halten wir mal das fest im Kopf und gehen mal ein paar Bibelfersen, biblische Geschichten durch. Wo werden in der Bibel ganz berühmterweise Mauern erwähnt? Jericho, oder? Was ist mit den Mauern dort passiert? Genau, in Josua 6, da fallen die Mauern und zwar ziemlich schnell. Warum? Was soll das ausdrücken, dass die Mauern dort fallen? Warum fallen die Mauern? Ja, da gibt es kein Schutz, das ist Gericht Gottes. Die Mauern fallen, weil die Kanaaniter sündig sind und in der Sünde festhalten, gegen Gott rebellieren. Da fallen ihre Mauern zusammen. Also was sich für die Israeliten einbrennen sollte, ist, dort die Kanaaniter in Jericho sind ein Symbol für die Sünde schlechthin. Deswegen war ja auch alles gebannt. Die wurden alle umgebracht, wurde alles mit dem Bann belegt als Symbol. Jericho war quasi das Exempel für die Sünde und als die Israeliten kamen und diese sündige Stadt sahen, da fielen die Mauern. Also zerstörte Mauer ist sozusagen verbunden mit Sünde.

[11:56] Kennt ihr noch Texte, wo irgendwie dieses Bild von zerstörter Mauer und Sünde irgendwie auftaucht? Jerusalem, wie meinst du genau in Jerusalem? Also wir haben das nicht nur in Josua 6 bei den Kanaanitern, wir haben es bei den Israeliten selbst, das ist dann die Eroberung Jerusalems. Durch wen hat Jerusalem erobert? Nebukadnezzar. Der kam ja mehrmals und als das Volk allen Propheten zum Trotz und alle Warnungen in den Wind schlagen, immer noch sich geweigert hat Gott zu folgen, wurde endgültig der Tempel zerstört. Wir hatten ja letztens mal gesehen, ihr erinnert euch, die Herrlichkeit Gottes war aus dem Tempel gewichen, könnt ihr euch daran erinnern? Und irgendwann später wurde auch die Mauer zerstört, der Tempel wurde zerstört, der Palast wurde zerstört, alles wurde verbrannt, die Mauern wurde geschleift. Warum? Wegen der Sünde, wegen der Rebellion. Und es ist interessant, wie oft sozusagen die Herrlichkeit und die Mauer zusammengehen. Also die Herrlichkeit verlässt Jerusalem, die Mauern werden zerstört. Bei Sacharja haben wir gelesen, wenn die Mauer, Gott selbst wird eine Mauer sein und seine Herrlichkeit wird da sein. In Offenbarung lesen wir, dass da Mauern, große und hohe Mauern sind in Jerusalem und die Herrlichkeit Gottes ist innen drin. Also sehr gut. Jerusalem selbst ist hier ein anderes Beispiel dafür.

[13:51] Schlagt mit mir auf Psalm 51, wollen ein bisschen noch hier das studieren. Ich habe noch nicht so oft etwas darüber gehört über diesen Aspekt von Mauern. Psalm 51 und wir lesen mal Vers 20. Psalm 51, Vers 20. Wer es hat, darf gerne lesen. Okay, also der Vers an sich klingt erstmal so ganz schön. Baue die Mauern Jerusalems, tue Gutes für Zion. Kann mir jemand sagen, in welchem Psalm steht dieser Vers? Also Psalm 51 oder? Und geschrieben von David. Und wofür ist Psalm 51 berühmt? Das ist ja nicht einfach nur irgendein Psalm, sondern Psalm 51 spricht wovon? Von seiner Reue, weil er was getan hat? Die Sünde gegen Gott mit Bathseba, Uriah, ganze Katastrophe. Und meistens zitieren wir andere Verse. Vers 12. Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz. Gib mir von neuem einen festen Geist in meinen Innern, zum Beispiel. Und selten diesen Vers, tue wohl an Zion auch deiner Gnade, baue die Mauern Jerusalems. Frage, als der David das betet, waren die tatsächlichen Mauern von Jerusalem eingestürzt? Gab es da irgendwie Löcher in der Mauer, dass er sagen müsste, baue die Mauern von Jerusalem? Also die Mauern, die tatsächlichen Mauern von Jerusalem standen fest. Gab keinen Grund, an denen jetzt zu bauen. Also was meint David, wenn er in seinem Bußpsalm über seine eigene persönliche Sünde mit der Bathseba und dem Uriah am Ende sagt, baue die Mauern Jerusalems? Ich glaube, das schreibe das Gesetz in meinem Herzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass David möchte damit sagen, er hat gesündigt und er möchte wieder den Geist haben. Das heißt und bedeutet, das Gesetz soll in seinem Herzen weiter wohnen, ein Schutz vor Attacken. Also er realisiert, durch meine Sünde ist etwas kaputt gegangen und zwar im Leben von anderen und auch in seinem eigenen Leben. Wenn wir sündigen, geht etwas in unserem Gewissen kaputt, etwas in unserem Herzen kaputt. Maßstäbe gehen kaputt und was David hier realisiert, ist etwas ziemlich Gewaltiges. Er sagt Gott, du musst mir vergeben, aber du musst auch das, was ich in mir selbst kaputt gemacht habe, das musst du wieder aufbauen. Baue die Mauern Jerusalems und deswegen, und das habt ihr schon gesagt, sagt er, erschaffe mir ein neues Herz oder ein reines Herz in dem Fall. Gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innen. Schreib das wieder, du hast gesagt, das Gesetz Gottes, schreib das Gesetz wieder in mein Herz. Ich glaube, das passt auf den Vers 21 dazu, weil im 21 steht, dann hast du Gefallen an den rechten Opfern, dann bringt man Stiere auf deinem Altar. Ich sehe hier einen Parallel zwischen Offenbarung 14 und 12, hier ist es Geduld Heiligen, die Gebote Gottes und Glauben Jesu haben, also das Gesetz Gottes und die Gnade. Also hier, dann hast du Gefallen an den Opfern. Ohne das Gesetz, ohne die Treue wären dann diese Opfer nicht viel wert.

[17:52] Also halten wir fest, der David als König in Jerusalem hat die Mauern von Jerusalem als Metapher verwendet, dafür entweder geschützt zu sein vor dem Feind oder wenn er angegriffen oder gegen den Feind verloren hat, wenn er der Sünde nachgegeben hat, als dass die Mauern zerbrochen sind. Genau das, was Gott quasi durch den Josua 6 darstellen wollte. Sünde bricht die Mauern und die Mauern müssen wieder aufgebaut werden.

[18:22] Jetzt, was denkt ihr, was ist denn einfacher, was geht denn schneller? Mauern kaputt machen oder Mauern bauen? Es hat nur einen Biss in den Apfel gebraucht und die Mauer war schwer beschädigt. Ja? Mir kommt jetzt ein interessanter Gedanke in Bezug auf Jeremia, glaube ich. Er schreibt irgendwo, dass es eine Bresche in Mauer war. Jemand wollte laufen, wollte von dem Nebukadnezzar fliehen und er machte eine Bresche, ein Loch in Mauer. Aber er wurde ergriffen und wurde dann verblendet und seine Sünde wurden vor seinem eigenen Auge... Er hat auch zu tun mit der Mauer und mit der Bresche. Man versucht, irgendwo macht er ein Loch im Gesetz, aber das geht nicht.

[19:13] Ja, jetzt schauen wir, es gibt noch interessante Verse dazu. Schauen wir mal in Ezechiel 13. Ezechiel 13 und dort Vers 5. Ezechiel 13 und dort Vers 5. Wer mag den mal lesen? Ihr seid nicht in die Risse getreten und habt keine Mauer um das Haus Israel gebaut, damit es im Kampf standhalten könnte am Tag des Herrn. Genau. Interessant, oder? Ihr seid nicht in die Risse getreten und habt keine Mauer. Ist das positiv oder negativ? Ist das hier ein Lob oder ein Tadel? Lob oder Tadel? Es ist ein Tadel. Er sagt, ihr habt keine Mauer gebaut, denn wenn ihr eine Mauer gebaut hättet, was hätte Israel tun können? Sie hätten standhalten können im Kampf. Das heißt, Gott sagt, Israel hat einen Kampf vor sich gehabt und was hätte geschehen sollen? Jemand hätte Israel darauf vorbereiten sollen, indem was getan werden würde? Eine Mauer bauen. Und er sagt dann, ihr habt das nicht gemacht. Ihr habt das Volk Israel nicht auf die Schlacht vorbereitet.

[20:36] Jetzt die Frage, an wen sagt er das denn? Wen tadelt er denn hier? Die falschen Propheten. Schaut, Vers 4, oder? O Israel, deine Propheten sind wie Schakale in den Ruinen geworden. Das ist das Bild, der zerstörte Stadt. Ja, und die Schakale streichen da drum herum. Und der Vers 3, wehe den törichten Propheten, die ihren eigenen Geist folgen und dem, was sie nicht gesehen haben. Also falsche Propheten, falsche geistliche Führer, die eine Mauer hätten bauen sollen oder wie es hier heißt, in die Risse treten sollen.

[21:13] Was ist damit gemeint, in die Risse treten? Also was ist praktisch im Bild? Was heißt das, in die Risse treten? Genau, also ich bin in einer Stadt mit einer Mauer und da ist der Feind draußen und ich sehe, hier ist ein Loch. Dann muss ich ja mir überlegen, der Feind kommt durch dieses Loch hindurch. Also was mache ich? Ich stelle nicht alle meine Soldaten dahin, wo es sicher ist, sondern ich gehe genau dahin, wo das Problem ist, oder? Da, wo das Problem ist, muss gearbeitet werden. Übrigens, das ist ein ganz wichtiger Punkt in unserem geistlichen Leben. Wenn wir unser geistliches Leben, unser Charakter betrachten, gibt es bestimmt einige Punkte, wo die Mauer ganz stark ist. Es gibt ein paar Punkte in unserem Leben, mit denen haben wir eigentlich nicht so viele Probleme. Jeder hat so Punkte, da ist er nicht so leicht versuchbar oder so. Und wenn wir einfach so auf dieser Mauer dann stehen und sagen, also hier bin ich schon ganz gut, aber es gibt an einer anderen Stelle ein Loch, das ich ignoriere, dann kann ich noch so stolz auf meinen starken Mauerabschnitt hier sein. Der Feind kommt immer durchs Loch hindurch. Die Mauer muss ja vollständig sein. Das heißt, was muss ein kluger Verteidiger der Stadt tun? Er muss gucken, wo sind die Löcher. Und dort, wo die Löcher sind, muss er die meiste Arbeit investieren, um die Löcher zu verschließen. Also ich muss mir die Frage stellen, wo gibt es in meinem Charakter Löcher, wo der Satan immer wieder durchkommt und immer wieder durchkommt und die müssen zugemacht werden. Und in Bezug auf die Gemeinde heißt das, was Gott hier von den Propheten erwartet hätte, dass sie schauen, wo sind die Probleme in der Gemeinde, wo kommt der Satan immer wieder durch. Da muss eine Mauer drum gebaut werden, um das Volk auf die Schlacht vorzubereiten.

[23:07] Ja genau, sehr gut, du hast meinen Vortrag schon genau, ja ganz genau, das ist der Punkt. Jetzt gehen wir erst zu Jesaja und dann zu Nehemia, weil mit diesem Hintergrund kann man jetzt eine ganze Menge aus diesen Geschichten lernen. Jesaja 58, genau Vers zwölf und das sind alles Texte, wo eigentlich die Mauer eine Metapher ist. Da geht es nicht um die buchstäbliche Mauer, da geht es eigentlich um etwas Geistliches.

[23:39] Schau mal, Jesaja 58, Vers zwölf, das ist jetzt genau das, was die falschen Propheten damals nicht gemacht haben, soll jetzt geschehen. Dann werden deine Söhne die Trümmer der Vorzeit wieder bauen und die Fundamente früheren Geschlechter wirst du aufrichten. Da wirst du genannt werden, der Rissevermauer, der Trümmer wieder wohnlich macht. Genau, der die Burschen vermauert, der die Straßen wiederherstellt, damit man dort wohnen kann. Nach der Zürcher Bibel, ja ganz genau.

[24:06] Jetzt dieser Vers kommt aus welchem Kapitel? Jesaja 58 und auch das ist kein unbekanntes Kapitel. Worum geht es eigentlich in Jesaja 58? Geht es da einfach nur um den Wiederaufbau von Jerusalem? Nee, worum geht es eigentlich in Jesaja 58? Genau, danach geht es um den Sabbat. Vers 13 und 14 geht es um den Sabbat und das ist eine der ganz großen Ideen, die wir haben, dass in das Gesetz Gottes eine Bresche geschlagen ist, die vermauert werden soll, nämlich die Bresche, dass man das vierte Gebot geändert hat. Ja, auch das zweite Gebot weggtan hat, ihr kennt das ja mit den zehn Geboten. Das heißt also, wenn der Sabbat wiederhergestellt werden soll und diese Wiederherstellung des Sabbats das Vermauern von Breschen ist, wer oder was ist die Mauer? Das Gesetz Gottes ist eine Mauer und das zeigt uns jetzt interessant, wenn Gott sagt, ich bin selbst eine Mauer und das Gesetz ist eine Mauer, wie sehr Gott sich mit dem Gesetz identifiziert. Übrigens, habt ihr noch eine Erinnerung, wie Gott sich hier nennt? Er nennt sich, was für eine Mauer? Eine feurige Mauer und warum feurige Mauer? Wie war es mit dem Gesetz? Das Gesetz kam auch im Feuer herab oder? Das feurige Gesetz, das Feuer genau, das Feuer steht für die Liebe Gottes, die Liebe Gottes, die Grundlage des Gesetzes Gottes. Also da sehen wir die ganzen Parallelen.

[25:51] Der Punkt ist also, Gott sagt voraus, es gab oder zurzeit hier von Jesaja, Ezechiel, Jeremia gab es falsche Propheten, die sich nicht darum gekümmert haben, das Volk darin zu bringen, wirklich aus Glauben Gott zu gehorchen, denn das wäre ein Schutz oder? Gott selbst ist ein Schutz. Die Bibel sagt, der Name des Herrn ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit. Diese Mauer wird angegriffen durch die Sünde und Gott sucht Menschen, die diese Mauer wieder aufbauen.

[26:27] Worum geht es noch in Jesaja 58 außer dem Sabbat? Also fast 13, 14 ist dann der Sabbat, aber vorher? Es geht ums Fasten, aber um was für eine Art von Fasten? Es geht nicht darum, wie oft man essen und nicht essen soll oder? Was für eine Art von Fasten? Es geht um echte Nächstenliebe für den anderen Dasein, dass ein echtes Fasten ist, weil man dann vielleicht auf Zeit für sich selbst verzichtet, um für andere da zu sein. Es geht eigentlich genau um das, was um die Gesinnung, die Jesus für uns gehabt hat oder? Jesus hat den Himmel verlassen, er hat auf den Himmel, er hat bezüglich des Himmels gefastet sozusagen, um mich zu finden. Und diese Darstellung des Evangeliums, schaut mal in Vers 8, schaut mal, ist interessant. Jesaja 58 Vers 8, da heißt es, dann wird dein Licht hervortreten wie die Morgenröte und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen, deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachhut sein. Was haben wir gerade mit der Mauer verbunden? Welches Wort? Ja, genau, aber vorher, was haben wir gesehen? Die Mauer und innen drin ist die? Die Herrlichkeit. Da sehen wir, es geht nicht darum, einfach nur Regeln wiederherzustellen, sondern die Herrlichkeit Gottes, sein Charakter, die Mauer. Also dieses Aufbauen der Mauer bedeutet auch, diesen Charakter Gottes, der durch das Gesetz ausgedrückt wird, wieder sichtbar zu machen. Auch ein Parallel zu den Offenbarungen 18.1, dass die Herrlichkeit, das ist glaube ich, hat auch zu tun mit dem Jesaja 58, und so, der Charakter Gottes, Gesetz Gottes, wo die ganze Welt erleuchten soll. Ja, diese Herrlichkeit. Ganz genau.

[28:22] Also, Jesaja 58 sagt, da werden mal Menschen kommen, die werden wieder die Straßen aufbauen und die Mauern aufbauen, sie werden wieder alles vermauern und sie werden den Geringen helfen und sie werden wieder den Sabbat herstellen. Hat es denn jemals in der biblischen Zeit eine Zeit gegeben, wo sich das erfüllt hat? Wo Menschen tatsächlich sich über die Ärmsten unter ihnen erbarmt haben, den Sabbat wieder zu Ehren gebracht haben und nebenbei auch noch Mauern aufgebaut haben? Nehemia, oder? Alles das findet sich in Nehemia. In Nehemia finden wir die Geschichte, wie die Mauern wieder aufgebaut werden. Wir finden in Nehemia, wie den Armen, die sich versklaven mussten, verkaufen mussten, wie das Geld erlassen wurde. Wir finden in Nehemia, wie sie dann Gesetze machen, dass man am Sabbat nicht mehr in die Stadt hineingehen soll, also dass die Händler nicht mehr in die Stadt hineingehen sollen. Eigentlich ist das Buch Nehemia eine Darstellung von Jesaja 58. Und wenn Jesaja 58 eigentlich davon spricht, dass auch diese geistliche Mauer des Gesetzes aufgebaut werden soll, dann spricht das Buch Nehemia nicht nur historisch von dem Aufbau einer Stadtmauer, sondern auch von dem Bau einer geistlichen Mauer.

[29:55] Frage an euch, wir sind jetzt alles Nehemia-Experten, oder? Wie lange haben die denn an dieser Mauer gebaut? Also, wann haben die ersten angefangen, an der Mauer zu bauen? Wann haben die ersten angefangen, an der Mauer zu bauen? Wann durften die jetzt mit zurück? Wir haben jetzt ja drei Monate lang Nehemia studiert, ja, und Esra. Also, es ist ein Esra, oder? Beim Befehl von Kyros, dann sind die ungefähr, na ja, ungefähr 535 vor Christus. Kommen die ersten zurück? Die legen erst mal das Fundament für den Tempel, ja, die bauen im ersten Alter. Aber wir wissen auch, Ellen White sagt es auch, sie haben ein bisschen an den Mauern schon so ein bisschen sich versucht, sie haben angefangen, ja. Aber das ging nicht lange voran, weil natürlich dann die Samaritaner kamen und so weiter, die Feinde haben das hin und her und dann hat man sich entmutigen lassen und dann kam nachher später, zur Zeit von von Darius, kamen dann Sacharja und Haggai, die haben gesagt, jetzt lass uns weiter bauen, ja. Dann hat man den Tempel gebaut, ungefähr im Jahre 515 vor Christus, ja, war der Tempel fertig, zur Zeit von Darius. Da war man schon 20 Jahre lang am Bauen, 20 Jahre hat es gedauert, bis der Tempel gebaut war, aber die Stadtmauern waren immer noch nicht hochgezogen. Tempel schon da, Altar schon da, geopfert wurde, aber die Mauern waren noch immer nicht vollendet. Und das ist, glaube ich, auch ein Bild für die Endzeit, denn Gott möchte das wahre Evangelium wiederherstellen, er möchte den wahren Glauben wiederherstellen, den Heiligtumsdienst, aber er möchte auch den wahren Gehorsam wieder herstellen, das Gesetz Gottes, ja. So und dann, wie geht es weiter? Wie lange hat es dann noch gedauert? 20 Jahre lang bis Darius, dann passiert erstmal ein halbes Jahrhundert gar nichts, also Riesensprung. Und dann springen wir in das Jahr 457 vor Christus und da kommt wer? Da kommt dann Esra und der Artaxerxes. Und da wird jetzt weitergebaut, da bekommt jetzt die Erlaubnis, die Mauern bis Ende zu bauen, oder? Der Artaxerxes erlaubt ihnen, sie dürfen die Stadt vollständig wiederherstellen. Und machen sie das? Wie lange brauchen sie? Von wegen. Im Jahre 445 vor Christus, zwölf Jahre später, hört Nehemia in Persien, dass die Mauer noch immer zerbrochen darliegen.

[33:06] Also die sind jetzt schon 90 Jahre in Freiheit oder haben 90 Jahre die Möglichkeit, überhaupt zu bauen. Seit zwölf Jahren haben die die explizite Erlaubnis, das Geld des Königs dafür zu verwenden, endlich diese Stadt wiederherzustellen. Der Artaxerxes sagt zu Esra, geh nach Jerusalem, stelle eine Untersuchung an nach dem Wort, nach dem Gesetz seines Gottes. Schau nach, ob Jerusalem so ist, wie das Gesetz es sagt. Und das Gesetz hatte gesagt, also die Zeia hatte gesagt, die Stadt soll wieder aufgebaut werden. Zwölf Jahre lang sind sie schon da und es gibt auch viele gute Reformen, aber die Mauer ist noch nicht gebaut. Was uns also zeigt, der Aufbau der Mauer Gottes, des Gesetzes in seinem Volk, dauert länger, als man eigentlich hätte meinen müssen. Es verzögert sich und die Verzögerung des Mauerbaus, meiner Meinung nach, ist ein Typus darauf, dass es eine Verzögerung am Ende der Zeit gibt. Eine Verzögerung des Volkes Gottes tut viele gute Dinge, aber irgendwie kommt es nicht zu Potte, damit das Gesetz Gottes vor der Welt in seiner Schönheit darzustellen.

[34:30] Jetzt, der Nehemia hört davon. Und er, was macht er, als er davon hört? Was macht er, als er davon hört? Als er davon hört, in Susa. Er trauert und, er trauert nicht nur, sondern er trauert und betet. Er betet und sagt, das kann doch nicht sein. Das sind jetzt 90 Jahre. Also stellt euch mal vor, wir wären, übrigens, wie lange betet er? Er betet ein paar Monate. Nachher, die Gelegenheit ist erst Anfang 444. Also stellen wir uns mal vor, wir wären heute Nehemia und das Jahr 444 vor Christus ist das Jahr 2020, wie jetzt. Dann hätten wir 2019 davon gehört. Stellt euch vor, ihr hättet letztes Jahr davon gehört. Ende im Dezember oder so. Dann gibt es den Befehl zum Aufbau schon seit 2000. Also um ein Gefühl dafür zu bekommen. Seit 2007. Stellt euch vor, da gibt es einen Befehl. Seit 2007 kann es gemacht werden und wir sind jetzt im Jahre 2019 oder 20 und es ist immer noch nicht geschehen. Aber es wird ja noch verrückter, denn die Freiheit ist schon seit 1929. Das Werk geht schon seit 1929 und da gab es auch schon tolle Fortschritte. 1949 wurde schon ein Tempel gebaut. Also ich meine, wenn ihr 1949 denkt, also für mich ist das irgendwie so lange her. Wir lesen das Buch Esra und Nehemia so, als ob das alles innerhalb von wenigen Tagen geschehen wäre. Das sind gewaltige Abstände. Das heißt, der Fall Babylons, wenn ihr das weiter denkt, das ist im 19. Jahrhundert. Und Nehemia, also wenn ich mal überlege, das sind so plötzlich Distanzen, wie wir sie zu den Adventpionieren haben. Und er hört davon und jetzt, wenn man sich die Geschichte anschaut, wird man denken, okay, dass selbst solche Sachen wie der Tempel, das dauert 20 Jahre. Das sind lange Projekte. Das wird ja ewig dauern. Was soll erst mit der ganzen Stadt sein, wenn die ganze Stadt, die ganze Mauer aufgebaut werden soll.

[37:09] Er betet und was betet er genau? Er betet das Gebet von Daniel, nicht wahr? Schaut mal in Nehemia 1.

[37:33] Also sagt er in Vers 7, wir haben sehr verwerflich gegen dich gehandelt, dass wir die Gebote, die Satzung und Rechtbestimmung nicht befolgt haben, die du deinem Knecht Mose geboten hast. Er weiß, so wie Daniel, dass die Stadt verhüstet ist und nicht aufgebaut ist, liegt an dem Ungehorsam. Es gibt immer diese Verbindung zwischen zerstörter Mauer und Sünde. So wie David sagt, baue die Mauern Jerusalems, weil ich habe gesündigt. Sie muss wieder aufgebaut werden. Und der Nehemia weiß, das muss jetzt geschehen. Und er sagt in Vers 8, Gedenke doch an das Wort, das du deinem Knecht Mose gegeben hast, in dem du sprachst, wenn ihr treulos handelt, so will ich euch unter die Völker des Streuen. Kehrt ihr aber zu mir um und befolgt meine Gebote und tut sie. Selbst wenn einige von euch bis ans Ende des Himmels verstoßen werden, so würde ich sie doch von dort sammeln und sie an den Ort bringen, den ich erwählt habe, damit mein Name dort wohnen soll. Gott sagt, wenn ihr wieder umkehrt.

[38:31] Woher kommt das übrigens hier aus Vers 8 und 9? Woraus ist das zitiert? Eine der großartigsten Stellen der ganzen Bibel. Woher kommt das? Fünfte Mose, genau. Kapitel 30, das ist der Bund im Moab, wo Gott sagt, ich will euer Herz beschneiden. Wo Gott sagt, das Wort ist in deinem Herzen, deinem Mund, sodass du es tun kannst. Es ist nicht zu schwer, nicht zu wunderlich. Wo die Idee ist, das ist gar nicht so schwer, wie du denkst. Gottes Gebote halten ist gar nicht so schwer, wie wir oft denken. Das ist, was Johannes sagt. Johannes sagt, seine Gebote sind nicht schwer. Das Problem ist nur, wenn wir sie als Regeln sehen, die wir aus eigener Kraft halten, ist es unmöglich. Aber mit Jesus erfüllt vom Heiligen Geist ist es sogar relativ einfach.

[39:17] Und jetzt, das ist ein bisschen, deswegen diese ganze Geschichte vom Wiederaufbau illustriert das, weil jetzt kommt ein Mann, der beruft sich auf diese Verheißung und innerhalb kürzester Zeit bekommt er die Gelegenheit und als er jetzt beginnt, und zwar im Sommer 2020, wie lange hat er gebraucht? 52 Tage. Im Jahre 2020 war es vollendet. Und ich weiß gar nicht, ob uns bewusst ist, dass Gott sowas tun könnte. Wir schauen zurück in die Adventgeschichte und sagen, oh ja, damals schon im 19. Jahrhundert, Anfang des 20. Jahrhunderts, da gab es diese Dinge und wir arbeiten jetzt schon so lange und es geht so ein bisschen voran. Ellen White sagt, zur Zeit von Nehemia, die Israeliten, die hatten sich daran gewöhnt, dass die Mauern noch immer nicht aufgebaut sind. Die haben gesagt, das ist halt wahrscheinlich so. Das war bei unseren Vätern schon so. Unsere Vorvätern, die haben alle schon in dieser halb verwüsteten Stadt gelebt. Ja, der Tempel ist ja da. Wir haben den Tempel. Ob die Mauern jemals richtig so aufgebaut werden können, das ist viel zu schwierig. Ja, wer weiß. Und ein Mann kommt und sagt, Moment mal, diese Mauern müssen aufgebaut werden. Und zwar jetzt. Können wir uns vorstellen, also ich meine, wäre das denkbar, dass Gott sein Werk abschließen möchte noch in diesem Jahr. Also nicht falsch verstehen, ich will keine Zeit setzen und sagen, aber können wir uns doch vorstellen, dass wenn wir denken, oh gut, wenn es jetzt schon 100 Jahre gedauert hat und mehr mit der Adventbewegung, dann wird es bestimmt noch mal ein paar Jahrzehnte dauern. Wenn Gott sagt, nein, ich würde es gerne ein paar Monate abschließen, hätten wir den Glauben, wie Nehemia, zu sagen, okay, vorwärts, möge dies der letzte Sommer sein. Gott sucht Menschen wie Nehemia. Die sagen, okay, und wenn alle bisher sich daran gewöhnt haben, so wie der Zustand ist in der Gemeinde, ich bin damit nicht einverstanden. Ich möchte, dass das wahre Evangelium und wahrer Glaube und wahre Frömmigkeit und echter Gebetsgeist und echter Gehorsam aus Glauben, dass das wieder Einzug hält und dafür kämpfe ich. Und Gott wird solche Menschen segnen. Er sagt ja, sie werden die Mauern wieder aufbauen, sie werden die Breschen vermauern.

[41:49] Und in diesem Sinne lassen wir noch ein Vers lesen, in Jesaja 60 und dort Vers 18. Jesaja 60 und dort Vers 18. Wer mag mal lesen? Man wird in deinem Land nicht mehr hören von Gewalttat, vom Sturz und Zerstörung in deinen Grenzen. Deine Mauern willst du heil nennen und deine Tore Ruhm. Genau, die Mauer wird heil heißen. Anderes Wort für heil? Rettung, Erlösung. Bei Gott ist da keine scharfe Trennung zwischen der Erlösung und dem Gesetz. Er ist nicht das eine das und das, sondern diese Mauern, die das Gesetz darstellen, die stellen auch das Heil da, die wahre Erlösung. Denn wahre Erlösung bringt immer Gehorsam mit sich. Denn Gott ist der Urheber des Gesetzes oder das Gesetz beschreibt ihn und Gott ist der Urheber aller Rettung. Und wenn wir wirklich im Herzen haben, dass die Gebote Gottes von Herzen gehalten werden in der Gemeinde, dann sollten wir das wahre Evangelium von Herzen selbst annehmen und ausleben, weitergeben. Denn wie du richtig gesagt hast, hier ist die Geduld der Heiligen, hier sind die, die erhalten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Das muss zusammenkommen und wenn das zusammengeht, dann wird dieser laute Ruf durch die Welt gehen. Und ich glaube, das braucht nicht Jahrzehnte, schon gar nicht Jahrhunderte, es braucht vielleicht nicht mal Jahre. Bei mir hat es nur ein paar Wochen gebraucht. Das ist interessant. Vor allem muss man sagen, Gott wollte, dass man nicht 40 Jahre wandert in die Wüste. Gott wollte nicht so lange warten, bis heute. Er wollte kommen schon vor über 100 Jahren. Und er sagt, warum? Ungehorsam, Wertlichkeit, wenig Mission, Geist und so weiter. Also wir sehen, das sind die Ursachen, warum wir so lange in dieser Welt sind. Und das Problem ist, so wie bei dem zur Zeit von Esther und mir, alle wissen das oder heute wissen es nicht mal alle, aber alle sollten es wissen und beklagen es, aber niemand sagt oder zu wenig sagen, wir sagen zu wenig, okay, dann ändern wir es jetzt. Und zwar, ich fange bei mir an, ich will, dass es anders ist. Und ich möchte anfangen, eine Mauer zu bauen, um die Gemeinde herum, um sie alle zu beschützen. Und das ist genau das, was Jesaja sagt und was Esther und mir sagen und was wir gelesen haben.

[44:29] Wenn wir dafür wirken, ihr Lieben, wenn wir selbst in unserem Leben merken, dass dadurch, dass wir mit Jesus leben, unser Leben geistlich sicherer wird und wirklich sicher wird. Dass wir erleben, dass wenn wir mit Jesus leben, der Satan uns nicht mehr mit seinen Versuchungen überwältigen kann. Dann können wir auch wirklich effektiv unseren Geschwistern helfen. Denn darum geht es. Wir brauchen nicht mehr, die sagen, du sollst das nicht, du sollst das nicht. Wir brauchen mehr Geschwister, die den anderen Geschwistern geistlich helfen können, die Mauern wieder aufzubauen. Und damit lassen wir uns gemeinsam noch beten, dass Gott uns die Kraft schenkt, dieses Werk zu verenden.

[45:14] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Herr, du weißt, jeder Einzelne von uns hat in seinem Leben Mauerabschnitte, die gefährdet sind, die flechtgläuchrig sind, die vernachlässigt sind. Herr, schenke uns einen Blick dafür, was in meinem Leben, in unserem Leben getan werden muss, was du gerne tun möchtest, um uns Sicherheit und echten Frieden zu schenken, dass deine Herrlichkeit uns erfüllen kann. Herr, baue du die Mauern Jerusalems, wollen wir beten wie David. Wir haben alle schwer gesündigt in unserem Leben. Wir brauchen dich und wir wollen uns nicht damit zufriedengeben mit dem Zustand, wie er ist, weder in unserem eigenen Leben noch in der Gemeinde. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass uns diese Erfahrung schenkst von dir in mir, dass das Werk der Wiederherstellung sehr viel schneller gehen kann, als wir das vermuten aufgrund der Geschichte. Danke, dass du treu bist zu deinen Verheißungen, dass du verheißen hast, dass die Mauern gebaut werden. All das bitten wir in deinem Namen. Amen.


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